Gornsdorfer Orgel kriegt wieder Luft

Von Georg Ulrich Dostmann, Martin Gottschling

Gornsdorf - In der Gornsdorfer Villa Weilbach im Erzgebirge wurde in den vergangenen Monaten die Philharmonie-Orgel saniert. Das seltene Musikinstrument kann nun erstmals seit den 1970er-Jahren wieder erklingen.

Villa-Hausherr Kai-Malte Huber-Weilbach setzt eine Notenrolle in die historische Philharmonie-Orgel ein.
Villa-Hausherr Kai-Malte Huber-Weilbach setzt eine Notenrolle in die historische Philharmonie-Orgel ein.  © Erz-Foto/Georg Ulrich Dostmann

Die Firma "M. Welte & Söhne" aus Freiburg stellte im 20. Jahrhundert gerade einmal 33 Philharmonie-Orgeln her.

Das Exemplar im Standesamtsraum der Gornsdorfer Villa (eingebaut 1914) soll das einzige sein, das sich noch am originalen Aufstellungsort befindet. Die Orgel ist, abgesehen von einigen ersetzten Pfeilern, vollständig erhalten geblieben. Es sind noch etwa 80 originale Notenrollen vorhanden.

"Die Orgel war seit Jahrzehnten nicht mehr bespielbar. Unter anderem wurde zum Antrieb der Balganlage Gleichstrom benötigt, der jedoch vor langer Zeit durch Wechselstrom ersetzt wurde", sagt Villa-Hausherr Kai-Malte Hubert-Weilbach.

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Mit Fördermitteln der Deutschen Stiftung Denkmalschutz wurden nun neue Technik und fehlende Pfeifen eingebaut.

In den vergangenen Monaten wurden die Orgelpfeifen gereinigt und repariert sowie fehlende Pfeifen eingebaut.
In den vergangenen Monaten wurden die Orgelpfeifen gereinigt und repariert sowie fehlende Pfeifen eingebaut.  © Erz-Foto/Georg Ulrich Dostmann

Öffentlich vorgeführt wird das Instrument erstmals am 19. Dezember bei einer Weihnachtsmatinee.

Titelfoto: Erz-Foto/Georg Ulrich Dostmann

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