Wahlkreisbüro von Robert Habeck evakuiert: Feuerwehr und Polizei im Einsatz

Flensburg - Das Regionalbüro von Vizekanzler Robert Habeck (54, Bündnis 90/Die Grünen) in Flensburg musste am Samstag geräumt werden.

Die Polizei sperrte die Geschäftstelle von Bündnis 90/Die Grünen in Flensburg am Samstag ab.
Die Polizei sperrte die Geschäftstelle von Bündnis 90/Die Grünen in Flensburg am Samstag ab.  © JOTO

Wie TAG24 von der Feuerwehr Flensburg erfuhr, hatten die Mitarbeitenden der Geschäftsstelle von Bündnis 90/Die Grünen gegen 13.30 Uhr einen verdächtigen Brief erhalten und ihre Bedenken der Polizei gemeldet.

Daraufhin rückten 13 Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr Flensburg mit Schutzanzügen in die Heinrichsstraße aus, um die Situation zu bewerten: "Es konnte nicht ausgeschlossen werden, dass eine konkrete Gefahr von dem Brief ausging", so der Einsatzleiter zu TAG24. Man habe den Gegenstand gesichtet und an ein Labor übergeben, wo er weiter untersucht werde.

Zum genauen Erscheinungsbild des Briefes äußerte sich der Einsatzleiter nicht, jedoch sei davon auszugehen, dass es sich um denselben Absender handle, der bereits im Mai vergangenen Jahres einen Brief mit weißem Pulver an das Wahlkreisbüro adressiert hatte.

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"Wir sind vom Schlimmsten ausgegangen", so der Sprecher weiter. Die Räumlichkeiten der Partei wurden dementsprechend evakuiert und seien bis auf Weiteres gesperrt worden. Alle Flächen, die mit dem Brief in Kontakt gekommen waren, wurden desinfiziert.

Am Nachmittag war am Eingang des evakuierten Gebäudes noch das Flatterband der Polizei angebracht.

War der Brief an Robert Habeck gerichtet?

Robert Habeck (54, Grüne) bekam bereits im Januar den Frust der Landwirte zu spüren.
Robert Habeck (54, Grüne) bekam bereits im Januar den Frust der Landwirte zu spüren.  © Marco Rauch/dpa

Anfang Januar kam es in Nordfriesland zu tumultartigen Szenen, als sich dem Vizekanzler rund hundert Landwirte auf seinem Rückweg von einem privaten Aufenthalt auf der Hallig Hooge in den Weg stellten.

Die Bauern blockierten den Anleger, um auf ihren Frust über die geplanten Kürzungen der Ampel-Koalition im Agrarbereich aufmerksam zu machen. Auf der Fähre hatten sich neben Habeck aber auch viele weitere Fahrgäste befunden, darunter eine Trauergemeinde mit Senioren.

Die Schiffsbesatzung entschied sich dazu, wieder abzulegen, um eine Eskalation zu verhindern.

Titelfoto: JOTO, Marco Rauch/dpa (Bildmontage)

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