Verlegung der "Donau": Kriegsschiff bekommt nach 26 Jahren neuen Heimathafen

Kiel/Warnemünde - Neuer Heimathafen für das Kriegsschiff "Donau". Die Marine verlegt den Tender nach Kiel. 

Der Tender "Donau" wird verlegt.
Der Tender "Donau" wird verlegt.  © Marine

Das Versorgungsschiff verlasse am Montag den Marinestützpunkt Warnemünde in Mecklenburg-Vorpommern, teilt die Marine mit. 

Damit wechselt die "Donau" 26 Jahre nach ihrer Indienststellung erstmals den Heimathafen. 

Die rund 70 Besatzungsmitglieder müssen ebenfalls nach Kiel umziehen, was keineswegs leichtfallen dürfte. 

Am Montag um 10 Uhr läuft die "Donau" das letzte Mal aus Warnemünde aus. 

"Für die größtenteils in Rostock sehr stark verwurzelte Besatzung wird dies ein ganz besonderer und sicherlich sehr emotionaler Moment werden, da dies auch große persönliche Veränderungen mit sich bringen wird", sagt Korvettenkapitän Bernd Abshagen (40), der Kommandant des Schiffs. 

Die "Donau" gehört zur Elbe-Klasse und ist dem Unterstützungsgeschwader in Kiel unterstellt. Tender versorgen Boote und Schiffe mit Kraftstoff, Frischwasser, Lebensmitteln, Ersatzteilen und Munition. Außerdem entsorgen sie Abfälle. 

Beim letzten Einlauf in Warnemünde gab es einen Antrag

Als die "Donau" im Juni nach langer Fahrt zurückkam, machte Obermaat Ole Diehr vor versammelter Mannschaft seiner Freundin Claudia S. einen Heiratsantrag.
Als die "Donau" im Juni nach langer Fahrt zurückkam, machte Obermaat Ole Diehr vor versammelter Mannschaft seiner Freundin Claudia S. einen Heiratsantrag.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Erst Ende Juni kehrte die "Donau" aus dem ständigen Nato-Verband SNMCMG 1 zurück, der im Ärmelkanal, in Nord- und Ostsee unterwegs ist. 

Dessen Aufgabe ist das Suchen und Bekämpfen von Seeminen. Das betrifft laut Bundeswehr auch Munitionsaltlasten, die in den Meeren versenkt wurden und vor sich hin rotten

Die mehr als 100 Meter lange "Donau" diente dem norwegischen Kommandostab des Nato-Verbandes als Führungsplattform für bis zu zwölf Minenabwehreinheiten. 

Als das Schiff nach 102 Tagen auf See - coronabedingt ohne Landgang für die Mannschaft - am 25. Juni wieder in Warnemünde einlief, hing ein großes Banner an Deck. Darauf machte Obermaat Ole Diehr seiner Freundin einen Antrag. Er schrieb: "Claudia S., willst du mich heiraten?" 

In Anwesenheit der gesamten rund 70-köpfigen Mannschaft kniete er sich vor ihr hin, hielt einen Verlobungsring hoch und stellte ihr die Frage direkt. 

Claudia S. nahm den Hochzeitsantrag an, kurze Zeit später küssten sich. Das Wiedersehen war mehr als gelungen.

Titelfoto: Marine

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