MDR-Manager Ralf Ludwig als neuer Intendant? Das sagt Haseloff

Magdeburg - Der MDR bekommt in diesem Jahr eine neue Spitze. Für die Wahl am 13. März gibt es einen Kandidaten. Auf den Nachfolger von Karola Wille warten große Aufgaben, meint Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (68, CDU).

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (68, CDU) sieht Ludwig als geeigneten Intendanten für den MDR an.
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (68, CDU) sieht Ludwig als geeigneten Intendanten für den MDR an.  © Ronny Hartmann/dpa

Der 68-Jährige sieht unter den bisher bekannten Bewerbungen auch den vom Verwaltungsrat favorisierten MDR-Manager Ralf Ludwig (54) als grundsätzlich geeigneten Kandidaten für die Leitung des ARD-Senders an.

"Herr Ludwig ist ein Kandidat, der aus dem System kommt und den MDR sehr gut kennt. Er ist zwar bisher nicht journalistisch tätig, aber seit vielen Jahren im operativen Geschäft und kennt dadurch natürlich auch die zu lösenden aufgelaufenen Probleme", sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur.

Haseloff verwies zugleich auf die Zuständigkeit des Rundfunkrats, der am 13. März zur Wahl zusammenkommt. Die zweite Amtszeit von Intendantin Karola Wille endet im Oktober.

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"Für viele Gremienmitglieder ist es wichtig, dass ein Ostdeutscher oder eine Ostdeutsche an der Spitze des MDR die ostdeutschen Interessen bedient", sagte der Regierungschef.

Haseloff über Ludwig: "Wir brauchen Reformen!"

Ralf Ludwig (54) ist derzeit Manager des Senders, will aber künftig auch als Intendant fungieren.
Ralf Ludwig (54) ist derzeit Manager des Senders, will aber künftig auch als Intendant fungieren.  © Kirsten Nijhof/MDR/dpa

Eigentlich dürfe die Herkunft des Intendanten keine Rolle spielen. Realität sei aber, dass diese Frage wieder stark präsent und im Kreise der ARD-Führungsgremien auch relevant sei.

In der Nachfolge von Wille gelte es, die Akzeptanz des öffentlich-rechtlichen Rundfunks im Osten wieder zu stärken. "Viele Ostdeutsche finden sich im öffentlich-rechtlichen Rundfunk derzeit nicht wieder."

Doch es gehe nicht nur um Inhalte und Interessenslagen, die abgebildet werden, sondern auch um die Strukturen und einen transparenten Umgang mit den Ausgaben.

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"Wir brauchen Reformen. Wenn hier nichts geschieht, wird der öffentlich-rechtliche Rundfunk in dieser Form so wahrscheinlich nicht fortleben. Das Vertrauen muss neu gewonnen werden", sagte Haseloff weiter.

Für die Wahl der Nachfolge von Intendantin Wille ist MDR-Verwaltungsdirektor Ludwig der einzige Kandidat. Der Verwaltungsrat der Drei-Länder-Anstalt hatte den 54-Jährigen vorgeschlagen.

Titelfoto: Bildmontage: Kirsten Nijhof/MDR/dpa, Ronny Hartmann/dpa

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