Er ist wieder da: Donald Trump nach langer Pause mit selber Masche zurück im TV!

New Hampshire - Der letzte Auftritt des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump (76) bei CNN liegt mehr als sieben Jahre zurück. Am Mittwochabend kehrte der erneute Anwärter auf den begehrten Posten im Weißen Haus zur besten Sendezeit zurück auf die Bildschirme der USA und machte genau dort weiter, wo er 2016 aufgehört hatte.

Mit seinen Aussagen in der CNN-Sendung sorgte Donald Trump (76) wieder mal für mächtigen Wirbel. (Archivbild)
Mit seinen Aussagen in der CNN-Sendung sorgte Donald Trump (76) wieder mal für mächtigen Wirbel. (Archivbild)  © Michael Kappeler/dpa

Der Präsidentschaftswahlkampf in den USA nimmt langsam Fahrt auf und es kommt die Zeit der vielen Fernsehauftritte, der Live-Debatten und Kandidaten-Duelle, ehe die Amerikaner am 5. November 2024 an der Wahlurne darüber entscheiden, ob sie einen Demokraten oder einen Republikaner an der Spitze ihres Landes sehen wollen.

Vor größtenteils republikanischer Kulisse stellte sich Trump dem CNN-"Town Hall" und beantwortete sowohl Fragen der Bürger als auch der Moderatorin Kaitlan Collins (31), die er im Verlauf der Sendung noch als "böse Person" bezeichnen sollte.

Doch der Reihe nach. Unter großem Jubel betrat der 76-Jährige die Fernsehbühne und innerhalb der ersten Minuten wurde deutlich, dass sich der umstrittene Ex-Präsident kein Stück geändert hat.

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Den Wahlausgang von 2020 mit anschließendem Kapitol-Sturm durch fanatische Trump-Anhänger bezeichnete der Republikaner wie so oft als manipulierte Wahl. Auch in Bezug auf die Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs reagierte der einen Tag zuvor verurteilte Präsidentschaftskandidat mit derart fragwürdigen Antworten, dass CNN eigens einen "Fakten-Check" parallel zur Sendung bereitstellte.

Beleidigungen als Wahlkampf-Taktik!

Donald Trump kandidiert bereits zum dritten Mal für das Amt als US-Präsident. (Archivbild)
Donald Trump kandidiert bereits zum dritten Mal für das Amt als US-Präsident. (Archivbild)  © Alex Brandon/AP/dpa

Man muss kein Hellseher sein, um zu erahnen, wie diese Überprüfung von Trumps Aussagen ausfiel. "Dieses Statement ist falsch", so das Ergebnis des von Trump selbst als "Fake News" betitelten Mediums CNN in Bezug auf Aussagen über die Ausschreitungen vorm Kapitols am 6. Januar 2021, die hohen Energie-Preise unter der Biden-Administration oder dem Skandal um Geheimdokumente in seinem Privatbesitz.

Doch jeder, der sich an die letzten beiden Wahlkämpfe Trumps erinnert, weiß, dass dieser Mann mit "Fakten" nicht unterzukriegen ist. Obwohl er vom Gericht wegen sexuellen Missbrauchs zu einer hohen Geldstrafe verurteilt worden war, machte sich Trump in der Sendung über das angebliche Opfer, die US-Autorin E. Jean Carroll (79), mit abwertenden Kommentaren lustig und erntete dafür vom Publikum sogar Applaus.

Dass Trump nicht vorhat, sich für seinen dritten Wahlkampf neu zu erfinden, wurde ebenfalls deutlich, als er seine altbekannten Aussagen aus der jüngeren Vergangenheit zum Besten gab. Er als Präsident könne beispielsweise den Krieg in der Ukraine innerhalb eines Tages beenden, so Trump.

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Bereits in seinem ersten TV-Auftritt zeichnete sich die Marsch-Route des weiteren Wahlkampfes ab. Unbeeindruckt von Gerichtsprozessen oder Fakten wird Donald Trump sich als Gegenpol zum Mainstream positionieren und alles attackieren und beleidigen, was sich gegen ihn stellt.

Die Beleidigungen von ihm gegenüber kritischen Personen kristallisierte CNN bereits im Anschluss an die Sendung vom Mittwochabend als besonders auffällige Taktik heraus.

Titelfoto: Michael Kappeler/dpa

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