Peinlicher Merz-Kommentar zum WM-Aus: Schuld ist offenbar jemand anderes

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Von Michael Fischer

Berlin - Der viel kritisierte Kommentar von Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) zum WM-Aus der deutschen Fußball-Nationalmannschaft ist offenbar Ergebnis einer Kommunikationspanne.

Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) will offenbar nicht selbst für den Post verantwortlich sein.
Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) will offenbar nicht selbst für den Post verantwortlich sein.  © Kay Nietfeld/dpa

Bei der Verbreitung der Nachricht auf X habe es einen "Abstimmungsfehler" gegeben, hieß es am Abend aus Regierungskreisen. Das sei "leider sehr ärgerlich". Zuvor hatte der "Tagesspiegel" darüber berichtet.

Das 3:4 der deutschen Mannschaft nach Elfmeterschießen gegen den Außenseiter Paraguay war von Medien als "Trauerspiel", "Blamage" und "Armutszeugnis für Fußball-Deutschland" bezeichnet worden.

Keine halbe Stunde nach Abpfiff lief auf dem offiziellen Kanzler-Account "Bundeskanzler Friedrich Merz" trotzdem ein recht positiver Kommentar.

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"Auch wenn das Ausscheiden schmerzt: Was für ein Spiel", hieß es dort. "Mit eurem Einsatz und Teamgeist bei dieser WM habt ihr unser Land begeistert. Wir sind stolz auf euch."

Die Verbreitung dieser Version war den Angaben zufolge aber ein Versehen.

Friedrich Merz bekommt Gegenwind

Spöttische Kommentare hatten nach der Partie nicht lange auf sich warten lassen. Die Wortkombination "Welches Spiel" trendete rasch auf X. Auch die politische Konkurrenz reagierte mit Häme. "Ich weiß gar nicht, was schlimmer war. Das Spiel oder diese Analyse", schrieb etwa die FDP-Europaabgeordnete Marie-Agnes Strack-Zimmermann. 

Merz sah sich veranlasst, dagegenzuhalten. "Erfolge feiern wir gemeinsam. Und in der Niederlage stehen wir zusammen. Das macht uns stark", konterte er die Kritik auf X. "Wer den Adler auf der Brust trägt, hat unseren Rückhalt verdient und nicht unseren Spott." 

Titelfoto: Montage: Kay Nietfeld/dpa, Screenshot/X/bundeskanzler

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