Nach brutalem Schüler-Angriff: AfD ruft Hunderte auf die Straße

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Von Monika Wendel

Frankfurt (Oder) - Nach einer Gewaltattacke von Teenagern vor einer Schule ist die Stimmung in Frankfurt (Oder) aufgeheizt. Die AfD spricht von "Migrantengewalt" und rief zur Kundgebung auf. Eine angemeldete Gegendemonstration fand hingegen nicht statt.

Rund 500 Menschen nahmen an der Kundgebung der AfD teil.
Rund 500 Menschen nahmen an der Kundgebung der AfD teil.  © Sebastian Christoph Gollnow/dpa

Die CDU in Frankfurt (Oder) warf der Partei "politische Stimmungsmache" vor. Eine Gegendemonstration gab es nach Angaben eines Polizeisprechers nicht - obwohl eine Einzelperson demnach eine angemeldet hatte.

Die CDU hatte bereits am Montag auf Instagram geschrieben, dass viele Jugendliche mit Migrationshintergrund bestens integriert seien. "AfD-Demos helfen niemandem." Die geplante Sicherheitskonferenz am 27. Oktober in Frankfurt (Oder) und Gespräche mit Betroffenen seien der richtige Weg. 

Nach Schätzungen eines dpa-Fotografen beteiligten sich gut 500 Menschen an der Kundgebung. 

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Etwa zehn Jugendliche zwischen 13 und 15 Jahren hatten am Mittwoch vor einer Oberschule auf einen Schüler eingetreten und ihn geschlagen - auch gegen den Kopf und als er bereits am Boden lag.

Bei ihnen handelt es sich laut Polizei um Kinder und Jugendliche mit deutscher, polnischer, russischer und syrischer Nationalität. Ihre Taten hatten sie gefilmt und das Video über das Internet verbreitet, was Fassungslosigkeit auslöste. 

Ein Teilnehmer trug während der Kundgebung einen Pullover, auf dem das rechtsextreme Symbol der Schwarzen Sonne gedruckt ist.
Ein Teilnehmer trug während der Kundgebung einen Pullover, auf dem das rechtsextreme Symbol der Schwarzen Sonne gedruckt ist.  © Sebastian Christoph Gollnow/dpa

Politik fordert härtere Konsequenzen

Brandenburgs Innenminister Jan Redmann (46, CDU) sprach von "Repression", damit die Gewalt aufhöre.
Brandenburgs Innenminister Jan Redmann (46, CDU) sprach von "Repression", damit die Gewalt aufhöre.  © Frank Hammerschmidt/dpa

Auch in Potsdam sorgten zuletzt mehrere Angriffe von Jugendgruppen für Entsetzen. Brandenburgs Innenminister Jan Redmann (46, CDU) sprach von mutmaßlich migrantisch geprägten Jugendgruppen.

Die AfD fordert unter anderem die Absenkung der Strafmündigkeit auf zehn Jahre und die Abschiebung von Gewaltstraftätern. 

Die Landesregierung hatte nach der Gewaltattacke angekündigt, auch Änderungen beim Aufenthaltsstatus zu prüfen und ob es die Möglichkeit von Abschiebungen gibt. Es gehe aktuell aber um "Repression", damit die Gewalt aufhöre, hatte Innenminister Redmann gesagt. 

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Ein Sprecher der Stadt teilte mit, neben der Aufarbeitung der Tat verfolgten Polizei und Stadt gemeinsam das Ziel, mögliche Gefährdungen früher zu erkennen, um entsprechend zu reagieren.

Es werde geprüft, wie "städtische Kräfte der Ordnung und Sicherheit" im Umfeld von Schulen stärker präsent sein könnten.

Titelfoto: Sebastian Christoph Gollnow/dpa

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