Helgoland - Mitten auf der Nordsee: In der Nacht zu Montag mussten die Seenotretter zu einem Offshore-Versorger ausrücken, da ein Seemann dringend medizinische Hilfe brauchte.
Wie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mitteilte, meldete sich der Kapitän des Offshore-Versorgers bei der Rettungsleitstelle See, dem Maritimen Rescue Co-ordination Centre (MMC) Bremen.
Denn an Bord seines Schiffes litt ein Seemann unter einer schweren allergischen Reaktion. Zunächst sollte der Seemann per Hubschrauber gerettet werden, allerdings kam dies es aufgrund der Wetterlage an den möglichen Hubschrauber-Startpunkten nicht infrage.
Schließlich wurde der Seenotrettungskreuzer "Herrmann Marwede" alarmiert, welcher auf der 75 Seemeilen (etwa 135 Kilometer) entfernten Insel Helgoland lag. Außerdem befand sich im Revier des Offshore-Versorgers das Zollschiff "Borkum", dass seine Unterstützung anbot.
An Bord des Schiffes war auch ein Rettungssanitäter, weswegen die "Borkum" den Seemann übernahm und der "Hermann Marwede" entgegenfuhr.
Der Seenotrettungskreuzer lief mit einem freiwilligen Seenotarzt an Bord aus.
Patient kommt ins Inselkrankenhaus
Beide Schiffe trafen sich etwa 50 Seemeilen (90 Kilometer) von Helgoland entfernt. Mithilfe des Tochterbootes der "Borkum" wurde der Patient zum Seenotrettungskreuzer gebracht. Der gesundheitliche Zustand des Mannes war zu diesem Zeitpunkt ernst, jedoch stabil.
An Bord des Seenotrettungskreuzers übernahm der Arzt im Bordhospital die weitere medizinische Versorgung. Gegen 3.30 Uhr wurde der Patient ins Inselkrankenhaus Helgoland gebracht.
Die relativ ruhige See erleichterte laut Angaben der Seenotretter die Übernahme des Patienten.