Bald Drohnen und Flieger? Deutsche Marine prüft Flughafen im Norden

Von Helena Dolderer

Schwerin - Die deutsche Marine der Bundeswehr hat ihr Interesse am stillgelegten Flughafen Schwerin-Parchim im Südwesten Mecklenburg-Vorpommerns bekundet.

Die Marine überprüft aktuell neue Standortoptionen in Mecklenburg-Vorpommern. (Archivbild)  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Nach Angaben der Stadt Parchim (Landkreis Ludwigslust-Parchim) hatte Bürgermeister Dirk Flörke (57, CDU) am Mittwoch den Hauptausschuss der Stadt darüber informiert. Das Interesse am Flughafen sei bislang neutral bis positiv aufgenommen worden.

Die Marine hatte Anfang des Jahres mit der Stadt Kontakt aufgenommen, hieß es. Ende Januar hätten Gespräche mit Vertretern der Marine stattgefunden. Bis Ende Februar wolle sich die Stadtvertretung nun abschließend zu möglichen Plänen positionieren. Zuvor hatte der "Nordkurier" berichtet.

Das Bundesverteidigungsministerium bestätigte, dass die Marine derzeit neue Standortoptionen in MV prüfe.

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"Aus dem geplanten Aufwuchs der Streitkräfte ergeben sich neben infrastrukturellen Bedarfen auch neue Standort- und Liegenschaftserfordernisse", sagte eine Sprecherin des Ministeriums auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Die Prüfungen und Entscheidungen seien noch nicht abgeschlossen. Ob es dabei um den Flughafen Parchim geht, gab das Ministerium nicht an.

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Marine prüft neue Standorte

Laut Bundeswehr sind derzeit alle Flieger der Marine in Nordholz an der Nordseeküste Niedersachsens stationiert. Aktuell werden auf dem Gelände des Flughafens Parchim nach Stadtangaben Autos zwischengelagert. Der frühere Militärflughafen der russischen Armee war vor einigen Jahren von einem chinesischen Investor gekauft worden.

2019 meldete der Betreiber des Flughafens Insolvenz an, der Flugbetrieb wurde eingestellt.

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