Nach schwerem Brand: Enorme Hilfswelle für Familie im Erzgebirge

Zschorlau - Ein Haus brannte in Zschorlau komplett ab, eine Familie wurde über Nacht obdachlos. Doch das Schicksal meint es im Unglück gut mit ihnen, denn die gesamte Region hilft. Rund 108.000 Euro gingen bisher auf einer Spendenseite im Netz ein.

Nur eine verkohlte Wand blieb vom Wohnhaus in Zschorlau übrig.
Nur eine verkohlte Wand blieb vom Wohnhaus in Zschorlau übrig.  © Niko Mutschmann

Nur eine verkohlte Wand blieb vom Wohnhaus in der Eibenstocker Straße stehen. Nach dem Brand kam die Familie bei Verwandten unter. Die Erzgebirgerin Anne-Kristin Meier-Schöniger (32) setzte spontan einen Spendenaufruf ins Netz.

Rund 108.000 Euro gingen bis zum heutigen Freitagabend ein. Meier-Schöniger ist "komplett sprachlos" nach der "tollen Resonanz". Sie sagt: "Ich habe zum Spenden aufgerufen, weil mir das Leid der Familie nahe ging. Dafür bedanken sich viele."

Unter den 1700 Spendern sind auch Unternehmen wie das Radhaus Aue (500 Euro). Inhaber Michael Schneider (55): "Das Brandopfer ist ein Ex-Kollege. Ich wusste, hier muss ich helfen."

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Die Hilfsbereitschaft ist so groß, dass Bürgermeister Wolfgang Leonhardt (65, CDU) bittet, keine Sachspenden zu leisten. "Es gibt mögliche Wohnungen für die Familie. Ich kümmere mich auch um vorläufige Ausweise."

Acht Feuerwehren mit zwei Drehleitern waren im Einsatz. Nach dem Brand helfen viele Menschen den Opfern.
Acht Feuerwehren mit zwei Drehleitern waren im Einsatz. Nach dem Brand helfen viele Menschen den Opfern.  © Niko Mutschmann
Ein schreckliches Feuer: Vermutlich verdankt die Familie ihr Überleben den erst kürzlich installierten Rauchmeldern.
Ein schreckliches Feuer: Vermutlich verdankt die Familie ihr Überleben den erst kürzlich installierten Rauchmeldern.  © Niko Mutschmann
Kümmert sich aktuell um Wohnungen und Papiere für die ausgebrannte Familie: Bürgermeister Wolfgang Leonhardt (65, CDU).
Kümmert sich aktuell um Wohnungen und Papiere für die ausgebrannte Familie: Bürgermeister Wolfgang Leonhardt (65, CDU).  © Uwe Meinhold

Dass nicht mehr passierte in der Brandnacht, lag wohl an den neuen Brandmeldern. Leonhardt: "Die wurden erst im Haus installiert und retteten der Familie vermutlich das Leben. "

Titelfoto: Niko Mutschmann

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