AfD gründet Jugendverband in Hessen: So verliefen die Proteste

Von Michael Bauer

Fulda - Begleitet von Protesten hat sich in Fulda der hessische Landesverband der AfD-Jugendorganisation Generation Deutschland (GD) gegründet.

Rund 1000 Teilnehmer protestierten in Fulda gegen die Gründung der AfD-Jugendorganisation und die Partei.
Rund 1000 Teilnehmer protestierten in Fulda gegen die Gründung der AfD-Jugendorganisation und die Partei.  © Andreas Arnold/dpa

Vor dem Bürgerhaus im Stadtteil Johannesberg, in dem die Gründungsversammlung stattfand, demonstrierten nach Polizeiangaben rund 1000 Menschen gegen die AfD. Die Kundgebung verlief bislang friedlich.

Die Versammlung konnte wie geplant pünktlich beginnen. Anders als bei der Gründung des GD-Bundesverbands Ende November in Gießen konnten die rund 50 Delegierten ungehindert anreisen.

In Gießen hatten rund 25.000 Menschen gegen die Gründungsveranstaltung demonstriert – die meisten friedlich. Es kam aber auch zu Zusammenstößen mit der Polizei.

Demonstrationszug und Demokratiefest vor AfD-Versammlungsort

Das sogenannte Demokratiefest vor dem AfD-Versammlungsort wurde unter anderem von dem Verein Fulda stellt sich quer und von Gewerkschaften organisiert.

Zuvor beteiligten sich laut Polizei etwa 500 Menschen an einem Demonstrationszug zu dem Bürgerhaus, das von der Polizei abgesperrt worden war.

Bei kaltem und regnerischem Wetter lichteten sich nach wenigen Stunden die Reihen der AfD-Gegner.

Hessen vorletztes Bundesland mit AfD-Jugendverband

Die GD in Hessen ist der 15. Jugendverband, den die AfD gründet.
Die GD in Hessen ist der 15. Jugendverband, den die AfD gründet.  © Andreas Arnold/dpa

Der GD-Bundesvorsitzende Jean-Pascal Hohm (29) forderte die hessische AfD-Jugend in seiner Eröffnungsrede dazu auf, "Innovationsmotor" innerhalb der Partei zu sein.

Der hessische Co-Landessprecher Robert Lambrou (58) gab den Delegierten als Auftrag mit auf den Weg, Ansprechpartner der jungen Leute sein. 

Laut Hohm zählt die GD bundesweit aktuell knapp 2600 Mitglieder. Hessen ist der 15. Jugendverband, den die AfD gründet. Als letztes Bundesland fehle noch Baden-Württemberg.

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Die GD folgt der aufgelösten Jungen Alternative (JA), die vom Verfassungsschutz als erwiesen rechtsextremistisch eingestuft worden war. Aus Sicht der Bundesregierung ist bei der GD keine Mäßigung gegenüber der aufgelösten Vorgängerorganisation zu erkennen.

Titelfoto: Andreas Arnold/dpa

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