Keine Löwen mehr in Kleinmachnow: Privathaltung gefährlicher Tiere bald verboten?

Potsdam - Löwin oder Wildschwein, das war im vergangenen Sommer die Frage, die womöglich in naher Zukunft nicht mehr gestellt werden muss, denn wer in Brandenburg einen Löwen oder Tiger zu Hause hält, könnte bald ein Problem bekommen.

Die Jagd nach einer vermeintlichen Löwin hat im vergangenen Juli Berlin und Brandenburg in Atem gehalten. Wohl auch deswegen berät Brandenburg über ein Verbot für die private Haltung gefährlicher Tiere.
Die Jagd nach einer vermeintlichen Löwin hat im vergangenen Juli Berlin und Brandenburg in Atem gehalten. Wohl auch deswegen berät Brandenburg über ein Verbot für die private Haltung gefährlicher Tiere.  © Paul Zinken/dpa

Bei der zweiten Tierschutzkonferenz wollen Ministerpräsident Dietmar Woidke (62, SPD) und Verbraucherschutzministerin Ursula Nonnemacher (66, Grüne) am Mittwoch mit Tierschützern unter anderem über Eckpunkte für die geplante Brandenburger Gefahrtierverordnung sprechen.

Woidke hatte im November angekündigt, dass die private Haltung gefährlicher Tiere grundsätzlich verboten werden soll. Als Beispiele nannte er Großkatzen wie Löwen, Tiger und Leoparden, aber auch Reptilien.

In Berlin gibt es ein solches Verbot bereits für einige wilde und exotische Tiere. Die Suche nach einer vermeintlichen Löwin in Kleinmachnow hatte im vergangenen Sommer weltweit für Aufsehen gesorgt. Das vermeintliche Raubtier war aber keines - es entpuppte sich als Wildschwein.

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Bei der Tierschutzkonferenz geht es nach Angaben der Staatskanzlei auch um eine neue Hundehalterverordnung. Die bisherige Regelung läuft bald aus. Für eine neue Verordnung war eine Änderung der Rasseliste im Gespräch - eine Liste von Hunden, die als gefährlich gelten.

Weiteres Thema ist eine Grundfinanzierung für Tierheime. Der Vorsitzende des Landestierschutzverbandes, Rico Lange, hatte im November auf eine steigende Belastung der Tierheime hingewiesen, weil mehr Tiere als früher dort abgegeben würden.

Titelfoto: Paul Zinken/dpa

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