Von Antje Kayser
Frankfurt (Oder) - Nach einer von der AfD initiierten Demonstration gegen Jugendgewalt in Frankfurt (Oder) prüft die Polizei mehrere möglicherweise strafrechtlich relevante Vorfälle.
Es gehe um Äußerungen des Fraktionsvorsitzenden der AfD-Fraktion im Brandenburger Landtag, Hans-Christoph Berndt (70), sagte ein Polizeisprecher auf Anfrage.
Außerdem seien am Rande der Demo Jugendliche mit entsprechenden Parolen durch die Straßen gezogen. Hunderte Menschen beteiligten sich an der Kundgebung.
In Frankfurt (Oder) hatten zehn Jugendliche zwischen 13 und 15 Jahren am Mittwoch vor einer Oberschule auf einen Schüler eingetreten und ihn geschlagen - auch gegen den Kopf und als er bereits am Boden lag.
Bei ihnen handelt es sich laut Polizei um Kinder und Jugendliche mit deutscher, polnischer, russischer und syrischer Nationalität. Ihre Taten hatten sie gefilmt und das Video über das Internet verbreitet, was Fassungslosigkeit auslöste. Die AfD sprach von "Migrantengewalt". Die CDU warf ihr Stimmungsmache vor.
Auch in Potsdam sorgten zuletzt mehrere Angriffe von Jugendgruppen für Entsetzen. Brandenburgs Innenminister Jan Redmann (46, CDU) sprach von mutmaßlich migrantisch geprägten Jugendgruppen.
Die CDU hatte ebenfalls darauf hingewiesen, dass viele Jugendliche mit Migrationshintergrund bestens integriert seien. Für den 27. Oktober ist eine Sicherheitskonferenz geplant.