NATO-Übung "Air Defender 2023": Hier werden die Kampfjets stationiert

Deutschland - Fast zwei Wochen vor Start der NATO-Übung "Air Defender 2023" sind bereits die ersten Militärflugzeuge in Deutschland gelandet. Die Luftwaffe verriet jetzt, wo die Verbündeten welche Maschinen stationieren werden.

Die Luftwaffe beteiligt sich unter anderem mit 16 Kampfflugzeugen vom Typ Tornado an der NATO-Übung. (Archivbild)
Die Luftwaffe beteiligt sich unter anderem mit 16 Kampfflugzeugen vom Typ Tornado an der NATO-Übung. (Archivbild)  © picture alliance / Harald Tittel/dpa

Zur Stationierung werden hauptsächlich die Flugplätze in Jagel und Hohn in Schleswig-Holstein, Wunstorf in Niedersachsen, Spangdahlem in Rheinland-Pfalz und Lechfeld sowie Neuburg in Bayern genutzt. Mehr als 10.000 Soldaten aus 25 Ländern und über 250 Militärflugzeuge sollen an dem Manöver beteiligt sein, wie die Luftwaffe mitteilte.

Diese Maschinen werden in Jagel und Hohn stationiert:

  • USA: F-16, F-18, F-15, EA-18, A-10
  • Ungarn: Gripen
  • Türkei: F-16
  • Finnland: F/A-18
  • Großbritannien: Eurofighter Typhoon
  • Deutschland: Tornado
  • NATO: DA20 Falcon
Die Bundeswehr hat eine Transportmaschine vom Typ Airbus A400M zur Übung "Air Defender 2023" extra foliert.
Die Bundeswehr hat eine Transportmaschine vom Typ Airbus A400M zur Übung "Air Defender 2023" extra foliert.  © Francis Hildemann/Bundeswehr/dpa

Transport- und Tankflugzeuge konzentrieren sich in Wunstorf:

  • USA: C-130, C-17
  • Rumänien: C-27
  • Deutschland: A400M
Die USA schicken hochmoderne F-35-Kampfjets.
Die USA schicken hochmoderne F-35-Kampfjets.  © Senior Airman Joseph Barron/U.S. Air Force via AP/dpa

In Spangdahlem stationiert die USA:

  • F-35
  • F-16
Erdkampfflugzeuge vom Typ A-10 Thunderbolt - "Warzenschwein" werden in Schleswig-Holstein und Bayern stationiert. (Archivbild)
Erdkampfflugzeuge vom Typ A-10 Thunderbolt - "Warzenschwein" werden in Schleswig-Holstein und Bayern stationiert. (Archivbild)  © Boris Roessler/dpa

"Warzenschweine" kommen nach Lechfeld:

  • USA: A-10
  • Griechenland: F-16
Natürlich nehmen auch Eurofighter am Manöver teil. (Archivbild)
Natürlich nehmen auch Eurofighter am Manöver teil. (Archivbild)  © Oliver Berg/dpa

Stationiert in Neuburg:

  • Spanien: Eurofighter
  • Deutschland: Eurofighter
Das Aufklärungsflugzeug AWACS ist durch sein Radarsystem unverkennbar. (Archivbild)
Das Aufklärungsflugzeug AWACS ist durch sein Radarsystem unverkennbar. (Archivbild)  © Oliver Berg/dpa

Tank- und Aufklärungsflugzeuge auch in Geilenkirchen:

  • USA: KC-135, KC-46
  • NATO: AWACS

"Air Defender 2023" übt den NATO-Bündnisfall

Etwa 100 Militärmaschinen aus den USA werden im Rahmen von "Air Defender 2023" nach Deutschland verlegt.
Etwa 100 Militärmaschinen aus den USA werden im Rahmen von "Air Defender 2023" nach Deutschland verlegt.  © Bundeswehr
In drei Lufträumen über Deutschland wird "Air Defender 2023" stattfinden.
In drei Lufträumen über Deutschland wird "Air Defender 2023" stattfinden.  © Bundeswehr
Auch die von der Ukraine geforderten Kampfjets des Typs F-16 werden bei der Übung im Einsatz sein.
Auch die von der Ukraine geforderten Kampfjets des Typs F-16 werden bei der Übung im Einsatz sein.  © Mindaugas Kulbis/AP

Das Manöver wird von der Bundeswehr als größte Verlegeübung von Luftstreitkräften seit Bestehen der NATO bezeichnet. Los geht es am 12. Juni. Bis zum 23. Juni wird vor allem über Nord- und Ostsee der Verteidigungsfall geübt.

Denn das Übungsszenario sieht einen fiktiven Angriff auf ein NATO-Mitglied vor. Deswegen kommt es nach Artikel 5 zum sogenannten Bündnisfall: Die NATO-Mitglieder stehen dem angegriffenen Land bei. Deutschland dient der Verteidigung dabei als Knotenpunkt.

Bei "Air Defender 2023" gehe es laut Luftwaffe um die kollektive Verteidigung gemeinsamer Werte, wie Freiheit, Demokratie und Wohlstand. Als sogenannte "First Responder" sichern die Luftstreitkräfte den europäischen Luftraum. Durch die Luftüberlegenheit sollen die Bevölkerung und NATO-Truppen geschützt werden.

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Die Luftwaffe betont den rein defensiven Charakter der Übung, das Manöver ist aber als deutliches Zeichen der Stärke zu verstehen. Direkt ausgesprochen wird es zwar nicht, doch es ist an Russland gerichtet, das spätestens seit Beginn des Angriffskrieges auf die Ukraine im Februar 2022 wieder als große Gefahr angesehen wird.

Titelfoto: Montage: picture alliance / Harald Tittel/dpa, Senior Airman Joseph Barron/U.S. Air Force via AP/dpa, Boris Roessler/dpa, Mindaugas Kulbis/AP

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