Woke-Irrsinn auf dem Klo: Das entdeckt Boris Palmer!

Tübingen - Auf dem stillen Örtchen kommt so mancher unruhiger Geist zur Ruhe. Der eine liest dort Zeitung, der andere durchstöbert via Handy die Weiten des Internets. Tübingens OB Boris Palmer (49, Grüne) hat dort nun allerdings Klopapier entdeckt, dass in seinen Augen gefährlich für die Demokratie ist.

Tübingens Rathauschef Boris Palmer (49, Grüne).
Tübingens Rathauschef Boris Palmer (49, Grüne).  © Tom Weller/dpa

Spätestens seit dem tödlichen Polizeieinsatz gegen den schwarzen US-Amerikaner George Floyd im vergangenen Jahr ist der Begriff "Wokeness" auch hierzulande in aller Munde.

Schon Jahre zuvor geisterte er vor allem durchs linksintellektuelle Milieu. Dort achtete jeder darauf, möglichst "woke" zu sein, also besonders wachsam auf (vermeintliche) soziale Ungerechtigkeiten zu blicken.

Unter Akademikern gab es schon seit langer Zeit "Trigger-Warnungen" vor (möglicherweise) sensiblen Inhalten und die Furcht vor "Mikro-Aggressionen".

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Fast alles dreht sich in der woken Blase um Identität. Sei es wegen der Hautfarbe, sei es wegen des Geschlechts.

Wer ins Visier der identitätspolitischen "Wokeness"-Jünger gerät, für den kann es auch schnell an die Existenz gehen, wie die Migrationsforscherin Sandra Kostner im Interview mit TAG24 verriet: "Identitätslinke fühlen sich moralisch auf der richtigen Seite, weil sie für Opfer sprechen."

Und weiter: "Kritiker der Identitätspolitik werden daher als moralisch minderwertig abqualifiziert. Identitätslinke zielen fast immer auf die Person des Kritikers. Mit Sachargumenten setzen sie sich hingegen kaum auseinander." So erzeugten sie "ein repressives Meinungsklima, das Kritiker verstummen lässt, weil sie Angst um ihre Karriere haben und sich vor Diffamierungskampagnen fürchten".

Nun hat Deutschlands wohl bekanntestes Stadtoberhaupt sogar wokes, identitätspolitisches Klopapier entdeckt. Kein Witz!

Palmer: Toilettenpapier "falsch und demokratiegefährdend"

Auf seiner Facebook-Seite teilte er gleich mehrere Fotos des höchst politischen Hygieneartikels. Da steht dann zum Beispiel: "Deine Aufgabe für diese Toilettenpause: Recherchiere den Begriff 'Cultural Appropriation' (kulturelle Aneignung, Anm.d.Red.)", "'Rasse' ist ein weißes Konstrukt" oder "Es gibt keinen Rassismus gegen Weiße".

Der Grünen-Politiker, den die eigene Partei rauswerfen möchte, verweist auf Sandra Kostner, um zu verstehen, "was an der Theorie auf diesen Toilettenpapieren falsch und demokratiegefährdend ist".

In den Kommentaren unter dem Posting machten die User aus ihrer Wut keinen Hehl. "Komplett idiotische Idee", schrieb etwa einer und fragte: "Was für einen Sinn soll ideologisches Zeigefinger-Klopapier haben?"

"Gut, dass man mit diesem Müll sich auch direkt den Ar*** abwischen kann", befand ein anderer. Ein weiterer sah es eher humorvoll: "Auf dem WC 'Aufgaben' lösen zu sollen, hält andere von wichtigen Geschäften ab!"

Titelfoto: Montage: Screenshot Facebook.de/Boris Palmer, Tom Weller/dpa

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