Selbstbedienungs-Laden und Familienclan: Schulze schießt gegen AfD

Von Stefan Hantzschmann

Magdeburg - Ministerpräsident und CDU-Spitzenkandidat Sven Schulze (46) hat der AfD in Sachsen-Anhalt Selbstbereicherung vorgeworfen.

Ministerpräsident Sven Schulze (46, CDU) lehnt eine Zusammenarbeit mit der Linken und der AfD nach den Landtagswahlen ab. (Archivfoto)  © Britta Pedersen/dpa

"Das ist mittlerweile ein Selbstbedienungsladen. Man kann sogar von einem Familienclan sprechen, wo es ausschließlich darum geht, sich selbst zu bereichern", sagte der CDU-Politiker im Deutschlandfunk.

Bei der AfD waren zuletzt mehrere Fälle bekannt geworden, in denen Familienangehörige von AfD-Politikern bei anderen Bundestagsabgeordneten beschäftigt worden sind.

Schulze sagte, er werbe nicht nur deshalb dafür, die AfD nicht zu wählen, weil sie eine rechte, teils rechtsradikale Politik mache, "sondern auch, weil sie unser Land nicht voranbringt".

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Schulze grenzte sich auch von der Linkspartei ab. "Die Linken haben es doch 40 Jahre lang in der DDR bewiesen, dass sie einen Staat herunterwirtschaften würden."

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Schulze bekräftigte, dass es nach der Wahl in einem Kabinett unter seiner Führung keine Minister von Linke oder AfD geben werde. In Sachsen-Anhalt wird am 6. September ein neuer Landtag gewählt.

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