Oberwiesenthals Bürgermeister Ernst will nicht mehr

Oberwiesenthal - Auf kein Neues! Mirko Ernst (53, FDP), Bürgermeister von Oberwiesenthal, tritt nicht erneut für den höchsten Rathaus-Posten an. Der Politiker hat die Bewerbungsfrist zur Wahl verstreichen lassen. Damit dürfte auch der jahrelange Streit zwischen Mirko Ernst und Nacktrodel-Veranstalter Joachim Nöske (69) ein Ende finden.

Zieht sich aus dem Rathaus zurück: Noch-Bürgermeister Mirko Ernst (53, FDP).
Zieht sich aus dem Rathaus zurück: Noch-Bürgermeister Mirko Ernst (53, FDP).  © Bernd März

14 Jahre lang hatte der selbstständige Diplom-Ingenieur den Rathaus-Sessel inne. Eine erneute Kandidatur für die Bürgermeisterwahl am 26. September wird es nicht geben.

Für TAG24 war Ernst nicht zu erreichen. Der "Freien Presse" sagte er, dass ein "ganzes Sammelsurium" von Gründen den Ausschlag für den Rückzug gegeben hätte.

Nun ist der Weg frei für die beiden anderen Kandidaten Jens Benedict (35, Bürgerbündnis Einz) und Erik Schulze (42, CDU).

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Abseits des Politikalltags sorgte der Dauerstreit zwischen Mirko Ernst und Joachim Nöske für Aufsehen. Der Gastronom und Veranstalter hatte unter anderem für sein Nacktrodel-Event ein Kinder-Porträt von Ernst auf ein freizügiges Foto von Busenwunder Ginger Costello-Wollersheim (35) montiert.

Mirko Ernst (53, FDP) und Joachim Nöske (69, im Foto) sind die wohl bekanntesten Streithähne am Fichtelberg.
Mirko Ernst (53, FDP) und Joachim Nöske (69, im Foto) sind die wohl bekanntesten Streithähne am Fichtelberg.  © Kristin Schmidt

Dagegen hatte der Bürgermeister geklagt. Kommenden November gibt es im Amtsgericht Marienberg deswegen das wohl letzte Wiedersehen der beiden Streithähne. "Ich bin enttäuscht, dass er nicht mehr antritt und mich im Stich lässt. Er war mein bester Werbeträger", sagte Joachim Nöske.

Titelfoto: Bernd März

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