Brigadegeneral schlägt Alarm: Angriffe auf kritische Infrastruktur in NRW finden täglich statt

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Köln - Der Kommandeur des Landeskommandos NRW schlägt Alarm: Eine hybride Kriegsführung der russischen Armee könnte Folgen für die Menschen in NRW haben.

Hans-Dieter Müller (63), der Kommandeur des Landeskommandos NRW bei der Bundeswehr, hat sich auch zur Rolle von Nordrhein-Westfalen im Kriegsfall geäußert. (Archivfoto)
Hans-Dieter Müller (63), der Kommandeur des Landeskommandos NRW bei der Bundeswehr, hat sich auch zur Rolle von Nordrhein-Westfalen im Kriegsfall geäußert. (Archivfoto)  © Oliver Berg/dpa

"Drohnen-Ausspähung, Sabotage, Cyberangriffe und Störungen kritischer Infrastruktur finden täglich statt - auch in Nordrhein-Westfalen", sagte Brigadegeneral Hans-Dieter Müller (63) im Interview mit dem "Kölner Stadt-Anzeiger".

So würden fremde Nachrichtendienste grundsätzlich alle verfügbaren technischen Mittel nutzen, "um Informationen zu erlangen", ist sich der General sicher. Dementsprechend sei es für die Bundeswehr von großer Bedeutung, eine funktionierende Drohnenabwehr aufzubauen.

Daneben verriet der 63-Jährige, welche große Rolle im Falle eines Angriffs auf die NATO-Ostflanke (Estland, Lettland und Litauen sowie Polen, Slowakei, Ungarn und Rumänien) auf NRW zukommen würde.

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"Wenn große Konvois alliierter Streitkräfte beispielsweise nach Polen verlegen, führt ihr Weg nicht nur durch Deutschland, sondern auch durch Nordrhein-Westfalen", so Müller.

Zur kritischen Infrastruktur zählt unter anderem auch die Energieversorgung.
Zur kritischen Infrastruktur zählt unter anderem auch die Energieversorgung.  © Britta Pedersen/dpa

Sämtliche Truppenbewegungen müssten organisiert und geführt werden. Fahrzeuge müssten betankt, Soldatinnen und Soldaten verpflegt oder auch sanitätsdienstlich betreut werden können. NRW sei dafür die "Drehscheibe".

Titelfoto: Bildmontage: Oliver Berg/dpa, Britta Pedersen/dpa

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