Söder und Schwesig fordern staatliche Deckelung der Energiepreise

München/Lubmin - Mecklenburg-Vorpommerns Regierungschefin Manuela Schwesig (48, SPD) und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (55, CSU) haben gemeinsam eine staatliche Deckelung bei den Energiepreisen gefordert.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (55) und Mecklenburg-Vorpommerns Regierungschefin Manuela Schwesig (48, SPD) fordern eine Energiepreis-Deckelung.
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (55) und Mecklenburg-Vorpommerns Regierungschefin Manuela Schwesig (48, SPD) fordern eine Energiepreis-Deckelung.  © Stefan Sauer/dpa

Söder verwies auf drastische Preissteigerungen. "Das wird die absolute Armutsfalle in unserem Land", sagte der CSU-Parteichef am Dienstag bei einem Besuch in Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern.

Schwesig sagte: "Unser Land spricht sich ganz klar für eine Energiepreisbremse aus."

Sie schlägt eine Deckelung auf 80 Prozent des Grundbedarfs vor. Diese könnten vom Staat subventioniert werden.

Gasverpuffung in Wohnmobil! Ehepaar erleidet schwere Verletzungen
Bayern Gasverpuffung in Wohnmobil! Ehepaar erleidet schwere Verletzungen

Es sei damit auch ein Sparanreiz gegeben, weil die anderen 20 Prozent zum Marktpreis gekauft werden müssten.

Die Debatte solle über einen möglichst breit aufgestellten Energiegipfel geführt werden, bei dem alle relevanten gesellschaftlichen Kräfte mitreden sollten.

Söder und Schwesig begutachten geplantes Flüssiggas-Terminal in Lubmin

Die beste Möglichkeit, die Preise zu beeinflussen, sei jedoch, genügend Energie zur Verfügung zu stellen, sagte die SPD-Politikerin. Gemeinsam mit Söder hatte sie zuvor den Fortschritt bei dem in Lubmin geplanten Flüssiggas-Terminal begutachtet.

Bayern wolle Personal zur Verfügung stellen, um die Genehmigungsverfahren zu beschleunigen, kündigte Söder an.

Über das Terminal soll in einer ersten Ausbaustufe jährlich über Schiffe angeliefertes Flüssiggas in bis zu 4,5 Milliarden Kubikmeter Erdgas umgewandelt und ins deutsche Fernleitungsnetz eingespeist werden können.

Titelfoto: Stefan Sauer/dpa

Mehr zum Thema Bayern: