Weg frei für Wolfgang Kubicki: Einziger Kontrahent zieht Kandidatur für FDP-Vorsitz zurück

Berlin - Wolfgang Kubicki (74) steht im Rennen um den FDP-Vorsitz nichts mehr im Wege. Sein einziger Konkurrent hat die Kandidatur zurückgezogen.

Wolfgang Kubicki (74, r.) und Henning Höne (39, l.) treten zur Wahl des neuen FDP-Parteivorsitzes nun gemeinsam an.  © Christoph Soeder/dpa

Beim anstehenden Bundesparteitag der FDP am 31. Mai in Berlin steht Kubicki damit als einziger Kandidat für den Parteivorsitz auf dem Wahlzettel.

Eigentlich wollte auch Henning Höne (39), aktuell FDP-Vorsitzender in Nordrhein-Westfalen, zur Wahl antreten.

Doch in einem gemeinsamen Interview mit Kubicki gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) erklärte er am Freitag: "Nach intensiven Gesprächen in den letzten Tagen haben wir uns dazu entschieden, die Kräfte zu bündeln: Wolfgang Kubicki kandidiert als Bundesvorsitzender und ich als erster stellvertretender Bundesvorsitzender."

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Kubicki bezeichnete den Zusammenschluss dabei als Zeichen von Stärke: "Wir beide wollen uns darauf fokussieren, die FDP so schnell wie möglich wieder zu einem bedeutenden politischen Faktor in Deutschland zu machen. Der Bundesparteitag Ende Mai bietet die Chance, dass wir uns geschlossen und schlagkräftig präsentieren."

Der 74-Jährige betonte dabei, dass es unter ihm keine "One-Man-Show" geben werde und sprach lobende Worte in Richtung seines neuen Vize-Kandidaten.

Als Vorsitzender einer der wenigen FDP-Landesverbände, der noch in einem Landtag vertreten ist, habe Höne "per se eine herausgehobene Rolle", sagte Kubicki.

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Wolfgang Kubicki reagiert mit Kandidatur auf Merz-Spruch

Kubicki hatte sich zuletzt aus dem politischen Ruhestand zurückgemeldet und eine Kandidatur für den Vorsitz der kriselnden FDP angekündigt.

Unter anderem begründete er seinen Entschluss mit einer Aussage von Kanzler Friedrich Merz (70, CDU), der die liberale Partei nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg für politisch tot erklärt hatte.

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