Abschiebehaft in Sachsen-Anhalt: So viele Fälle gab es 2025

Von Christopher Kissmann

Magdeburg - Im vergangenen Jahr sind insgesamt 37 Menschen in Sachsen-Anhalt in Abschiebehaft genommen worden.

In den meisten Fällen wurde Fluchtgefahr als Grund für die Haft benannt. (Symbolfoto)
In den meisten Fällen wurde Fluchtgefahr als Grund für die Haft benannt. (Symbolfoto)  © Sebastian Gollnow/dpa

In den meisten Fällen wurde Fluchtgefahr als vordringlicher Haftgrund benannt, wie aus der Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage des Landtagsabgeordneten Wulf Gallert (62, Linke) hervorgeht.

Unter den in Abschiebehaft genommenen Menschen waren sechs Syrer und vier Iraker. Zunächst hatte "Mitteldeutsche Zeitung" darüber berichtet.

Der Vollzug der Abschiebehaft erfolgte in anderen Bundesländern, etwa in Arnstadt, Bremen, Darmstadt, Dresden, Glückstadt, Hof, München und Pforzheim.

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Geplant ist, dass in Sachsen-Anhalt in Volkstedt im Landkreis Mansfeld-Südharz im zweiten Halbjahr 2027 eine eigene Abschiebehafteinrichtung in Betrieb genommen wird.

Zudem wurden im vergangenen Jahr 23 Menschen in Ausreisegewahrsam genommen. Dieser dient der kurzfristigen Sicherung für wenige Tage für unmittelbar bevorstehende Abschiebungen. Eine Abschiebehaft hingegen kann auch mehrere Monate dauern.

2025 wurden den Angaben zufolge 576 ausreisepflichtige Ausländer abgeschoben. Zudem wurden 1027 freiwillige Ausreisen registriert.

Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa

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