Kein Pilot mehr nötig: Neuer KI-Kampfjet soll riskante Manöver für Bundeswehr übernehmen
Brüssel/München - Die Luftwaffe der Bundeswehr könnte künftig hochmoderne Kampfjets einsetzen, die ohne Piloten fliegen und für den Menschen zu riskante Manöver ausführen sollen.
Das größte europäische Luft- und Raumfahrtunternehmen "Airbus" arbeitet gemeinsam mit dem US-Rüstungskonzern "Kratos" an der Entwicklung von unbemannten, KI-gesteuerten Kampfflugzeugen.
Noch in diesem Jahr sollen die ersten Testflüge stattfinden, wie Airbus am Freitag mitteilte. Am Unternehmensstandort im bayrischen Manching werden derweil zwei der "Valkyrie" getauften Kampfjets dafür vorbereitet.
Anschließend will Airbus das neuartige Waffensystem der deutschen Luftwaffe vorlegen: "Wir wollen diese Fähigkeit bis 2029 anbieten", erklärte ein Airbus-Sprecher gegenüber TAG24.
Die hochmodernen Todesengel stellen eine Kombination aus dem bereits einsatzerprobten, gleichnamigen Kampfjet des US-Konzerns und dem von Airbus entwickelten Missionssystem "MARS" dar.
Airbus über neues Waffensystem: "Genau das, was Deutschland in der aktuellen geopolitischen Situation dringend benötigt"
Bei MARS handelt es sich um eine Software, die nach Herstellerangaben mithilfe eines KI-Programms einen menschlichen Piloten vollständig ersetzen kann.
"Völlig autonom oder von einem Eurofighter kommandiert, wird die Valkyrie in der Lage sein, sensible Missionsaufgaben zu übernehmen, die eine zu große Gefahr für den Piloten darstellen würden", schrieb Airbus.
Laut Airbus-Manager Marco Gumbrecht sei das neuartige Waffensystem genau das, was die Bundeswehr heute benötige.
"Durch die Kombination der Kratos Valkyrie mit unserem MARS-Missionssystem bieten wir dem deutschen Kunden genau das, was Deutschland und Europa in der aktuellen geopolitischen Situation dringend benötigen: ein bewährtes fliegendes unbemanntes Kampfflugzeug mit einem souveränen europäischen Missionssystem, das nicht von Grund auf zeitaufwändige und kostspielige Weise von Grund auf neu entwickelt werden muss."
Titelfoto: Bildmontage: Airbus, Malin Wunderlich/dpa

