AfD-Mitglied mit Kalaschnikow in Tschetschenien: Jetzt droht ihm Parteiausschluss

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Hannover - Nach dem Besuch eines Schießtrainings in Tschetschenien prüft der AfD-Landesverband Niedersachsen derzeit den Parteiausschluss eines seiner Mitglieder.

Murad Dadaev alias "Noah Krieger" droht ein Ausschluss aus der AfD.
Murad Dadaev alias "Noah Krieger" droht ein Ausschluss aus der AfD.  © Screenshot/Instagram/@krieger_advokat

Dabei handelt es sich nicht um irgendein Parteimitglied, sondern um "Noah Krieger", der zugleich als reichweitenstarker Influencer aktiv ist. Auf Instagram hat Krieger, der mit bürgerlichem Namen Murad Dadaev heißt, über 400.000 Follower.

Gegen ihn läuft derzeit ein Parteiausschlussverfahren, wie der AfD-Landesverband gegenüber dem Netzwerk "Correctiv" mitteilte. Eine Entscheidung werde in Kürze erwartet.

Zuvor hatte Dadaev, ein gebürtiger Tschetschene, mit einem Besuch seiner Heimat für Aufsehen gesorgt. Mitte März teilte er eine Story, die ihn dort mit einer Kalaschnikow beim Schießtraining zeigt. Bei seinem "Lehrer" handle es sich um einen engen Vertrauten des Machthabers Ramsan Kadyrow (49), wie "Correctiv" berichtete.

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In dem Bericht werden zudem weitere Aktionen des AfD-Influencers aufgeführt, die seiner Partei vermutlich ein Dorn im Auge sind, darunter ein Besuch des tschetschenischen Parlaments oder einen Wehrmachts-Dolch als Gastgeschenk für seine Kontaktpersonen vor Ort. Alles einsehbar auf seinem Instagram-Account.

Der niedersächsische Verfassungsschutz hatte den AfD-Landesverband im Februar als "gesichert rechtsextremistisch" eingestuft. Die Partei hatte dagegen geklagt und wird bis zu einem finalen Urteil vorerst weiter als "Verdachtsfall" geführt.

Titelfoto: Screenshot/Instagram/@krieger_advokat

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