Hier sollen Asylbewerber künftig zur Kasse gebeten werden

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Von Patricia Bartos

London - Umstrittene Pläne in Großbritannien: Asylbewerber sollen dort künftig mehrere Tausend Euro zu den Kosten für ihre Unterbringung und Unterstützung beitragen.

Shabana Mahmood (45), Großbritanniens Innenministerin, sorgt mit ihren Plänen für Asylbewerber für Wirbel.
Shabana Mahmood (45), Großbritanniens Innenministerin, sorgt mit ihren Plänen für Asylbewerber für Wirbel.  © Carlos Jasso/PA Wire/dpa

Das geht aus Plänen des britischen Innenministeriums hervor.

Demnach sollen Betroffene bis zu 10.000 Pfund - umgerechnet mehr als 11.000 Euro - pro Person zurückzahlen, sobald sie über ein Einkommen verfügen, wie britische Medien unter Berufung auf das Innenministerium berichten.

Der Betrag soll den Plänen zufolge in monatlichen Raten entrichtet werden, ähnlich wie bei einem Kredit. Erst wenn der Betrag vollständig beglichen ist, gibt es demnach Anspruch auf einen dauerhaften Aufenthaltsstatus. 

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Der Nachrichtenagentur PA zufolge wurden im vergangenen Jahr etwa vier Milliarden Pfund für die Unterkünfte und die Unterstützung von Asylsuchenden ausgegeben.

Kritik von Menschenrechtsorganisationen

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Müssen Geflüchtete in Großbritannien bald mehrere Tausend Euro zu den Kosten für ihre Unterbringung und Unterstützung beitragen?  © Home Office/Press Association/dpa

Innenministerin Shabana Mahmood (45) bezeichnete diesen Betrag als zu hoch. "Sobald Menschen einen Beitrag leisten und die Großzügigkeit der britischen Bevölkerung zurückzahlen können, erwarten wir von ihnen, dass sie dies tun", sagte sie demnach.

Eine Unterstützung für Asylsuchende sei ein Recht, aber "auch mit Verantwortung verbunden".

Kritik an den Plänen kommt etwa von der Direktorin des Migration Observatory von der Universität Oxford, Madeleine Sumption. Nur ein kleiner Teil der Geflüchteten verdiene genug, um einen Beitrag leisten zu können, sagte sie.

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Zoe Dexter von der Menschenrechtsorganisation Helen Bamber Foundation bezeichnete das Vorhaben als "zutiefst ungerecht und völlig kontraproduktiv".

Titelfoto: Bildmontage: Carlos Jasso/PA Wire/dpa, Home Office/Press Association/dpa

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