Klimaaktivisten besetzen Hörsäle an bayerischen Universitäten

Regensburg/Erlangen - An den Universitäten Regensburg und Erlangen haben Studierende je einen Hörsaal besetzt.

An der Universität Regensburg haben Studierende einen Hörsaal besetzt, um auf die Folgen des Klimawandels hinzuweisen.
An der Universität Regensburg haben Studierende einen Hörsaal besetzt, um auf die Folgen des Klimawandels hinzuweisen.  © Armin Weigel/dpa

Damit schließen sie sich nach eigenen Angaben weltweiten Protesten an, um für einen effektiven Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit einzutreten.

In Regensburg startete die Aktion am Mittwoch, in Erlangen ist schon seit Dienstag ein Hörsaal besetzt.

In Regensburg wollen die Protestierenden nach Angaben von Vertretern bis Freitag ausharren, in Erlangen mindestens bis Freitag. "Wir sollen in der Uni sitzen und so tun, als wäre alles okay. Aber die Welt, für die wir lernen sollen, hat keine Zukunft", heißt es den offiziellen Angaben nach in einem internationalen Aufruf zu Hochschulprotesten.

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Die Aktionen in Bayern finden zeitlich mit der UN-Klimakonferenz in Ägypten statt.

"Regierungen stehen Profitinteressen und multinationalen Konzernen machtlos gegenüber. Es braucht neue starke und demokratische Lösungen. Wo sollen wir die entwickeln, wenn nicht in Schulen und Universitäten?", sagte ein Student der Uni Regensburg laut Mitteilung zur Protestaktion.

Die Universität Regensburg erklärte am Mittwochabend zu dem Vorgang, man stelle den Aktivisten mit dem Hörsaal bis Freitag eine Plattform zur Verfügung. Universitätspräsident Udo Hebel (66) traf sich vor Ort sogar mit Vertretern der Gruppe.

"Sie tragen Anliegen vor, die im Interesse unser aller Zukunft sind. Diese Themen sind es mehr als wert, dass man sich dafür engagiert und sich mit ihnen identifiziert", erklärte er nach dem entsprechenden Treffen mit den Studierenden.

Titelfoto: Armin Weigel/dpa

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