Umfrageknall in Thüringen wegen Wagenknecht-Partei: Mehrheit ohne AfD und Linke möglich

Erfurt - Die AfD liegt in Thüringen laut einer aktuellen Umfrage in Führung. Aber mit dem Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) wird das Feld rund neun Monate vor der Landtagswahl durchgeschüttelt.

Ex-Linke-Politikerin Sahra Wagenknecht (54) kommt mit ihrer neu gegründeten Partei sofort auf hohe Zustimmungswerte in den Umfragen.
Ex-Linke-Politikerin Sahra Wagenknecht (54) kommt mit ihrer neu gegründeten Partei sofort auf hohe Zustimmungswerte in den Umfragen.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) erhält in Thüringen laut einer aktuellen INSA-Umfrage 17 Prozent Zustimmung. Mit deutlichem Abstand auf Rang eins liegt aber nach wie vor die AfD mit 31 Prozent, wie aus der am Mittwoch veröffentlichten Erhebung im Auftrag der Funke Medien Thüringen hervorgeht.

Die CDU käme demnach auf 20 Prozent, die regierende Linke von Ministerpräsident Bodo Ramelow (67) erhielte 15 Prozent.

Damit käme die neu gegründete Partei der früheren Linke-Politikerin aus dem Stand auf ähnlich hohe Werte wie die regierende Linkspartei in Thüringen. Da alle Parteien bis auf die Grünen im Vergleich zu einer ähnlichen Umfrage im November 2023 an Zustimmung einbüßten, wäre nun wieder eine Mehrheitsbildung ohne AfD und Linke im Freistaat möglich. Allerdings müssten dafür CDU und BSW gemeinsame Sache machen.

Umfragehammer in Thüringen: AfD baut Vorsprung aus, FDP und Grüne fliegen aus Landtag
Landtagswahl Umfragehammer in Thüringen: AfD baut Vorsprung aus, FDP und Grüne fliegen aus Landtag

Die SPD kommt laut der Umfrage auf sechs Prozent, die Grünen kommen auf fünf Prozent. Die FDP würde mit drei Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern. In Thüringen wird am 1. September ein neuer Landtag gewählt.

Für die INSA-Umfrage wurden zwischen dem 8. und 15. Januar 1000 Thüringerinnen und Thüringer ab 18 Jahren befragt. In der Fragestellung wurde laut den Funke-Blättern das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) nicht explizit als Option genannt.

Titelfoto: Bernd von Jutrczenka/dpa

Mehr zum Thema Landtagswahl: