Regierungs-Zoff um Kretschmers DDR-Vergleich

Dresden - In Sachsens Regierung rumort es weiter. Jetzt hat Sozialministerin Petra Köpping (65, SPD) einen DDR-Vergleich von Ministerpräsident Michael Kretschmer (48, CDU) als völlig unpassend kritisiert.

Der DDR-Vergleich von Regierungs-Chef Michael Kretschmer (48, CDU) kommt bei Kabinettskollegin Petra Köpping (65, SPD) gar nicht gut an. (Archivbild)
Der DDR-Vergleich von Regierungs-Chef Michael Kretschmer (48, CDU) kommt bei Kabinettskollegin Petra Köpping (65, SPD) gar nicht gut an. (Archivbild)  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Der CDU-Politiker hatte in einem Interview der Rheinischen Post die Wirtschaftspolitik der Ampel als desaströs bezeichnet und sich dabei an die DDR erinnert gefühlt.

"Das ist doch grober Unfug", schimpfte Köpping, die bei der Landtagswahl als Spitzenkandidatin für ihre Partei antritt. "Meistens verbieten sich DDR-Vergleiche von selbst. Und hier erst recht. Ich habe nach der Wende hautnah erlebt, in welchem Zustand die Wirtschaft der DDR war und welche Mühen es gekostet hat, hier wieder was aufzubauen."

Wie könne man ernsthaft die Wirtschaftspolitik von Robert Habeck (54, Grüne) mit der von Günter Mittag vergleichen. "Das Land auf diese Art so schlechtzureden und schlechtzumachen, ist unverantwortlich."

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Michael Kretschmer Zersplittert und gespalten: Kretschmer zieht "erschreckende Parallelen" zum Jahr 1933!

Grünen-Fraktionsvorsitzende Franziska Schubert (41) wies DDR-Vergleiche gleichfalls zurück. "Ich kann mir vorstellen, dass sich die drei Koalitionspartner wiedersehen werden in dieser Konstellation."

Man müsse in der Lage sein, sich gegenseitig in die Augen schauen und miteinander verhandeln zu können. "Gegenseitige verbale Vernichtung" sei da der falsche Weg.

Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

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