Niendorf/Wismar/Poel - Wochenlang versuchten Rettungskräfte, einen gestrandeten und zwischendurch wieder befreiten Buckelwal in der Ostsee zurück ins offene Meer zu führen - ohne Erfolg. Fast drei Wochen lag der Ozeanriese vor der Insel Poel, doch am Montag bewegte er sich ein Stück. TAG24 berichtet im Liveticker.
Nachdem der Buckelwal am Montag, dem 23. März, auf einer Sandbank vor Niendorf (Schleswig-Holstein) gestrandet war, scheiterten mehrere Rettungsversuche. Obwohl sich der Ozeanriese zwischenzeitlich doch befreien konnte, strandete er kurz darauf mehrfach vor Wismar (Mecklenburg-Vorpommern). Auch hier konnte er sich lösen.
Das Tier schwamm daraufhin in verschiedene Richtungen, strandete schließlich am 31. März kurz vor der Insel Poel. Erneut versuchten mehrere Boote, ihn zum Schwimmen zu animieren - jedoch ohne Erfolg.
Da der Ozeanriese tagelang an der gleichen Stelle lag, lautete die Expertenmeinung, dass der Wal an dieser höchstwahrscheinlich auch sterben würde. Es folgte jedoch eine erstaunliche Wendung: Eine Privatinitiative wollte den Buckelwal in ihre Obhut nehmen und das Tier befreien!
Am Donnerstag startete die geplante Aktion, die allerdings bis Sonntag nicht wie geplant durchgeführt werden konnte. Am Montagmorgen befreite sich der Buckelwal jedoch selbst und kam einige Zeit später erneut zum Liegen.
20. April, 20.22 Uhr: Buckelwal ist weniger aktiv
Weder ein Schlauchboot der DLRG noch Schwimmer sind derzeit beim Wal im Wasser. Die Einsatzkräfte haben sich zurückgezogen. Das Tier liegt weiterhin in der Nähe der Fahrrinne. Doch er scheint ruhiger geworden zu sein. Timmy zeigt im Gegensatz zum Nachmittag kaum Aktivität.
20. April, 19.35 Uhr: Medizinischer Notfall im Rettungs-Team
Während das Tier am Morgen knapp drei Kilometer zurücklegte, habe es sich in den letzten Augenblicken nochmal knapp 150 Meter bewegt. Sogar Minister Backhaus verkündete, dass er sich später selbst mit einem Nachtsichtgerät auf einem Boot einfinden möchte, um den Wal gegebenenfalls in der Nacht zu begleiten.
Außerdem hat es einen medizinischen Notfall innerhalb des Rettungsteams gegeben. So wurde nach Angaben von NEWS5 eine Tierärztin abtransportiert und in ein Krankenhaus geflogen. Weitere Informationen liegen dazu bislang nicht vor. Fest steht jedoch nur, dass es offenbar keinen direkten Zusammenhang mit der Tierrettung gab.
20. April, 19.17 Uhr: Wal nur noch wenige Meter von Fahrrinne entfernt
Buckelwal Timmy nähert sich der Fahrrinne offenbar immer weiter an und ist nur noch wenige Meter davon entfernt. Ob sich das Tier in Kürze tatsächlich noch einmal freischwimmt, bleibt abzuwarten. Aktuell pustet er riesige Wasserfontänen aus seinem Blasrohr.
20. April, 18.40 Uhr: Timmy bewegt sich offenbar wieder
Der Wal begibt sich in Richtung Fahrwasser, so Chef-Taucher Fred Babbel zu NEWS5. Sollte es tatsächlich der Fall sein, dass es das Tier ins Fahrwasser schafft, "begleiten wir ihn raus in die Ostsee", so der Experte. Das bedeutet: Der Wal schwimmt wieder, bestätigt der Experte. Im Livestream ist allerdings keine Veränderung seiner Position zu erkennen.
"Die Schlepper sind jetzt unterwegs." Diese platzieren sich so, dass der Wal nicht Richtung Wismar, sondern in die Ostsee schwimmen könne. So kommen nun also auch größere Boote zum Einsatz, um Timmy in die richtige Richtung zu lenken, sollte er sich freischwimmen. Außerdem soll der Wal nun die ganze Zeit über begleitet werden, auch in der Nacht.
20. April, 18.11 Uhr: Till Backhaus hat Robert Marc Lehmann nicht erneut eingeladen
Influencer Robert Marc Lehmann (43), der vor allen in den ersten Tagen kurz nach der ersten Wal-Strandung Ende März Teil des Rettungsteams war, wurde von Backhaus nicht nochmal erneut eingeladen, um zu helfen.
Vor wenigen Tagen hatte der YouTuber ein Video mit dem Titel "Die Wahrheit über Wal 'Timmy' und warum er wahrscheinlich sterben muss" hochgeladen, in dem er seine Sicht der Dinge äußert. Der Minister kenne das Video, möchte sich jedoch nicht dasuz äußern.
20. April, 18.05 Uhr: Umweltminister erklärt weitere Maßnahme
Wie an den Tagen zuvor auch, ist Umweltminister Till Backhaus (SPD) ebenfalls vor Ort. "Wir haben unsere Veterinäre in Nachtbereitschaft versetzt. Und auch die Polizei und die Fischereiaufsicht werden die ganze Nacht hier aktiv sein", erklärt der Politiker am frühen Montagabend gegenüber NEWS5.
Auch die weitere Maßnahme stehen nach Angaben des Ministers klar fest: "Er muss jetzt begleitet werden. Wir können davon ausgehen, dass er sich nochmal los macht." So habe sich das Tier für ein paar Stunden offenbar ausgeruht. Jetzt stehe die Frage im Raum, ob der Meeressäuger noch einmal von selbst los schwimmt und auch die richtige Richtung finde.
Der Buckelwal orientiere sich stark an flachen Gewässern, so Backhaus. "Der Ausgang ist unbestimmt. Aber man sieht, er ist aktiv und er will", rechtfertigt er die Rettungsmaßnahmen weiter.
20. April, 17.28 Uhr: Schwimmer sind noch immer am Tier
Seit nun knapp einer Stunde sind die Schwimmer im Wasser direkt am Wal, unter anderem mit Wasser-Scootern. Einige Meter neben dem Tier befindet sich noch immer ein Boot der DLRG mit weiteren Einsatzkräften an Bord. Bislang ist immer noch nicht ganz klar, ob die Helfer dem Tier womöglich einen GPS-Sender verpassen, oder ob sie erneut versuchen, den Wal zum Schwimmen zu bringen.
20. April, 16.39 Uhr: Polizei passt Sperrzone an
Wegen der neuen Position des Buckelwals haben die Behörden die zum Schutz des Tieres eingerichtete Sperrzone angepasst. "Die aktualisierte Verfügung tritt am 20. April 2026 um 15 Uhr in Kraft", teilte die Polizei mit. Die Sperrzone war früheren Angaben zufolge eingerichtet worden, um dem großen Tier Ruhe zu geben.
Die Regel sieht vor: Innerhalb eines Radius von 500 Metern dürfen demnach keine unbefugten Boote fahren oder sich unbefugte Menschen auf dem Wasser aufhalten. Auch Drohnenüberflüge sind nicht gestattet. Ausnahmen gelten etwa für Menschen, die für das Tier im Einsatz sind. Als Referenzposition gibt die Wasserschutzpolizei einen Punkt am Ausgang des Kirchsees in die Wismarbucht an, neben der dortigen Fahrrinne.
20. April, 16.18 Uhr: Zwei Personen im Wasser
Ein Boot der DLRG ist nun direkt am Wal. Zudem befinden sich zwei Personen neben Timmy im Wassern. Was genau die Einsatzkräfte dort vorhaben, ist nicht ganz klar. Möglicherweise bringen sie gerade einen GPS-Sender am Tier an, um den Wal tracken zu können.
20. April, 16.09 Uhr: Meeresbiologe plädiert dafür, den Wal in Ruhe zu lassen
Walforscher und Meeresbiologe Fabian Ritter sieht die Rettungsaktion eher kritisch. Der Wal habe sich nach dem Start am Morgen unnatürlich bewegt, so der Experte zu dpa. Grund dafür könne zwar die geringe Wassertiefe gewesen sein. "Es kann aber auch daran gelegen haben, dass er Schmerzen hat oder eine Verletzung und auch daran, dass er eben 20 Tage lang lag."
Er plädiert dafür, das Tier nun endgültig in Ruhe zu lassen. "Dieser Wal macht, was er will. Er ist nicht zu kontrollieren und wir müssen jetzt endgültig einsehen, dass es für uns nicht möglich ist, diesen Wal aktiv zu retten", sagte der Meeresbiologe. "Wir sollten ihm im Moment nur den größten Gefallen tun, indem wir ihn sein lassen." Entweder finde er wieder zu Kräften und die Schädigungen seien nicht so groß, so dass er ohne Zutun den erneuten Aufbruch schaffe. "Oder er ist halt auf dem Weg zu seinem Lebensende. Das müssen wir einfach jetzt akzeptieren."
Auch Ritter geht davon aus, dass der Wal die ruhende Position im flachen Wasser immer wieder einnimmt, "weil er sich das Leben erleichtern will". Zum Zustand des Tieres sagte Ritter, der Wal habe weiterhin noch Reserven - es sei für einen Buckelwal ohne Weiteres möglich, ein paar Wochen ohne Nahrung auszukommen.
20. April, 15.38 Uhr: Viele Fragen sind weiter offen
Immer wieder nähern sich Schlauchboote der Helfer sowie ein Polizeiboot dem Tier. Ein Statement der Einsatzkräfte zum aktuellen Stand oder weiteren geplanten Maßnahmen gab es bislang nicht. So ist aktuell unklar, weshalb beispielsweise die bereitgestellten Pontons derzeit noch nicht zum Einsatz kommen.
Der ursprüngliche Plan der Initiative sah vor, dass der Wal auf einer Plane zwischen Pontons in Richtung Nordsee transportiert werden sollte. Diese Maßnahme wurde bislang jedoch noch nicht umgesetzt, da sich das Tier am Montagmorgen zunächst selbstständig freischwamm.
20. April, 15.06 Uhr: Position des Wals seit mehreren Stunden unverändert
Die Position des Wals ist unverändert. Das Tier hält sich noch immer am Übergang des Kirchsees zur Wismarbucht auf, die ihn letztlich in die Ostsee führen könnte.
Das Fahrwasser im Kirchsee ist nach Aussage eines Sprechers des Ministeriums etwa zweieinhalb bis drei Meter tief. Ansonsten sei die Bucht etwa zwischen 90 und 110 Zentimeter tief. Deutlich tiefer ist seinen Angaben nach das Fahrwasser der sich anschließenden Wismarbucht mit mehr als neun Metern. Doch auch dann ist der Wal noch nicht wieder in seinem natürlichen Lebensraum: Timmy müsste wieder zurück in die Nordsee und dann weiter in den Atlantik gelangen.
20. April, 14.19 Uhr: Einsatzkräfte animieren Timmy weiterhin zum Schwimmen
Weiterhin versuchen Einsatzkräfte das Tier zum Schwimmen zu animieren. Immer wieder nähern sich diese dafür dem Buckelwal mit Booten. Aufgrund des sinkenden Wasserstands drängt sie Zeit. Zwar hat sich Timmy im Wasser seit mehreren Stunden noch nicht vom Fleck beweget. Dennoch scheint er aktiv zu sein. Immer wieder pustet er Wasser aus seinem Blasrohr.
20. April, 13.28 Uhr: Meeresbiologe drängt wegen Vorhersage zur Eile
Der Meeresbiologe Boris Culik drängt zur Eile. Da der Wasserstand am morgigen Dienstag um 50 Zentimeter sinken soll, hätten die Retter nur wenige Stunden Zeit, den Wal zu mobilisieren.
Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur betonte Culik: "Wenn er jetzt gemütlich mit dem Bauch auf einer Sandbank liegt und oben guckt das Blasloch raus, alles gut. Aber wenn dann 50 Zentimeter weniger Wasser da sind, dann entwickelt er ein unheimliches Gewicht, das dann auf seinen inneren Organen lastet. Er hat ein ganz schwaches Skelett im Vergleich zu uns."
Ein Wal werde komplett vom Wasser getragen, entsprechend werde es "höchste Zeit", ihn vom Weiterschwimmen zu überzeugen, so der Meeresbiologe.
20. April, 13.17 Uhr: Einsatzkräfte versuchen, den Wal zu motivieren
Aktuell versuchen die Einsatzkräfte, den Wal zum Weiterschwimmen zu motivieren. Sie fahren immer wieder mit einzelnen Booten in seine Nähe.
Bisher hat sich der Ozeanriese aber nicht von seinem Rastplatz entfernt.
20. April, 12.40 Uhr: Retter spricht von 50 Prozent Überlebenschance
Der an den Rettungsmaßnahmen beteiligte Umweltschützer Sergio Bambaren (65) schrieb am Vormittag in einem Instagram-Post, dass die Überlebenschancen des Wals bei 50:50 stünden.
Das Tier wirke ruhig und mache einen guten Eindruck, versicherte der Peruaner. Das Ziel sei, den Buckelwal an einen sichereren Ort zu führen und im weiteren Verlauf ins offene Meer.
Allerdings müssten die Einsatzkräfte unter sehr schlechten Wetterbedingungen arbeiten, gab Bambaren zu bedenken.
20. April, 12.18 Uhr: Wal könnte losschwimmen, wenn er wollte
Umweltminister Till Backhaus hat in einem Statement vor Ort die erste Einschätzung bestätigt, dass das Tier nicht erneut gestrandet sei. Es liege minimal auf, könnte aber aus eigenem Antrieb losschwimmen. Offensichtlich mache der Wal tatsächlich eine Pause, erklärte der Politiker.
Ein Problem könne allerdings der nun wieder sinkende Wasserstand sein. Deshalb sei der zuständigen Rettungsinitiative empfohlen worden, den Wal "minimalinvasiv" zum Schwimmen zu motivieren.
Ob die eigentlich geplante Aktion mit den Pontons weiterhin eine Option sei, müsse im weiteren Verlauf durch die Retter geklärt werden, so Backhaus.
20. April, 11.40 Uhr: Lage vor Ort unverändert
Die Lage vor Ort ist mittlerweile seit mehr als zwei Stunden unverändert. Der Wal befindet sich weiterhin am Ende der Bucht.
Hin und wieder kommen Schlauchboote in seine Nähe - vermutlich wollen die Einsatzkräfte laufend den Zustand des Tieres überprüfen.
20. April, 10.59 Uhr: Ministerium geht nicht von erneuter Strandung aus
Gute Nachrichten: Das Umweltministerium geht Stand jetzt nicht von einer erneuten Strandung des Buckelwals aus. Die Helfer auf den Begleitbooten glaubten demnach, dass sich das Tier frei bewegen könne, erklärte eine Sprecherin.
Womöglich mache der Wal nach dem Kraftakt am Morgen lediglich eine Pause.
20. April, 10.47 Uhr: Greenpeace spricht von "Megastress" für den Wal
Ein Sprecher der Umweltorganisation Greenpeace bezeichnete die aktuelle Situation für den Buckelwal als "Megastress".
Das Tier sei geschwächt und nun dem Lärm der Boote ausgesetzt, erläuterte der Sprecher.
20. April, 10.16 Uhr: Schleswig-Holstein zeitnah wieder zuständig?
Sollte sich der Buckelwal wieder aufmachen und aus der Bucht herauskommen, würde nach nicht allzu langer Zeit die Zuständigkeit wechseln.
Sobald das Tier wieder in schleswig-holsteinischen Gewässern schwimme, seien auch wieder die Behörden des nördlichsten Bundeslandes zuständig.
Laut Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Backhaus seien bereits entsprechende Vorbereitungen getroffen worden.
20. April, 9.56 Uhr: Wal soll zeitnah mit GPS-Sender versehen werden
Umweltminister Till Backhaus erklärte gegenüber NEWS5, dass die Hauptverantwortung weiter bei der Rettungsinitiative liege. Das Ministerium begleite und unterstütze die Maßnahmen aber fortlaufend.
Der Politiker betonte zudem, dass der Wal zeitnah mit einem GPS-Sender versehen werden soll. "Damit wir ihn gezielt weiter begleiten können", erläuterte Backhaus.
20. April, 9.45 Uhr: Wal "Timmy" bewegt sich nicht von der Stelle
Seit einer guten halben Stunde hat sich der Buckelwal nicht mehr wirklich von der Stelle bewegt. Ob er nur eine Pause macht oder erneut gestrandet ist, ist noch unklar.
Die Begleitboote haben erst mal ein wenig Abstand genommen.
20. April, 9.30 Uhr: Buckelwal muss durch ein Nadelöhr schwimmen
Wenn der Buckelwal die Bucht verlassen will, muss er durch eine Art Nadelöhr schwimmen.
Nur in der Fahrrinne der Schiffe kann er es schaffen, diese ist jedoch sehr schmal. Am Ausgang der Bucht liegt zudem eine größere Sandbank - hohe Strandungsgefahr!
20. April, 9.17 Uhr: Ist "Timmy" etwa erneut gestrandet?
Ist "Timmy" etwa erneut gestrandet? Seit einigen Minuten hat sich der Wal nicht mehr von der Stelle bewegt.
Die DLRG-Boote sind unmittelbar in seiner Nähe und umkreisen ihn.
20. April, 9.07 Uhr: Buckelwal auf dem richtigen Kurs
Das sieht gut aus! Das Guiding durch die Begleitboote scheint zu funktionieren. Buckelwal "Timmy" bewegt sich immer weiter in Richtung Ausgang der Bucht.
Zeitnah muss der Ozeanriese nach rechts abbiegen, um den Weg in die offene Ostsee zu finden.
20. April, 8.58 Uhr: Initiator der Rettungsaktion nicht glücklich
MediaMarkt-Mitgründer Walter Gunz hat sich trotz der Befreiung des Buckelwals nicht erfreut gezeigt. Der Initiator der eigentlich geplanten Rettungsaktion monierte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur erneut, dass sich die Maßnahmen um zwei Tage verzögert hätten. "Und jetzt ist das aus der Bahn gelaufen alles."
Man könne jetzt "nur hoffen, dass die Begleitung gelingt", erklärte der Unternehmer.
20. April, 8.40 Uhr: Wal hat die Richtung gewechselt
Den Einsatzkräften ist es gelungen, den Wal von einer Kurskorrektur zu überzeugen - inzwischen schwimmt der Ozeanriese in die richtige Richtung, weg vom Hafen.
Derzeit wird das Tier von gleich vier DLRG-Booten eng begleitet.
20. April, 8.29 Uhr: Umweltminister spricht von "Glücksmoment"
Umweltminister Till Backhaus sprach nach der Befreiung vor Ort gegenüber Medien von einem "Glücksmoment". Er sei sofort informiert worden, als sich der Wal aufgemacht habe.
"Wir haben jetzt eine Chance, dass wir ihn begleiten können. Aber die Mission ist noch nicht zu Ende", erklärte der Politiker. Sechs Boote der DLRG seien auf dem Wasser, weitere seien nachgeordert worden.
Vonseiten des Ministeriums seien alle Maßnahmen geduldet, um das Tier aufs offene Meer zu guiden, betonte Backhaus.
20. April, 8.07 Uhr: Einsatzkräfte versuchen Buckelwal zu guiden
Die Begleitboote versuchen alles, um den Buckelwal vom Schwimmen in Richtung Hafen abzuhalten.
Zwei Schlauchboote haben sich dem Tier in den Weg gestellt.
20. April, 7.53 Uhr: Wal schwimmt in die falsche Richtung
Anhand der Position der "Uecker", die über die Seite "Vesselfinder" nachverfolgt werden kann, wird deutlich, dass der Wal aktuell in die falsche Richtung schwimmt!
Anstatt in Richtung offenes Meer ist er in Richtung Hafen unterwegs.
20. April, 7.40 Uhr: Wal schwimmt ziemlich nahe am Ufer
Mittlerweile haben das Polizeiboot "Uecker" und mehrere Schlauchboote die Verfolgung des Wals aufgenommen.
Der Ozeanriese schwimmt ziemlich nahe am Ufer.
20. April, 7.25 Uhr: Buckelwal scheint den richtigen Weg zu suchen
Der Wal scheint den richtigen Weg zu suchen! Aktuell irrt er ein wenig ziellos vor der Insel Poel herum, bewegt sich dabei nicht allzu schnell.
Die DLRG-Boote, die bereitstehen sollten, um das Tier zu guiden, sind bisher noch nicht zu sehen.
20. April, 7.10 Uhr: Buckelwal "Timmy" schwimmt!
Und plötzlich doch die Wendung! Um kurz nach 7 Uhr zeigte der Buckelwal auf einmal mächtig Aktivität. Zunächst drehte er sich einmal um die eigene Achse, ehe er sich endgültig befreite und losschwamm!
Ob die DLRG-Boote vor Ort sind, um das Tier nun zu guiden, ist noch offen.
20. April, 6.46 Uhr: Gestrandeter Wal liegt weiter vor der Insel Poel
Die Hoffnungen, der Wal könne sich dank des steigenden Wasserspiegels in der Nacht selbst befreien und losschwimmen, haben sich nicht bewahrheitet.
Wie im Livestream zu sehen ist, liegt der Ozeanriese am Morgen noch immer vor der Insel Poel.
Ob der Rettungsversuch angesichts der schwierigen Wetterbedingungen am Montag fortgesetzt werden kann, ist noch unklar.
19. April, 19.08 Uhr: Gunz sieht Rettungsversuch wieder bei Stunde null
Einen Versuch zur Rettung des in Mecklenburg-Vorpommern gestrandeten Wals wird es am Sonntag nicht mehr geben.
"Wir können ja nicht", sagte MediaMarkt-Mitgründer Walter Gunz. Dem Team seien die Hände gebunden. Er begründete dies mit dem gestiegenen Wasserpegel, der ein Anbringen der Pontons und ein Begleiten des Wals unmöglich mache.
Gunz sieht den derzeit laufenden Rettungsversuch vor Poel wieder bei Stunde null. "Gestern hätten wir die richtige Wasserhöhe noch gehabt", sagte er. "Heute haben wir plötzlich 70 Zentimeter mehr." Das sei eine ganz andere Situation. Der Wal registriere vollumfänglich, dass er völlig frei sei. Daher sei die Frage, "ob sich dieser Wal noch geleiten lässt".
Das lang erdachte Konzept sei so nicht durchzusetzen. "Jetzt sind wir quasi irgendwo bei Stunde null." Gunz beklagte zugleich Verzögerungen durch Bürokratie, "die uns eineinhalb bis zwei Tage zurückgeworfen haben". "Jetzt brauchen wir ein Wunder", sagte Gunz.
19. April, 18.25 Uhr: Baggerarbeiten dauern an
Auch am Nachmittag bis in die frühen Abendstunden hinein gehen die Vorbereitungen der Rettungsaktion um den Wal weiter.
Im Livestream von NEWS5 ist zu sehen, wie mit dem Bagger weiter von der Fahrrinne aus gearbeitet wird. Immer wieder sind auch Boote der DLRG in der Nähe des Wals zu sehen.
Ob heute noch weitere Maßnahmen passieren, um den Wal gegebenenfalls anzuheben, ist unklar. Allerdings werden die Wetterbedingungen vor Ort immer schwieriger.
Die Wellen sollen laut TAG24-Informationen heute noch bis zu zwei Meter hoch werden und auch der Wind nimmt weiter zu.
19. April, 16.31 Uhr: Umweltminister lobt Initiative
Umweltminister Till Backhaus äußert sich zur aktuellen Rettungsaktion. Die Zusammenarbeit würde seit Samstag besser laufen.
Backhaus bestätigte, dass es dem Wal den Umständen entsprechend gut gehe. "Ich bin der Initiative dankbar, dass sie sich engagieren", so Backhaus.
Die Rolle des Umweltministeriums bestehe darin, die Rettungsaktion zu begleiten, Hinweise zu geben und zu überwachen. Die Verantwortung des Tieres liege allerdings nicht mehr bei ihnen.
Der Umweltminister hofft, dass die Wetterumstände das schönste Szenario fördern würden und dass sich der Wal von selbst freischwimmt. "Der Wal lebt, er ist aktiv, er vokalisiert, er aktiviert sich immer wieder." So bewege er die Flipper, wie die Brustflossen auch genannt werden. Das deute nicht darauf hin, dass er bald sterbe.
Auch ob ein GPS-Sender am Wal befestigt werden kann, werde derzeit überprüft, um ihn im Fall eines Freischwimmens orten zu können.
19. April, 15.55 Uhr: Wetterbedingungen verändern sich – Plan B ist vorbereitet
Jeder möchte, dass die Rettungsaktion noch schneller gehe, doch momentan müsse auch auf die veränderten Witterungsbedingungen eingegangen werden, hieß es von den Initiatoren.
Der Wasserpegel würde in den nächsten Stunden weiter ansteigen. Auch der Wind nehme zu, was zu mehr Beweglichkeit beim Wal führen könnte.
Dadurch würde die Möglichkeit bestehen, dass der Wal von alleine losschwimmen könnte. Momentan wäre noch alles möglich. Täglich stünden lange Besprechungen an. Seit heute sei der Plan B aktiviert.
"Das bedeutet, falls der Wal durch die veränderten Witterungsbedingungen von alleine losschwimmt, stehen DLRG-Boote auf Standby, um ihn bis in die Nordsee, im besten Fall bis in den Atlantik, zu begleiten", so die leitende Tierärztin Janine Bahr-van Gemmert.
19. April, 15.45 Uhr: Initiatoren können keinen Zeitplan bekannt geben
Die Initiatoren melden sich aus Kirchdorf zu Wort. Das Team erklärte: "Wir gehen bis an die Grenzen unserer Leistungsfähigkeiten heran, doch unsere Arbeit ist noch nicht zu Ende."
Immer wieder würden auch Gespräche im Hintergrund laufen. "Wir sind auf einem sehr guten Weg", so die Rechtsanwältin Constanze von der Meden. Die Saugarbeiten kämen gut voran. Von der Fahrrinne aus wird zum Wal hin gebaggert, sodass der Wal noch nicht so beeinträchtigt werde.
Der Buckelwal habe tolle Reaktionen in den Morgenstunden gezeigt. Alle drei Tierärzte waren draußen und haben den Wal untersucht. Das Tier atmete deutlich tiefer ein. Außerdem sei der Atem des Wals freier. Durch die entstandene Kuhle und den angestiegenen Wasserstand habe sich der Wal bereits bewegt.
"Er will nach draußen, er will frei sein. Wir sind uns einig, er hat die Chance verdient, draußen weiterzuleben", so die Tierärztin Janine Bahr-van Gemmert.
Zudem sei der Buckelwal empathisch und reagiere auf die Saugroboter nicht aufgeregter als auf das Einsatzteam. Laut dem Rettungsteam merke das Tier, dass sie ihm helfen wollen. Einen konkreten Zeitplan konnten die Helfer nicht nennen.
19. April, 15.23 Uhr: Umweltminister lädt zu eigener Pressekonferenz
Nachdem gemunkelt worden war, dass auch Umweltminister Till Backhaus beim Statement der Retter das Wort ergreifen könnte, steht nun fest: Der Politiker wird sprechen, aber nicht bei dieser Gelegenheit.
Stattdessen lädt Backhaus für 16 Uhr zu einer Pressekonferenz an einem anderen Ort ein. Er wolle "häufig gestellte Fragen, die die Rolle des Landes betreffen, beantworten", hieß es in einer Mitteilung des Ministeriums.
19. April, 14.36 Uhr: Saug-Bagger im Einsatz, Statement angekündigt
Der Saug-Bagger auf der schwimmenden Plattform ist seit dem Morgen in einiger Entfernung zum Wal im Einsatz, um Schlick zu entfernen und den Weg für den Ozeanriesen frei zu machen. Auch zwei Schwimmer, die seit Stunden im Wasser sind, sind an den Arbeiten beteiligt.
Die Initiatoren haben für circa 15.45 Uhr ein weiteres Presse-Statement vor Ort angekündigt. Tierärztin Janine Bahr-van Gemmert und die Rechtsanwältin Constanze von der Meden sollen sich demnach äußern.
19. April, 13.59 Uhr: Rettung des Wals könnte auch im Dunkeln stattfinden
Wie Initiator Walter Gunz (80) der Deutschen Presse-Agentur sagte, könnte der Transport des Wals auch spätabends oder nachts stattfinden. Es spiele nach seinen Kenntnissen keine Rolle, ob es hell oder dunkel sei.
"Tatsache ist, dass wir einen Tag verloren haben durch unsägliche bürokratische Maßnahmen", so der MediaMarkt-Gründer. Es gehe jetzt darum, möglichst schnell voranzukommen und keine Zeit mehr zu verlieren.
Zum Zustand des Tieres äußerte sich Gunz positiv. "Man hat den Eindruck, dass der Wal aufgrund seiner Empathie erkennt, dass man ihm Gutes will und dass die Kraft ausreicht", erklärte der Unternehmer.
19. April, 13.03 Uhr: Seemann sicher: "Wir werden einen Weg finden"
Der Rettungsschlepper ist da! Die "Robin Hood" ist mittlerweile vor Ort eingetroffen. Der Steuermann des Schiffes gab gegenüber NEWS5 Einblick in das geplante Vorhaben.
Demnach werde das Schiff während des "Abschleppens" des Wals nicht mehr als zehn Kilometer pro Stunde zurücklegen können. Da es sich am Ende um ein Wildtier handele, sei "unberechenbar, was passiert", betonte der Seemann.
Ein Problem könne das bescheidene Wetter werden. Möglicherweise müsse auf Besserung gewartet werden. Aber: "Wir werden einen Weg finden", so der Steuermann.
19. April, 12.14 Uhr: Schlepper soll zeitnah vor Ort eintreffen
Wie ein NEWS5-Reporter vor Ort berichtet, berate sich derzeit noch mal ein Team aus Tierärzten zu den geplanten Maßnahmen. Die Rettung sei weiter für den heutigen Tag angesetzt, auch wenn der genaue Zeitplan weiter unklar sei.
Mittlerweile stehe auch fest, welcher Schlepper die Konstruktion samt Wal am Ende aufs offene Meer ziehen soll. Die "Robin Hood" werde demnach zeitnah eintreffen und für die Aktion vorbereitet.
19. April, 10.55 Uhr: Wal entscheidet, ob die Rettung starten kann
Ob die Aktion am Sonntag so richtig starten kann, entscheidet der Wal selbst.
Wie ein Mitglied des Rettungsteams gegenüber der Deutschen Presse-Agentur mitteilte, soll die für den Transport notwendige Plane an das Tier herangeführt werden. Anschließend müsse man schauen, wie der Buckelwal darauf reagiere.
19. April, 10.21 Uhr: Bagger hat seine Arbeit wieder aufgenommen
Der Bagger hat inzwischen wieder seine Arbeit aufgenommen und ist dabei, den Schlick in einiger Entfernung des Tieres abzusaugen. Aktuell halten die Arbeiter aber noch Abstand zum Tier.
Die DLRG ist mittlerweile auch mit mehreren Schlauchbooten auf dem Wasser, um bei etwaigen Zwischenfällen schnell eingreifen zu können.
19. April, 9.54 Uhr: Schwimmende Plattform samt Bagger auf dem Wasser
Zwar ist mittlerweile die schwimmende Plattform samt Bagger und Arbeitern an Bord auf dem Wasser, die geplante Rettung des Wals verzögert sich aber weiter.
Nach TAG24-Informationen sollte die Aktion eigentlich gegen 9 Uhr starten, so richtig vorwärts geht es vor Ort aber noch nicht.
19. April, 9.11 Uhr: DLRG-Boot nähert sich Buckelwal "Timmy"
Vor einigen Minuten war ein Boot der DLRG mit einigen Personen an Bord in der Nähe des Buckelwals. Offenbar wollten sich die Kräfte einen Überblick über seinen Zustand machen.
Darüber hinaus ist es vor Ort weiterhin ruhig. Etwaige Rettungsmaßnahmen haben noch nicht begonnen.
19. April, 7.53 Uhr: Gestrandeter Buckelwal liegt weiterhin an Ort und Stelle
Buckelwal "Timmy" liegt auch am Sonntagmorgen noch vor der Insel Poel. Im Livestream ist sein mit lindernder Zinksalbe eingeriebener weißer Rücken zu sehen, der aus dem Wasser ragt.
In der Nacht und am frühen Morgen zeigte er Aktivität, bewegte unter anderem seine Schwanzflosse hin und wieder stark.
Im Hafen ist es noch ruhig. Die DLRG und die Polizei sind aber bereits vor Ort.
18. April, 17.53 Uhr: Wohl kein Transport mehr am Samstag
Laut Tierärztin Janin Bahr-van Gemmert wird der geplante Transport Timmys mithilfe von Pontons wohl nicht mehr am Samstag stattfinden. "Heute wird er nicht mehr transportiert, das können wir sagen."
Näheres wollte die Medizinerin nicht sagen. Intern gibt es aber wohl durchaus einen Zeitplan. "Wir sind jetzt gut dabei", erklärte sie, auch wenn sie gestand: "Wir wären gerne noch schneller."
18. April, 17.44 Uhr: Ozeanriese Timmy hat laut Tierärztin "reelle Chance" zu Überleben
Tierärztin Janine Bahr-van Gemmert verteidigt den Rettungseinsatz der privaten Initiative trotz Kritik. Timmy habe eine reelle Chance zu Überleben. "Wir sind zum Wohle des Wals da. Wir machen das Beste für den Wal. Er versucht, sich da raus zu kämpfen. Er hat eine super Aktivität."
Am Samstag habe man versucht, in das Maul des Tieres zu schauen - bislang allerdings ohne Ergebnis. "Wir versuchen, wenn da etwas ist, das rauszuholen", so Bahn-van Gemmert, die ergänzt: "Das Wichtigste ist. Wir müssen ihn da rausholen."
Zum Zeitplan will sie keine Auskünfte geben, sondern sagt nur: "Es gibt einen Plan, wir sind gut dabei."
18. April, 17.19 Uhr: Haut von Timmy wird weiter behandelt
Timmys Haut wird auch am Samstag weiterhin behandelt: Auf Bildern vom Ort des Geschehens ist zu sehen, wie fast der gesamte Körper des Ozeanriesen mit nassen Laken bedeckt ist, um die kranke Haut zu versorgen.
Die Tücher sind nicht nur in Salzwasser getränkt, sondern zudem auch mit entzündungshemmender Zinksalbe bestrichen, wie die leitenden Tierärztin Janine Bahr-van Gemmer am Freitag erklärte.
18. April, 16.15 Uhr: Darum zieht sich der Rettungsversuch in die Länge
Der Rettungsversuch des in der Ostsee gestrandeten Buckelwals zieht sich weiter in die Länge. Seit drei Tagen laufen die Arbeiten einer privaten Initiative, die das Tier lebend zurück ins offene Meer transportieren möchte.
Details zum Fortschritt nannten die beiden Geldgeber der Aktion, Mediamarkt-Gründer Walter Gunz und Unternehmerin Karin Walter-Mommert, am Samstag zunächst nicht – auch damit das Team in Ruhe arbeiten kann. Er könne nicht ständig vor Ort anrufen, das würde zu viel Unruhe in die Aktion bringen, so Gunz.
Walter-Mommert sagte der dpa: "Glauben Sie mir, wir müssen unserem Team im Moment den Rücken freihalten, damit die in Ruhe arbeiten können." Sie verwies auf nach ihrer Aussage aufwendige Abstimmungen mit den zuständigen Behörden. Das sorge intern für viel Arbeit.
18. April, 15.26 Uhr: Hat die Unterspülung begonnen?
Der Bagger soll mithilfe einer aufgesetzten Saugglocke mit der Unterspülung des Wales begonnen haben. Dies geht zumindest aus den Live-Aufnahmen vom Einsatzort hervor. Gesicherte Informationen liegen hierzu bislang nicht vor.
Zwischenzeitlich sollen Helfer zudem versucht haben, den Wal dazu zu bewegen, sein Maul zu öffnen, um mögliche Reste des eingesetzten Netzes zu überprüfen. Es wurde vermutet, dass sich Teile davon noch im Schlund befinden könnten und dadurch die Nahrungsaufnahme beeinträchtigt sein könnte. Auch diese Angaben sind bislang nicht offiziell vom Einsatzteam bestätigt worden.
18. April, 14.30 Uhr: Würden wir auch einen Hai retten?
Die große Aufmerksamkeit für den Wal erklärt Schlögl-Flierl auch mit einem gesellschaftlichen Bedürfnis nach Handlungsmöglichkeiten in Krisenzeiten: "Es lässt uns das Gefühl geben, hier noch etwas machen zu können, etwas tun zu können", während andere große Krisen oft ein "Ohnmachtsgefühl" auslösten.
Zugleich verweist sie auf eine Widersprüchlichkeit im menschlichen Umgang mit Tieren und stellt eine grundlegende Frage: "Hätten wir dasselbe für einen Hai getan?"
"Es ist schon interessant, was es über uns als Menschen aussagt, dass wir den Wal so niedlich finden, dass wir alles dafür tun. Bei anderen Arten würden wir sagen, das interessiert uns nicht", so die Ethikerin. "Wir sind als Menschen doch sehr selektiv, mit wem wir Verbundenheit herstellen."
18. April, 14.20 Uhr: Was sagt der Ethikrat zu Timmy?
Prof. Dr. Kerstin Schlögl-Flierl (50) vom Ethikrat beschreibt den laufenden Rettungsversuch für den Wal in einem Interview mit NEWS5 als ethisch komplexe Abwägung. Dabei komme auch der menschlichen Verantwortung eine zentrale Rolle zu: "Der menschliche Eingriff in die Natur ist so stark, wir sind so invasiv, dass wir immer mehr moralische Verantwortung tragen, auch solche Arten zu retten."
Zugleich betont sie, dass es keine einfache Antwort darauf gebe, wie weit eine Rettung gehen sollte: "Ich würde immer sagen, maximal viel für das Tier, aber auch nicht unverhältnismäßig für den Menschen. Also es ist eine Abwägungsfrage." Entsprechende Entscheidungen müssten immer wieder neu getroffen werden.
Auch die große emotionale Anteilnahme in der Öffentlichkeit spiele eine Rolle. Gleichzeitig rät Schlögl-Flierl sich bei der Bewertung vor allem an fachlicher Expertise zu orientieren: "Ich würde immer die Meeresforscher, die sich mit den Walen auskennen, fragen, weil die können es am besten beurteilen."
18. April, 13.30 Uhr: Initiator: "Es läuft soweit ganz gut"
Über den erneuten Rettungsversuch ist weiter wenig bekannt. Die Initiatoren halten sich bewusst mit Details zum aktuellen Stand zurück. Das Team solle ungestört arbeiten können, hieß es. "Es läuft eigentlich soweit ganz gut", sagte der MediaMarkt-Gründer Walter Gunz am Samstag der Deutschen-Presse-Agentur. Zugleich betonte er, man wolle durch häufige Nachfragen keine Unruhe in die Aktion bringen.
Auch Mitinitiatorin Karin Walter-Mommert unterstrich, wie wichtig es sei, dem Team den Rücken freizuhalten. Gleichzeitig verwies sie auf aufwendige Abstimmungen mit den Behörden. So müsse etwa das Auftragen von Tüchern mit Zinksalbe zur Behandlung der Hautprobleme des Wals täglich neu genehmigt werden.
Nach Angaben des Schweriner Umweltministeriums bemühen sich die Behörden um schnelle Lösungen. Für die aus Hawaii angereiste Tierärztin Jenna Wallace wurde demnach kurzfristig eine Sondergenehmigung erteilt, da sie ursprünglich keine Berufserlaubnis in Deutschland hatte.
18. April, 12.30 Uhr: Dixi-Klo aus Fischernetzen
Gut sichtbar auf der schwimmenden Plattform steht ein Dixi-Klo für die Helfer, das der Aufschrift zufolge aus alten Fischernetzen recycelt wurde.
Eine gewisse Ironie: Timmy soll sich in der Vergangenheit mehrfach in sogenannten Geisternetzen verfangen haben, Teile davon sollen sich sogar noch in seinem Maul befinden.
18. April, 12 Uhr: Bagger beim Wal angekommen
So richtig voran geht es offenbar doch noch nicht. Zwar ist das schwimmende Ponton mit dem Bagger inzwischen in beim Wal angekommen, und weitere Tücher bedecken seine Haut – doch darüber hinaus passiert derzeit wenig.
Auch Timmy zeigt bislang noch keine größeren Regungen.
18. April, 11.20 Uhr: Es kommt Bewegung rein
Die Besprechung scheint zu Ende zu sein – und zum ersten Mal an diesem Tag kommt wieder Bewegung in das Geschehen. Helfer sind am Wal und bedecken ihn erneut mit den feuchten Tüchern zum Schutz seiner Haut.
Auch das schwimmende Ponton mit dem Bagger an Bord macht sich langsam auf den Weg zu Timmy.
18. April, 10.45 Uhr: Rettungsmaßnahmen verzögern sich erneut
Zwar sind die DLRG-Boote inzwischen auf dem Wasser. Doch ansonsten herrscht vor Ort Stillstand. Nach TAG24-Informationen verzögern sich die Rettungsmaßnahmen aufgrund einer aktuell laufenden Besprechung mit dem Helfer-Team und dem Umweltminister Till Backhaus (67, SPD).
Hintergründe der Besprechung sind nicht bekannt.
18. April, 10.20 Uhr: Schaulustige reisen teils Stunden für den Wal an
Wie schon an den vergangenen Tagen haben sich erneut mehrere Schaulustige im Hafen versammelt. Das Gebiet ist zwar für Autofahrer gesperrt, für Fußgänger jedoch weiterhin zugänglich. Einer von ihnen ist Ali T. (38) aus Hannover, der eigens für den Wal fünf Stunden angereist ist.
Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur sagte er: "Ich habe das im Fernsehen gesehen, und ich finde das irgendwie spektakulär", so der 38-Jährige. "Mich fasziniert, dass der Wal eigentlich schon totgeglaubt wurde und dass sich jetzt doch noch etwas tut."
18. April, 9.30 Uhr: DLRG macht sich bereit
Im Livestream ist zu sehen, wie sich ein Team der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) an Land auf den Einsatz vorbereitet und seine sechs Boote startklar macht, die am Freitag im Hafen von Kirchdorf eingetroffen sind.
Die Besatzungen sollen Informationen vor Ort zufolge den Einsatz der Wal-Retter unterstützen und absichern.
18. April, 8.08 Uhr: 9 Tage bis zur Nordsee
Angaben vor Ort zufolge würde es im Erfolgsfall rund neun Tage dauern, den Wal überhaupt in die Nordsee zu geleiten.
18. April, 7.20 Uhr: Startet die Rettung heute?
Ob die Rettung am Samstag starten kann, hängt vom Zustand des Wals ab. Am Freitag reagierte Timmy zunächst heftig auf einen Taucher, beruhigte sich jedoch schnell wieder.
Geplant ist, den rund zwölf Tonnen schweren Buckelwal mithilfe einer Plane zwischen zwei Pontons Richtung Nordsee zu transportieren. Dafür soll er mit Luftkissen angehoben werden, nachdem zuvor Schlick entfernt wurde, und anschließend in einer freien Fläche zwischen den Pontons liegen.
Viele Fachleute sehen die Rettung kritisch und halten den Wal für zu geschwächt und orientierungslos. Die leitende Tierärztin der privaten Initiative um den Media-Markt-Gründer Walter Gunz (80), Janine Bahr-van Gemmert, sprach am Freitag von einer "reellen Chance" für Timmy: "Er spürt unsere Energie und dass wir ihm helfen wollen, davon bin ich überzeugt!“
Zudem wird am Samstag eine weitere Tierärztin aus Hawaii erwartet, die bereits für Freitag angekündigt war.
18. April, 7 Uhr: Fontänen am Morgen
Timmy hat eine weitere Nacht überstanden und zeigt sich am Morgen von Tag 19 in der Bucht vor der Insel Poel deutlich lebendig. Im Livestream ist zu sehen, wie er immer wieder Fontänen in die Luft bläst.
Erste Helfer sind bereits auf dem Wasser, halten jedoch noch Abstand.
17. April, 19.40 Uhr: Tag 26 neigt sich dem Ende
Es wird ruhiger um den Wal. Menschen sind bereits seit längerem nicht mehr im Wasser. Es werden nun offenbar die letzten Vorbereitungen getroffen, sodass am Samstag die Rettungsmaßnahmen fortgesetzt werden können. Auch die DLRG unterstützt die Rettungsaktion am Samstag mit Booten, die noch am Freitagabend eingetroffen sind.
17. April, 18.30 Uhr: Eigentlicher Rettungsversuch verzögert sich
Bei den Spülungen am Freitag handelte es sich um eine Probe, so der Chef des von einer privaten Initiative beauftragten Tauchunternehmens, Fred Babbel. Im nächsten Schritt solle alles auf Position gebracht werden und alles abendfest gemacht werden, sodass es am Samstagmorgen mit dem eigentlichen Rettungsversuch weitergehen kann.
Technisch gesehen sei der Plan, die Fläche freizuspülen, vor die später die Pontons gesetzt werden sollen. Diese sollen dann so angeordnet werden, dass innen eine Freifläche von sechs mal zwölf Metern entsteht. Darin werde sich der Wal dann aufhalten. Babbel habe den Eindruck, dass es dem Tier im Moment ganz gut gehe.
17. April, 18.20 Uhr: Experte kritisiert die Rettungsmaßnahmen scharf
Die aktuellen Rettungsmaßnahmen sieht Ritter kritisch. Er finde es "befremdlich", dass sich kurzerhand doch noch dazu entschieden wurde, dem Wal zu helfen. Auch, dass die Experten, die das Tier in den ersten Tagen kurz nach der Strandung begleiteten, nun nicht mehr informiert oder mit einbezogen werden, findet Ritter zweifelhaft.
Der Meeresbiologe hat die vermehrte Aktivität des Wals von heute beobachtet. "Meine Deutung wäre, dass er gestresst ist", so Ritter über die sich immer wieder bewegenden Seitenflossen. Demnach wisse der Buckelwal nicht, was die Menschen bei ihm im Wasser mit ihm vorhaben. Sowohl die Menschen als auch den Bagger würde der Wal hören und dadurch in Stress versetzt werden.
Auch hinsichtlich seiner Krankheit befürchte Ritter, dass die aktuellen Maßnahmen dem Tier nicht guttun würden. Dass Timmy tatsächlich bis zur Nordsee geschleppt werden soll, halte der Experte für unrealistisch. "Er ist alles andere als ein guter Kandidat dafür, so eine Maßnahme jetzt durchzuführen."
17. April, 18.03 Uhr: Meeresbiologe macht auch auf andere betroffene Wale aufmerksam
Nach knapp einer Stunde sind die Retter, die den Buckelwal mit einem Gerät von Sand und Schlick freigespült haben, vorerst wieder abgerückt. Auch die Laken auf dem Tier werden aktuell wieder entfernt.
Während sich am Vormittag einige Retter zu den Maßnahmen äußerten, nimmt nun Meeresbiologe Fabian Ritter aus Berlin Stellung. "Es ist eine Situation, die an Sonderlichkeit kaum zu überbieten ist", so der Experte im Gespräch mit NEWS5 kritisch.
Die Entscheidung der Experten zunächst festzulegen, dass dem Wal nicht mehr geholfen werden könne, hielt auch Richter für legitim. Er zeigt sich bestürzt über die darauf folgenden Reaktionen der vergangenen Tage, darunter kritische Kommentare bis hin zu Morddrohungen im Netz.
"Wir müssen schauen, dass das Wohl des Wals im Mittelpunkt steht und auch das dahinterliegende viel größere Problem des Beifangs von Meeressäugern", so Ritter. "Seitdem der Wal Ende März in Timmendorf gestrandet ist, sind bis zum heutigen Zeitpunkt viele tausend Wale und Delfine in ähnlicher Weise umgekommen."
17. April, 16.56 Uhr: Meeressäuger wird offenbar von Schlick befreit
Immer wieder ist zu sehen, dass Rettungskräfte direkt neben dem Wal ein Gerät unter Wasser halten. Offenbar handle es sich dabei um ein Gerät, dass den Schlick am Meeressäuger entfernen könne.
Das Freispülen hat damit offenbar begonnen. Wird der Sand und Schlick unter Timmy entfernt, kann schließlich Platz für die Luftkissen geschaffen werden, die den Wal anheben sollen.
17. April, 16.30 Uhr: Timmy zeigt jetzt auch seine Seitenflossen
Es scheint, als ob der Buckelwal immer aktiver wird. Während bislang nur die Fluke des Tiers zu sehen war, bewegt er nun auch deutlich sichtbar seine Flipper - also die Seitenflossen. Die Bewegung des Tier ist so heftig, dass selbst die Tücher auf dem Rücken des Wals teilweise verrutschen.
17. April, 16.10 Uhr: Buckelwal soll mit Salbe behandelt werden
Neben den Tüchern, die der Haut des Wals gut tun, soll Timmy nun auch mit einer Salbe behandelt werden. Diese soll Risse in der Haut minimieren. Dadurch soll auch ein später geplantes Anheben des Tiers so schonend wie möglich stattfinden können. Das Anheben werde vermutlich erst morgen erfolgen.
Zudem sei nach Angaben von NEWS5 auch ein Taucher im Wasser gewesen, der mit dem Wal kommuniziert hat. Dieser habe dazu Wal-Geräusche imitiert, woraufhin das Tier offenbar Reaktion zeigte.
17. April, 15.56 Uhr: Wal-Rettungsmaßnahme nur geduldet, nicht genehmigt
Umweltminister Till Backhaus (SPD) hat sich mitten im Wal-Drama mit einer juristischen Erläuterung an die Öffentlichkeit gewandt. "Das Land hat keine Genehmigung für die Rettungsmaßnahme erteilt – und konnte eine solche auch nicht erteilen, da hierfür keine rechtliche Grundlage besteht", teilte Backhaus im Gespräch mit dpa mit.
Das vorgelegte Konzept der privaten Rettungsinitiative sei rechtlich als Anzeige einer Inobhutnahme zu bewerten. "Unsere Aufgabe war es daher, dieses zu prüfen und zu entscheiden, ob es untersagt werden muss oder geduldet werden kann", so der Politiker weiter.
"Entscheidend war die Frage, ob dem Tier durch die geplanten Maßnahmen unzumutbare zusätzliche Leiden entstehen." Das vorgelegte Konzept verfolge einen vorsichtigen Ansatz. Nach rechtlicher Prüfung sei deshalb entschieden worden, die Maßnahme zu dulden.
17. April, 15 Uhr: Timmy bewegt sich wieder
Aktuell sind keine Helfer mehr am Wal. Lediglich drei größere Laken liegen weiterhin auf dem Tier, um die Haut zu vor der Sonne zu schützen. Plötzlich ist erneut zu sehen, wie sich der Buckelwal bewegt! Zwar ist seine Schwanzflosse diesmal nicht in der Luft. Doch es ist zu erkennen, dass Timmy diese unter Wasser bewegt. Dadurch hat er einen kleinen Satz nach vorne gemacht.
Ein Schwimmbagger hatte den Hafen von Kirchdorf auf der Insel am Mittag verlassen und am frühen Nachmittag auf dem Meer in der Nähe des Meeressäugers Position bezogen. Ob tatsächlich noch heute mit dem Freispülen begonnen wird und die Luftkissen zum Einsatz kommen, ist nicht bekannt.
17. April, 13.45 Uhr: Mehrere Helfer wieder beim Wal
Aktuell sind wieder mehrere Helfer beim Wal im Einsatz. Der Ponton näherte sich zwischenzeitlich bis auf etwa 20 Meter Timmy, stoppte jedoch, als der Wal erneut seine Fluke aus dem Wasser hob.
17. April, 12.20 Uhr: Rettungsversuch verzögert sich
Was bereits vor Ort gemunkelt wurde, bestätigte Media-Markt-Gründer Walter Gunz, der zusammen mit der Unternehmerin Karin Walter-Mommert die erneute Rettungsaktion finanziert, jetzt gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Man sei "einen Tag hinten dran", da am ersten Einsatztag nicht alle geplanten Maßnahmen umgesetzt werden konnten.
Der ursprüngliche Zeitplan - Freispülen des Tieres am Donnerstag und Abtransport Richtung Atlantik am Freitag - ist damit nicht mehr haltbar.
Geplant sei weiterhin, den Wal auf einer Plane zwischen zwei Pontons zu transportieren. Dafür muss das Tier zunächst mit Luftkissen angehoben werden, nachdem zuvor Schlick unter ihm entfernt wurde. Anschließend sollen die Pontons von einem Schlepper ins offene Meer gezogen werden.
17. April, 12.09 Uhr: Weitere Details nicht bekannt gegeben
Wie genau es nun weitergeht, bleibt auch nach der Pressekonferenz unklar. Das Helferteam bat um Verständnis, dass derzeit nur eingeschränkt Informationen nach außen gegeben werden. Oberste Priorität habe es, die Maßnahmen vor Ort sorgfältig umzusetzen und die Einsatzkräfte zu schützen.
Zugleich betonten die Verantwortlichen, grundsätzlich transparent arbeiten zu wollen. Einblicke seien etwa über die Livestreams möglich, weitere Details sollen zu einem späteren Zeitpunkt folgen.
17. April, 12 Uhr: Tierärztin kritisiert frühere Maßnahmen
Weiter betonte die Tierärztin, dass bestimmte Maßnahmen wie das Abdecken mit den nassen Tüchern "schon längst hätte passieren müssen […] schon von Anfang an". Diese Maßnahmen seien entscheidend, denn: "Diese Haut regeneriert sich wieder im Salzwasser." Weswegen man aktuell auch mit einer bestimmten Salzwasser-Mischung den Wal benetzte.
Trotz ungewissem Ausgang zeigt sich das Team vorsichtig optimistisch: "Wir wissen alle nicht, wie es ausgeht", aber man sei "momentan guter Hoffnung" und habe "nach bestem Wissen gehandelt für das Tier".
17. April, 11.50 Uhr: Tierärztin: "Das ist kein In-Ruhe-sterben-Lassen!"
Bei der Pressekonferenz betonte die leitende Tierärztin Janine Bahr-van Gemmert, dass das Tierwohl oberste Priorität habe. Kritik, man verlängere das Leiden des Wals, weist sie zurück: "Das hier ist kein In-Ruhe-sterben-Lassen, wie immer behauptet wird, gerade bei all den Lärmeinflüssen."
Im Gegenteil, die Tierärztin spricht von einem "Gefängnis" für Timmy in der Bucht vor der Insel Poel. Zumal der Wal laut ihr weiterhin "eine reelle Chance" habe.
Davon habe sie sich selbst überzeugt. "Ich war gestern und heute beim Wal. Er spürt unsere Energie und dass wir ihm helfen wollen, davon bin ich überzeugt!"
17. April, 11.22 Uhr: Schwimmender Bagger macht sich auf den Weg zum Wal
Wie im Livestream zu sehen ist, legt der schwimmende Bagger ab.
Langsam bewegt sich die Plattform (Ponton) in Richtung Wal.
17. April, 11.19 Uhr: Statement von Helfern angekündigt
Für 11.30 Uhr wurde ein Statement von Seiten des Helfer-Teams angekündigt. Laut Pressesprecherin mit der leitenden Tierärztin Janine Bahr-van Gemmert und der Rechtsanwältin Constanze von der Meden an.
17. April, 10.48 Uhr: Wal wird mit nassen Tüchern bedeckt
Die Taucher bedecken Timmy wieder mit nassen Tüchern, die seine Haut vor der Sonne schützen sollen. Derzeit bewegt er sich nicht.
17. April, 10.15 Uhr: Alles wieder ruhig
Nach den kurzen Schrecksekunden und dem Aufbäumen von Timmy hat sich die Lage vor Ort wieder beruhigt. Der Wal bewegt sich derzeit nicht mehr. Ein Reporter berichtet, dass er nun etwas weiter links in Richtung Fahrrinne liegt.
Es wird vermutet, ob das Tier möglicherweise durch die Nähe der Rettungskräfte verunsichert wurde, die sich mit einem Stand-up-Paddleboard sehr nah an ihn herangewagt hatten. Nachdem sich die Einsatzkräfte zunächst zurückgezogen hatten, nähern sich nun erneut drei Taucher auf einem Stand-up-Paddleboard dem Wal.
17. April, 9.43 Uhr: Timmy schwimmt ein Stück
Befreit der Wal sich doch noch selber? Timmy zeigt aktuell starke Bewegungen, schlägt mehrfach mit der Fluke und bläst Fontänen und kommt sogar ein Stück vorwärts! Die Helfer, die noch am Wal waren, nehmen Abstand und beobachten das Ganze.
17. April, 9.15 Uhr: Rettung doch erst Samstag?
Nach Informationen von vor Ort könnte sich die eigentliche Rettung nun doch bis Samstag verschieben. Das ursprünglich geplante Rettungskonzept sei noch einmal überarbeitet worden, konkrete Details dazu sind bislang nicht bekannt.
Als möglicher Grund für die Verzögerung werden weiterhin laufende bürokratische Verfahren genannt. So muss die aus Hawaii eingeflogene Tierärztin derzeit im Eilverfahren von den zuständigen Behörden in Mecklenburg-Vorpommern noch anerkannt werden.
17. April, 8.48 Uhr: Taucher auf dem Weg zu Timmy
Erste Aktivitäten bei Timmy: Wie schon am Donnerstag wird die stark mitgenommene Haut des Wals mit Tüchern vor der Sonne geschützt. Aktuell sind sechs Taucher bei ihm, die kontrollieren sollen, wie es dem Wal geht, wie im Livestream von "NEWS5" zu sehen ist.
Laut TAG24-Informationen soll der Wal "gut" auf die Helfer reagiert haben.
17. April, 8.15 Uhr: Umweltminister ist vor Ort
Umweltminister Till Backhaus (67, SPD) ist am Hafen in Kirchdorf eingetroffen. "Wir sind zu der Überzeugung gekommen, dass es diese Chance gibt, dass dieses Projekt erfolgreich sein wird", sagte er in einem Statement vor Ort. Es gelte aber weiterhin, dass der Wal "ein schwer kranker Patient" sei.
Dennoch sei der Wal in "einem besseren Zustand als bisher erwartet". Der Umweltminister betonte auch noch mal, dass das Umweltministerium den erneuten Rettungsversuch "nur begleite". Die Verantwortung trage das Team rund um Karin Walter-Mommert und Walter Gunz, deren Rettungsversuch lediglich "geduldet" und nicht "genehmigt" worden sei.
17. April, 7 Uhr: Timmy soll heute gerettet werden
Nachdem am Donnerstag umfangreiche Vorbereitungen getroffen wurden - unter anderem brachten mehrere Lastwagen Material, darunter zwei Pontons in den Hafen von Kirchdorf -, soll am heutigen Freitag der erneute Rettungsversuch starten.
Geplant ist, den Wal mithilfe von Luftkissen anzuheben. Da der Wal seit mehr als zwei Wochen auf dem Meeresboden liegt, muss zunächst Sand unter ihm weggespült werden. Anschließend soll Timmy auf einer Plane zwischen zwei Pontons gelagert und von einem Schlepper in tiefere Gewässer gezogen werden - im Idealfall bis in den Atlantik.
Unterstützt werden soll die Aktion laut BILD-Informationen von einer spezialisierten Tierärztin aus Hawaii, die am Freitag eintreffen und den Einsatz begleiten soll. Dr. Jenna Wallace soll von den Initiatoren der neuen Rettungsaktion, Karin Walter-Mommert und Walter Gunz, angefragt worden sein.
16. April, 19.45 Uhr: Tücher vom Rücken des Wals entfernt
Die feuchten Tücher, die den Buckelwal kühlen und gleichzeitig vor der Sonneneinstrahlung schützen sollten, sind am Abend vom Rücken des Tieres entfernt worden.
Inzwischen halten sich auch keine Schwimmer mehr in seiner unmittelbaren Nähe auf.
16. April, 19 Uhr: Vorbereitungen im Hafen offenbar abgeschlossen
Die für den morgigen Rettungsversuch notwendigen Vorbereitungen im Hafen sind offenbar abgeschlossen worden. Die Pontons, mit deren Hilfe der Wal ins offene Meer gezogen werden soll, liegen bereit.
Am Freitag dürfte die Aktion damit beginnen, das Tier vom Schlick zu befreien. Anschließend soll der Wal mit einem Luftkissen angehoben und auf einer Plane zwischen den Pontons transportiert werden.
Entgegen der Ankündigung, dem Tier für den Rest des Tages Ruhe zu gönnen, befinden sich derzeit allerdings gleich sechs Mitglieder des Rettungsteams auf Stand-up-Paddeln in seiner unmittelbaren Nähe.
16. April, 18.26 Uhr: Wal soll bis morgen in Ruhe gelassen werden
Wie eine Sprecherin des Rettungsteams der Deutschen Presse-Agentur sagte, sollen die Maßnahmen vor Ort für heute unterbrochen und morgen fortgesetzt werden. Man wolle dem Wal Ruhe gönnen.
Aktuell ist allerdings noch ein Mitglied des Rettungsteams bei dem Tier im Wasser, wie im Livestream von NEWS5 zu sehen ist.
16. April, 17.43 Uhr: Erneut sind Schwimmer beim Wal
Wie schon mehrfach am heutigen Tag sind derzeit erneut mehrere Personen in unmittelbarer Nähe des Wals im Wasser.
Die Mitglieder des Rettungsteams versuchen, eine Verbindung zu dem Tier aufzubauen und es vor der Sonneneinstrahlung zu schützen - mithilfe von feuchten Tüchern und viel Wasser soll die Haut gekühlt werden.
16. April, 17.01 Uhr: Wal soll positiv auf Schwimmer reagiert haben
Jens Schwarck-Köhnke, Mitglied des Rettungsteams, erklärte vor Ort gegenüber NEWS5, dass der Wal positiv auf die Besucher im Wasser reagiert habe. Zwar seien seine bereits bekannten Verletzungen sichtbar, das Blasrohr sei aber nicht entzündet.
Der Sprecher bestätigte, dass die Tücher, die auf der Oberseite des Wals abgelegt wurden, der Kühlung und Befeuchtung dienten.
Zum weiteren Ablauf sagte Schwarck-Köhnke, dass man nicht mehr im ursprünglichen Zeitplan liege. Die Maßnahmen müssten im weiteren Verlauf auch immer auf das Verhalten und die Reaktionen des Wals abgestimmt werden.
16. April, 16.44 Uhr: Nabu-Experte glaubt nicht an erfolgreiche Rettung
Kim Detloff, Leiter der Abteilung Meeresschutz beim Naturschutzbund Deutschland (Nabu), glaubt nicht an eine erfolgreiche Rettung des Wals. Von der geplanten Aktion zeigt er sich überrascht.
"Ich hoffe, dass der Ehrgeiz einer Rettungsaktion nicht über dem Wohl des Tieres liegt", unterstrich er gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Im Zweifel müssten die Beteiligten auch den Mut haben, die Aktion abzubrechen.
Dass das Tier nach so langer Zeit immer noch am Leben sei, sei nicht zu erwarten gewesen. "Wir müssen mit Indizien arbeiten, und da sind Prognosen einfach sehr schwierig", räumte Detloff ein.
16. April, 16.12 Uhr: Eigentlicher Rettungsversuch erst am Freitag
Was sich bereits abgezeichnet hatte, steht nun fest: Der eigentliche Rettungsversuch soll erst am morgigen Freitag durchgeführt werden.
Die Vorbereitungen laufen zwar bereits auf Hochtouren, die Luftkissen und Pontons werden aber am Donnerstag noch nicht am Wal zum Einsatz kommen.
16. April, 16.04 Uhr: Im Hafen herrscht Hochbetrieb
Während der Buckelwal laufend von einem Schwimmer des Rettungsteams mit Wasser benetzt und beäugt wird, herrscht im Hafen in Poel Hochbetrieb.
Mehrere Arbeiter sind derzeit dabei, das für die Rettung nötige Equipment vorzubereiten und teilweise schon ins Wasser zu lassen.
Gut für den Wal, schlecht für die Arbeiter: Aktuell gibt es einen Wolkenbruch über der Insel Poel, es schüttet wie aus Eimern.
16. April, 15.21 Uhr: Die Hintergründe zum tollkühnen Rettungsversuch
Der aktuelle Rettungsversuch ist vermutlich die letzte Chance für den gestrandeten Buckelwal. Mithilfe von Luftkissen und Pontons soll ihm zur Freiheit verholfen werden.
Alle Details zu dem Versuch, den Hintergründen und den Initiatoren lest Ihr im Artikel: "Waghalsige Rettung: Wal soll lebend in Freiheit gelangen".
16. April, 15.04 Uhr: Buckelwal bekommt regelmäßig Besuch
Immer wieder sind Beteiligte aus dem Rettungsteam beim Buckelwal. Sie benetzen seine stark beanspruchte Haut mit Wasser.
Zudem legten sie mehrere Tücher auf das Tier.
16. April, 14.39 Uhr: Meeresbiologe hält Versuch für vielversprechend
Der Meeresbiologe Boris Culik schätzt den aktuellen Rettungsversuch als sehr vielversprechend ein. "Also, man kann ihn damit auf jeden Fall aufschwimmen", erklärte er gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.
Fraglich bleibe allerdings, ob der Wal die Maßnahmen tatsächlich überlebe. Hauptproblem sei das Netz, das sich mutmaßlich noch im Maul des Tieres befindet.
"Wenn man ihn nicht davon befreit, wie soll er sich dann ernähren und wieder zu Kräften kommen? Dann ist es letztlich der Abtransport eines sterbenden Tieres in andere Gewässer", verdeutlichte Culik.
16. April, 13.40 Uhr: Schwere Gerätschaften treffen im Hafen ein
Für wenige Minuten waren erneut zwei Experten mit nur einem Stand-up-Paddel beim Wal im Wasser. Und auch im Hafen tut sich etwas! Insgesamt drei LKWs und ein Kran sind angekommen.
Die Plane für den Transport des Buckelwals soll dort nämlich vorbereitet und auch zu Wasser gelassen werden.
16. April, 13.10 Uhr: Experten haben das Wasser wieder verlassen
Nach rund 45 Minuten im Wasser sind die Taucher nicht mehr in der Nähe des Wals. Was bleibt, ist ein kleines Tuch, das nun auf dem Rücken des Tieres in der Nähe seines Kopfes platziert ist.
Hin und wieder bewege er die Flossen, atme regelmäßig und kommuniziere auch durch Rufe. "Ich habe immer gesagt, ich werde diesen Wal bis zum Ende begleiten, in die Freiheit fürs Leben oder auch andersrum. Und dazu stehe ich", merkt Umweltminister Backhaus an.
16. April, 12.41 Uhr: Taucher benetzen "Timmy" weiter mit Wasser
Noch immer sind die Taucher direkt neben dem Wal und benetzen das Tier per Hand mit Wasser. Auch die Sprinkleranlage besprüht "Timmy" zusätzlich mit Wasser. Zudem wurde ein kleines Tuch auf den Wal gelegt. Die Hintergründe dazu sind bisher noch nicht ganz klar.
16. April, 12.14 Uhr: Erste Personen im Wasser
Es geht los: Sechs Personen befinden sich nun mit zwei Stand-up-Paddeln im Wasser direkt neben dem Wal.
Was geplant ist: Taucher sollen sich einen Überblick verschaffen. Außerdem soll noch heute damit begonnen werden, die Brustflossen freizuspülen. Ob diese Maßnahme jetzt direkt passiert, ist jedoch noch nicht ganz klar.
Immer wieder geben die Taucher Wasser auf den Rücken des Tieres. Es sind die ersten Annäherungsversuche des Rettungs-Teams.
16. April, 12 Uhr: Greenpeace unterstützt Rettungsaktion nicht
Die Umweltschutzorganisation Greenpeace beteiligt sich nicht an der geplanten Rettungsaktion für den Buckelwal. "Nach allen uns vorliegenden Informationen ist dieser Wal krank und stark geschwächt", so die aktuelle Einordnung von Daniela von Schaper, Meeres-Expertin von Greenpeace, auf Nachfrage von TAG24.
"Laut wissenschaftlichen Gutachten des Deutschen Meeresmuseums und des Instituts für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung sind die Erfolgsaussichten des Tieres bei einer Lebendbergung sehr gering und gehen mit einem hohen Verletzungsrisiko einher."
Von einer Lebendbergung sollte daher nach Auffassung von von Schaper abgesehen werden. Zuvor hatte sich Greenpeace über mehrere Tage an den Rettungsversuchen beteiligt. Jetzt wolle sich die Organisation darauf konzentrieren, den Schutz der Meere voranzubringen.
16. April, 11.41 Uhr: Rettungsteam ist vor Ort
Derzeit bereitet sich das Rettungs-Team ganz in der Nähe des Wals am Ufer vor - darunter auch der technische Leiter der Aktion. Die Vorbereitungen sollen noch einige Zeit in Anspruch nehmen, bis es letztendlich raus aufs Wasser geht.
16. April, 10.52 Uhr: Polizeischiff in der Nähe des Wals
Wie zuvor bereits angekündigt, wird auch die Polizei die Maßnahmen begleiten. Dazu ist nun das Polizeischiff "Uecker" aufs Wasser ausgerückt, das sich aktuell in der Nähe des Wals befindet.
Der Wal wird weiterhin mit Wasser benetzt. Taucher machen sich am Ufer bereit und ziehen ihre Neoprenanzüge an.
16. April, 10.06 Uhr: Backhaus erwartet weitere Wal-Strandungen
Umweltminister Backhaus geht von weiteren künftigen Wal-Strandungen an deutschen Küsten aus. "Der nächste Wal kommt bestimmt", erklärte er noch vor Beginn der Rettungsaktion am Donnerstag. Er verwies auf einen Beluga-Wal, der vor Flensburg gesichtet worden sei. "Das heißt, wir werden uns mit dem Thema weiter auseinandersetzen müssen."
Für den Umgang mit künftigen Strandungen forderte Backhaus eine überregionale Koordination. Dafür gebe es mit dem Havariekommando, das vom Bund und den Küstenländern für Schiffsunglücke gebildet wurde, eine geeignete Einheit.
16. April, 9.40 Uhr: Bislang keine Personen im Wasser
Die anfängliche Besprechung zwischen den Beteiligten auf der Insel Poel ist abgeschlossen. Dennoch sind bislang keine Maßnahmen im Wasser erkennbar. Die Aktion verzögert sich weiter.
Geplant war, dass ähnlich wie am Tag zuvor zunächst ein Taucher in die Ostsee steigt, um sich dem Tier vorsichtig zu nähern und zu beruhigen.
16. April, 8.35 Uhr: Umweltminister vor Ort eingetroffen
Umweltminister Till Backhaus (SPD) ist eingetroffen. Dieser hatte die weiteren geplanten Maßnahmen am Mittwoch in einer Pressekonferenz verkündet. Der Politiker hat große Hoffnung, dass die Rettung gelingt. Die Verantwortung für die Aktion liege allerdings komplett bei den Initiatoren, auch finanziell.
Die Besprechung mit allen Beteiligten ist nun abgeschlossen. "Wir werden alle Maßnahmen genau überwachen", so Backhaus im Gespräch mit NEWS5. "Wir haben gestern entschieden, dass wir die Aktion dulden. Auch im Sinne des Tierwohls. Jetzt warten wir auf die weiteren Maßnahmen."
Auch an Tag 17 vor der Insel Poel lebt das Tier weiter. "Deswegen glauben wir, dass er eine Chance hat. Und diese Chance wollen wir nutzen", so der Politiker. Der Gesundheitszustand des Tiers habe sich nicht verändert. Er atmet alle zwei bis fünf Minuten.
16. April, 8.05 Uhr: Auch internationale Verstärkung soll eintreffen
Nachdem der Start für die Rettungsaktion eigentlich für 6 Uhr geplant war, gibt es bislang noch immer keine bedeutenden Entwicklungen vor Ort.
Neben Experten aus Deutschland sollen auch internationale Profis eingeflogen sein, um den Prozess zu begleiten.
16. April, 6.50 Uhr: Erste Besprechungen gestartet
Es geht los! Die ersten Maßnahmen für die Vorbereitung der Rettungsaktion am Donnerstag werden getroffen. So sind unter anderem bereits einige Einsatzkräfte der Polizei vor Ort, die das Vorhaben begleiten.
Auch Besprechungen zum weiteren Vorgehen der Beteiligten vor Ort laufen. Am Mittwoch war zur Vorbereitung bereits ein Taucher im Wasser, um den Zustand des Buckelwals zu überprüfen.
Am heutigen Donnerstag sollen jedoch nur erste Maßnahmen zur Rettung vollzogen werden. Das eigentliche Anheben des Tiers soll offenbar frühestens am Freitag erfolgen. Ziel ist es, den Ozeanriesen aus dem Gebiet vor der Insel Poel herauszuführen und ihn schließlich in der Nordsee oder besser noch dem Atlantik freizulassen.
16. April, 6.34 Uhr: "Timmy" hat eine weitere Nacht überstanden
Während der Beginn der Rettungsaktion noch immer auf sich warten lässt, ist eine Sache jedoch klar: Der Buckelwal lebt weiterhin! Immer wieder ist zu sehen, wie das Tier kleine Fontänen ausstößt.
16. April, 6.09 Uhr: Geplante Rettungsaktion verzögert sich
Am Mittwoch hatte Umweltminister Till Backhaus (SPD) erklärt, dass die angekündigte und teils bereits vorbereitete Rettungsmaßnahme am Donnerstag ab 6 Uhr starten soll. Bislang haben die Maßnahmen allerdings nicht begonnen.
Zuständige Experten waren am Morgen für TAG24 bislang ebenfalls noch nicht zu erreichen. Auch im Livestream von NEWS5 sind keine Retter zu erkennen. Alles deutet darauf hin, dass sich der Beginn der Aktion noch etwas verzögert.
Umgesetzt werden soll das Konzept von einer privaten Initiative, die für die Aktion laut Umweltministerium die Verantwortung trägt. Dazu sollen Luftkissen unter das Tier gebracht werden, um es schonend anzuheben. Dabei soll Schlick unter dem Wal weggespült werden. Dieser solle dann auf einer Plane zwischen zwei Pontons gelagert und transportiert werden.
15. April, 20.32 Uhr: Gunz spricht von "Operation am offenen Herzen"
MediaMarkt-Mitgründer Walter Grunz sprach im Interview mit NEWS5 von dem sorgfältig ausgearbeiteten Plan und dem fachlich starken Team der privaten Rettungsinitiative.
Gleichzeitig verglich er die aktuelle Situation mit einer "Operation am offenen Herzen".Seiner Meinung nach sei es entscheidend, dass dem Tier möglichst nichts geschehe, auch wenn der Ausgang offen bleibe.
Laut Gunz habe man nun "alle Voraussetzungen geschafft" und er blicke hoffnungsvoll auf den nächsten Tag. Doch er warnte auch davor, nicht zu euphorisch zu werden, da Leben und Tod weiter nicht in menschlicher Hand liegen würden.
15. April, 17.57 Uhr: MediaMarkt-Gründer meint Rettungsversuch werde "schon nicht hundert Millionen kosten"
Zu den erwarteten Kosten der Aktion, die Gunz und die Unternehmerin Karin Walter-Mommert übernehmen, gab der MediaMarkt-Gründer an, die Dimension nicht abschätzen zu können.
Das Ganze werde "schon nicht hundert Millionen kosten", sagte er. "Die Leute denken immer zu viel an Geld. Man darf sich da nicht verkrampfen. Geld ist eine Energie und man muss sorgfältig damit umgehen." Geld, Kraft und Energie müsse man für das Richtige und Gute einsetzen.
Er selbst sei von Bekannten gefragt worden, ob man für den Wal nicht etwas tun könne, erzählt Gunz. "Dann bin ich plötzlich als der Retter der Nation erschienen, obwohl ich vom Typ her eigentlich überhaupt kein Held bin."
Der Unternehmer betonte, es sei nicht garantiert, dass der Versuch gelinge – zumal der Wal gesundheitlich angeschlagen sei und es unklar sei, ob man ihn ausreichend aktivieren könne. "Wenn Sie 14 Tage im Krankenhaus liegen, können Sie auch nicht losrennen", so Gunz.
15. April, 17.30 Uhr: Wal-Retter Gunz: "Mehr als einmal sterben kann er ja nicht"
MediaMarkt-Gründer Walter Gunz hat mit seinen Mitstreitern überraschend grünes Licht für einen privat finanzierten Rettungsversuch des in der Ostsee gestrandeten Wals bekommen – und zeigt sich kämpferisch.
"Mehr als einmal sterben kann er ja nicht", sagte Gunz der Deutschen Presse-Agentur. Ohne die Aktion werde Wal Timmy in jedem Fall sterben. "Wenn man was versucht, dann hat man zumindest die Chance, dass man ihn rettet."
Zuvor waren Pläne für Rettungsaktionen abgelehnt worden, weil sie Fachleuten zufolge noch mehr Stress und Leid für den Wal bedeutet hätten. Die Experten empfahlen, den Wal in Ruhe sterben zu lassen. Gunz ist der Ansicht, mit einem "großartigen Team" samt Wal-Spezialisten das Risiko für Stress und Leid ausgeräumt zu haben.
Organisationen wie Greenpeace oder das Deutsche Meeresmuseum gaben nach der Erlaubnis der Aktion an, nicht in die Vorbereitungen eingebunden worden zu sein.
15. April, 17.25 Uhr: Meeresmuseum wurde nicht in Wal-Rettungspläne einbezogen
Das Deutsche Meeresmuseum war nach eigenen Angaben nicht in das neue Konzept zur Rettung des vor der Ostsee-Insel Poel gestrandeten Wals eingebunden.
"Das Deutsche Meeresmuseum teilt mit, dass es nicht in die Vorbereitungen der aktuell geplanten Lebendbergung des Buckelwals vor Poel einbezogen wurde", hieß es in einem Statement des in der Hansestadt Stralsund beheimateten Museums.
Auch das gesamte Konzept liege dem Museum nicht vor. "Die Fachleute erfuhren davon aus der Pressekonferenz", teilte die Einrichtung nach dem Auftritt von Till Backhaus vor der Presse am Nachmittag mit.
"Eine neue Lagebewertung gibt es seitens der Stiftung Deutsches Meeresmuseum nicht", hieß es in der Mitteilung.
15. April, 16.14 Uhr: Donnerstag beginnt die erste Phase der Rettung
Der Minister verdeutlichte zudem, dass das Unternehmer-Duo die Rettungsaktion selbst finanziere.
Dabei gehe alles relativ schnell: Schon am Donnerstag ab 6 Uhr soll die erste Phase beginnen. Diese beinhaltet vorsichtiges Spülen, um den Schlick unter dem Wal wegzuspülen. Zusätzlich sollen die ersten Luftkissen unter das Tier eingebaut werden, um es schonend anzuheben.
Am Freitag soll, wenn alles gut läuft, schon der Transportversuch des Wals starten. Ziel ist es, den Ozeanriesen aus dem Gebiet herauszuführen und ihn schließlich in der Nordsee oder besser noch dem Atlantik freizulassen.
Geplant und finanziert wird das Vorhaben den Angaben zufolge den Unternehmern Karin Walter-Mommert und Walter Gunz.
15. April, 15.46 Uhr: Die ersten Rettungsmaßnahmen haben schon begonnen
Der Zeitplan ist kurzfristig: Die ersten vorbereitenden Maßnahmen haben bereits begonnen. Um 17.30 Uhr sollen die Tauchgänge für den heutigen Tag beendet sein.
Die private Rettungsinitiative schicke zunächst Taucher ins Wasser, die Kontakt zu dem Tier aufnehmen und es beruhigen sollen. "Tierwohlstützende und leidlindernde Maßnahmen" sind demnach vorgesehen, so der Minister. Auch der Untergrund soll dabei untersucht werden.
Außerdem bat der Umweltminister um Verständnis, die zuständigen Leute in Ruhe zu lassen, damit sie arbeiten können. Es sollen regelmäßige Informationen zum Zustand des Wals veröffentlicht werden.
Der Wal sei die ganze Zeit über beobachtet worden: "Der Wal zeigt, dass noch Leben in ihm drinsteckt. Der Beweis, dass Wissenschaft sich auch mal irren kann", so der Minister.
Zwar habe der Wal schwere Schäden davongetragen, aber die Hoffnung bleibe, dass das Tier zurück in seinen Lebensraum kommt.
15. April, 15.35: Umliegende Länder sollen über Rettungsversuch informiert werden
Wenn das Prozedere beginnt, würden auch die umliegenden Länder Bescheid bekommen: Schleswig-Holstein, Dänemark, Norwegen - der Minister wird die entsprechenden Einrichtungen informieren.
Seit 12 Uhr sei das Konzept bestätigt. Die eigenen Experten vom Umweltministerium und vom ITAW haben das Konzept bewertet.
Die komplette Verantwortung liegt nun bei der Privatinitiative, stellte der Minister klar. Bei der Rettungsaktion sollen sowohl Meeresbiologen, Veterinärmediziner als auch technische Experten mit an Bord sein.
Backhaus kenne solch ein System bislang noch nicht und natürlich sei auch immer eine gewisse Unsicherheit dabei, so der Minister.
15. April, 15.26 Uhr: Schlepper sollen den Ozeanriesen bis in die Nordsee bringen
Mit Pontons und Luftkissen sowie einer Plane unter dem Buckelwal soll der Meeressäuger möglichst schonend geführt werden.
Außerdem soll dem Wal bei dieser Methode genügend Wasser zur Verfügung stehen. Die Pontons sollen in ausreichendem Abstand von Schleppern gezogen werden, sodass die Geräusche das Tier nicht stressen.
Genauere Details zur Rettungsmethode sollen in den nächsten Stunden veröffentlicht werden.
Er soll bis mindestens in die Nordsee geführt werden. Das Ziel sei, den Wal bis hin in den Atlantik zu begleiten.
15. April, 15.16 Uhr: So sieht der neue Rettungsversuch der Privatinitiative aus
Es soll bei der Rettung mit Luftkissen gearbeitet werden. Das Umweltministerium ist nicht mehr selbst dafür verantwortlich, was mit dem Wal passiert. Die Privatinitiative trägt die alleinige Verantwortung, stellte Backhaus klar.
"Das Kriterium erfüllt das Konzept der mildesten geeigneten Mittel und ist mit den wenigsten Eingriffen verbunden", so der Minister.
Die Rettungsaktion soll den Wal vorsichtig in tieferes Wasser bringen. Vorne am Kopf soll der Wal unterspült werden und dann würde er mithilfe einer Plane zwischen zwei Pontons befördert werden. Diese Methode soll vor allem sehr schonend und auch möglichst ruhig sein.
15. April, 15.10 Uhr: Umweltministerium gibt Verantwortung ab
Eine Privatinitiative möchte den gestrandeten Wal vor der Insel Poel in seine Obhut nehmen, um den Ozeanriesen zu retten. In einer Pressekonferenz nimmt Umweltminister Till Backhaus Stellung dazu.
"Es tritt eine Situation ein, über die ich ziemlich glücklich bin", so Backhaus. Seit gestern Abend liege ein Konzept vor, dass vom Umweltministerium und verschiedenen Experten geprüft wurde.
Mit der rechtlichen Situation sei es vereinbar, dass das Tier in Obhut genommen und gepflegt werden können. "Wir nehmen alle wahr, dass der Wal nach wie vor aktiv ist." Allerdings sei das Tier trotzdem schwer krank.
Ziel ist es in dem Konzept, dass der Wal sehr schnell geborgen werde und bis in die Nordsee und in den Atlantik begleitet werden soll. "Eine Lebendbergung hat es in Mecklenburg-Vorpommern bis jetzt noch nicht gegeben", erklärte der Minister.
15. April, 13.09 Uhr: Ausflugsschiff in der Nähe des Tiers von Polizei begleitet
Die Polizei hält Menschen weiter auf Abstand - sowohl an Land als auch auf dem Wasser. Nachdem eine Frau in der Nähe des Buckelwals am Wochenende von der Wasserschutzpolizei aus dem Wasser geholt wurde, begleiten Beamte derzeit ein in dem Bereich fahrendes Ausflugsschiff teilweise per Schlauchboot.
Auch die Einschätzung von Experten, die derzeit keine Rettungsmaßnahmen planen, sorgt weiterhin für Zorn. Wie ein Polizeisprecher erklärte, seien bereits weitere Proteste angekündigt - nicht nur auf Poel. Zuletzt waren Demo-Teilnehmende an Land in einen Sperrbereich eingedrungen.
15. April, 10.06 Uhr: "Timmy" wird mit Wasser benetzt
Ein kleiner Teil des Wals ragt wie an den Tagen zuvor ein Stück aus dem Ostsee-Wasser heraus.
Um seine Haut vor der Sonneneinstrahlung zu schützen und zu kühlen, wird der Buckelwal auch heute wieder mit Wasser von der Feuerwehr benetzt.
15. April, 6.50 Uhr: Buckelwal hat weitere Nacht überstanden
23 Tage ist es nun her, dass der Buckelwal auf einer Sandbank vor Niendorf strandete. Der Ozeanriese sitzt seit dem 31. März in der Kirchsee vor der Insel Poel fest. Auch am heutigen Mittwoch lebt das Tier noch immer und hat damit eine weitere Nacht überstanden.
Im Livestream von NEWS5 sind hin und wieder Fontänen über dem Wal zu erkennen.
14. April, 16.47 Uhr: Nach Sturm von Demonstranten - Absperrzaun wird verstärkt
Am Dienstagnachmittag verstärkten Behörden den Zaun, der den Bereich um den Buckelwal herum absperrt.
Unter anderem wurden dafür mehrere mit Wasser gefüllte Behälter zum Zaun transportiert, berichtete NEWS5.
Dadurch soll das Eindringen auf das abgesperrte Gelände erschwert werden. Zusätzlich brachten Einsatzkräfte einen Sichtschutz an den Zaun an.
14. April, 15.15 Uhr: Umweltminister warnt vor falschen Spendenaufrufen
Momentan kursieren in den sozialen Medien nach Angaben des Umweltministeriums Falschinformationen und Spendenaufrufe zu dem gestrandeten Wal.
"Diese Inhalte sind irreführend und missbrauchen die aktuelle Situation rund um den gestrandeten Wal", kritisierte Umweltminister Till Backhaus.
Bei den Aufrufen handle es sich nicht um offizielle Maßnahmen oder genehmigte Spendenaktionen. Die Beiträge seien emotional aufgeladen und würden die Betroffenheit über den gestrandeten Wal ausnutzen.
Der Umweltminister stellte klar, dass es keine Spendenkampagne des Umweltministeriums gebe und dass verdächtige Inhalte sofort der Polizei gemeldet werden sollten.
Außerdem seien im Internet manipulierte Dokumente, gefälschte Unterschriften sowie KI-generierte Videos, in denen Falschinformationen über die Rettung des Wals behauptet werden, im Umlauf.
14. April, 12.36 Uhr: PixelHelper zieht Antrag auf Rettungsversuch zurück
Das kommt unerwartet: Die Tierrechtsorganisation PixelHelper hat ihren Eilantrag auf einen Rettungsversuch des gestrandeten Wals zurückgezogen. Das teilten die Verantwortlichen bei Instagram mit.
Das Tier sei zum "Gegenstand politischer Instrumentalisierung geworden". Diese Entwicklung stehe im klaren Widerspruch eines "humanitären und tierethischen Handelns", das sich die Organisation auf die Fahne geschrieben habe. Deshalb habe man den Eilantrag zurückgezogen.
"Die Rettung von Tieren in Not darf niemals Bühne für politische Narrative sein.Wir stehen künftig für eine strikt unabhängige, schnelle und ausschließlich am Tierwohl orientierte Hilfe frei von ideologischen Interessen", schrieben die Verantwortlichen.
PixelHelper war am Montagvormittag mit einem Amphibienfahrzeug vor Ort aufgetaucht, später kam ein Tieflader samt Baggerschiff dazu. Ohne offizielle Erlaubnis durften die Beteiligten allerdings nicht tätig werden.
14. April, 8.38 Uhr: So geht es mit "Timmy" am Dienstag weiter
Der gestrandete Buckelwal "Timmy" hat die Nacht schadlos überstanden. "Die Lage ist unverändert. Die Streifen konnten in der Nacht nicht feststellen, ob der Wal noch atmet. Aber über den Stream sieht man, dass er noch atmet", erklärte ein Sprecher des Umweltministeriums am Dienstagmorgen.
Im Laufe des Tages soll es verschiedene Runden und Lagebesprechungen geben. Details nannte der Sprecher dazu nicht. Seit einigen Tagen planen aber private Initiativen die Rettung des Wales, bislang scheiterten sie aber vor dem Schweriner Verwaltungsgericht. Drei Eilverfahren sind allerdings noch offen.
Nachdem Demonstranten am Montagabend versucht hatten, zu dem Wal vorzudringen, war es in der Nacht zu keinen weiteren Versuchen gekommen. "Danach ist über Nacht alles ruhig geblieben", sagte der Sprecher.
13. April, 21 Uhr: Demonstranten dringen in Sperrbereich ein
Am Montag kam es im Umfeld des gestrandeten Wals erneut zu einem Zwischenfall.
Laut des Umweltministeriums seien etwa zehn Demonstranten durch eine Absperrung gebrochen und in einen Sperrbereich eingedrungen. Sie wurden von der Polizei zurückgedrängt, wie ein Sprecher erklärte.
Bereits in den vergangenen Tagen waren die Absperrungen mehrfach durchbrochen worden.
13. April, 19.31 Uhr: Umweltminister wehrt sich gegen Vorwürfe
In einer Mitteilung erklärte Umweltminister Backhaus, dass sich die Atmung des Tieres verändert habe. "Inzwischen gehen unsere wissenschaftlichen Berater davon aus, dass sich Wasser in der Lunge des Wals sammelt. Dies wäre dann ein Hinweis, dass seine Organe schwer geschädigt sind. Dies mitansehen zu müssen, fällt allen Beteiligten schwer."
Der Politiker wehrte sich darüber hinaus gegen "wüste Verschwörungstheorien und Falschdarstellungen", wie er er bezeichnete. So sei es zum Beispiel nicht richtig, dass das Land verpflichtet sei, alles zu tun, um den Wal zu retten.
Zwar sei der Staat zum Schutz der Tiere verpflichtet, dies begründe jedoch "keine konkrete Handlungspflicht im Einzelfall". Auch aus Tierschutz- und Artenschutzgründen gebe es diese Handlungspflicht bei Wildtieren in der Wildnis nicht.
Ebenfalls falsch sei der Vorwurf, man verstoße gegen den Tierschutz, wenn nichts unternommen werde. Vielmehr sei es verboten, einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zuzufügen. Ein Eingreifen sei demnach nur zulässig, wenn es dem Tier tatsächlich helfe. Maßnahmen ohne Erfolgsaussicht seien rechtswidrig, so Backhaus.
13. April, 17.24 Uhr: Polizei begleitet Fähre zur Überwachung mit Boot
Eine Reaktion auf die Vorkommnisse der vergangenen Tage: Nachdem zuletzt mehrere Personen ins Wasser gesprungen waren und zum Wal schwimmen wollten, schaut die Polizei nun ganz genau hin.
Wie Claus Tantzen, Sprecher des Umweltministeriums Mecklenburg-Vorpommerns, gegenüber TAG24 bestätigte, wird die Fähre zwischen Wismar und Poel nun von einem Boot der Wasserschutzpolizei begleitet.
So soll überwacht und gegebenenfalls verhindert werden, dass weitere Personen von Bord der Fähre springen und zum Tier gelangen.
13. April, 12.40 Uhr: Tierrechtsorganisation mit Amphibienfahrzeug eingetroffen
Wird es noch einen Rettungsversuch für den gestrandeten Buckelwal geben? Die Tierrechtsorganisation PixelHelper ist am Montagvormittag mit einem Amphibienfahrzeug eingetroffen.
"In den nächsten vier bis fünf Stunden trifft zusätzlich der Tieflader mit dem Baggerschiff ein und wird sich ebenfalls hier positionieren", heißt es auf dem Instagram-Account der Organisation.
Das Team sei bereit, sofort loszulegen, wenn es grünes Licht bekomme. "Alles steht. Alles ist vorbereitet. Jetzt entscheidet das Gericht, ob wir helfen dürfen", schreiben die Aktivisten.
Das Fahrzeug wurde bereits bei der ersten Rettung vor Niendorf genutzt und wurde von der Organisation nun beim Ökologischen Gewässerdienst Wandhoff gebucht. Geschäftsführer Hannes Wandhoff verriet im Gespräch mit TAG24 allerdings, dass es noch keine konkreten Pläne gäbe.
"Die haben die Hoffnung, dass der Wal dort gerettet werden darf und wollten dann auf Nummer sicher gehen und schon mal Fahrzeuge und dergleichen da stehen haben. Ich glaube nicht, dass das zustande kommt. Aber gut, wir werden es sehen", so Wandhoff.
13. April, 9 Uhr: Wal hat eine weitere Nacht überstanden
Auch am Morgen von Tag 22 seit der Strandung vor Niendorf ist der Buckelwal noch am Leben. Wie Claus Tantzen, Sprecher des Umweltministeriums Mecklenburg-Vorpommerns gegenüber TAG24 bestätigte, sei die Lage unverändert.
Der Ozeanriese sitzt seit dem 31. März in der Kirchsee vor der Insel Poel fest.
12. April, 19.06 Uhr: Frau behauptet, Wal liege nicht im Sterben
Nach ihrer versuchten Kontaktaufnahme mit dem Wal sprach die Schwimmerin vor Ort über ihre Beweggründe.
Sie habe für "mediale Aufmerksamkeit" sorgen wollen, damit das Tier nicht einfach vergessen werde, erklärte die Frau, die laut eigener Aussage Nicola heiße und eigentlich Eisbachsurferin in München sei.
Nach ihrer Einschätzung sei der Wal "topfit" und es stimme nicht, dass er im Sterben liege, behauptete die Frau. Das Tier habe auf ihre Annäherung reagiert und sich "gefreut", urteilte sie zudem.
Den Verantwortlichen warf sie vor, "kein Mitleid, Herz und Empathie" zu haben.
12. April, 18.11 Uhr: Frau will zum gestrandeten Wal schwimmen
Wie schon am Samstag gab es auch am Sonntag einen kleinen Zwischenfall: Eine Frau soll im Neoprenanzug ins Wasser gestiegen sein, um offenbar zum gestrandeten Wal zu schwimmen. Das berichtet NEWS5.
Mit einem Polizeiboot seien Einsatzkräfte daraufhin zu der Frau gefahren, um sie aufzuhalten. Sie sei schließlich an Bord geklettert und zurück an Land gebracht worden.
12. April, 13.35 Uhr: Weiterer Protest in Kirchdorf
Auch am Sonntag sollte von 12 bis 16 Uhr wieder eine Versammlung am Hafen in Kirchdorf stattfinden.
Gegen Mittag seien 80 Menschen vor Ort gewesen, wie die Polizei mitteilte.
12. April, 13.25 Uhr: Erneuter Rettungsversuch scheiterte
Auf einen spontanen Mobilisierungsversuch am Samstag, bei dem unter Wasser die eigenen Walgesänge des Tiers abgespielt wurden, habe der Buckelwal nicht reagiert.
Der Versuch, den Wal so zu ermutigen, sich selbst zu befreien, sei zuvor mit dem deutschen Meeresmuseum abgestimmt worden.
Die letzten Rettungsversuche wurden am 1. April aufgrund des Gesundheitszustandes des Tiers eingestellt, um den Wal in Frieden gehen zu lassen, wie Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) mitteilte.
Man habe sich jedoch aufgrund der starken Walgesänge in den Nächten zuvor am Samstag für einen erneuten Versuch entschieden.
12. April, 13.15 Uhr: Gestrandeter Buckelwal atmet schwächer
Der vor der Insel Poel gestrandete Wal atmet im Vergleich zu den vergangenen Tagen schwächer.
Es werde zudem untersucht, ob eine neu beobachtete Zwischenatmung ein Anzeichen eines nahen Ablebens sein könnte, wie eine Sprecherin des Umweltministeriums mitteilte.
Es gebe keine Hinweise auf eine Stabilisierung des Gesundheitszustandes.
Zwar seien leichte Bewegungen der Schwanzflosse beobachtet worden, nach fachlicher Einschätzung sei das jedoch kein Hinweis auf eine gesundheitliche Verbesserung.
12. April, 8.10 Uhr: Buckelwal hat eine weitere Nacht überstanden
Auch am Sonntagmorgen atmet Meeressäuger "Timmy" noch.
Der Ozeanriese hat die Nacht zu Sonntag überstanden. Im Livestream von NEWS5 sind in regelmäßigen Abständen Fontänen über dem Wal zu erkennen.
11. April, 15.52 Uhr: Zahlreiche Menschen protestieren für Wal-Rettung
Am Samstag versammelten sich etwa 170 Menschen zunächst in Wismar und zogen schließlich weiter nach Kirchdorf auf der Insel Poel.
Dabei hielten die Demonstrierenden einige Plakate in die Luft und forderten lautstark unter anderem Hilfe für den gestrandeten Buckelwal.
Auch die Polizei war vor Ort. Insgesamt sei der Protest zwar emotional, aber friedlich abgelaufen, berichtete NEWS5.
Doch einige Teilnehmende der Demo hatten die Polizeiabsperrungen sogar durchbrochen, um weiter zum Ufer und damit in die Nähe des Wals zu kommen. Dort bildeten sie eine Menschenkette, um für die Rettung des Wals einzutreten.
Nachdem sie bemerkt hatten, dass gerade ein erneuter Mobilisierungsversuch zur Rettung des Wals zugange war, haben sie die Zone wieder verlassen, wie die Sprecherin des Umweltministeriums sagte. Nach dem Vorfall sei die Walwacht nun personell verstärkt worden.
11. April, 13.56 Uhr: Wal ist keine Gefahr für die Umwelt
Der vor Wismar gestrandete Buckelwal hat aktuellen Erkenntnissen zufolge keinen Einfluss auf die Wasserqualität in der Wismarbucht in der Ostsee.
Wie das Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommerns mitteilte, geht von dem sterbenden Tier keine Gefahr für die Umwelt oder öffentliche Gesundheit aus. "Die Proben wurden ausgewertet, und ich kann sagen, dass das Wasser bei dem Wal Badewasserqualität hat", sagte der zuständige Minister Till Backhaus (SPD) in der Pressemitteilung.
Demnach sind keine Grenzwerte überschritten worden. Zuvor war das Landesamt für Gesundheit beauftragt worden, den Zustand des Wassers bei dem Wal vor der Insel Poel zu untersuchen.
11. April, 10.15 Uhr: "Timmy" wird weiterhin mit Wasser benetzt
Der vor Wismar gestrandete Wal zeigt weiterhin Lebenszeichen.
Das Tier liege noch an der gleichen Position und gebe Geräusche von sich, berichtet ein dpa-Reporter vor Ort. Demnach stoße der rund zwölf Meter lange Meeressäuger auch regelmäßig Luft aus.
Die aufgebauten Wassersprenger benetzen das verletzte Tier zudem weiter mit Wasser.
11. April, 8.54 Uhr: Buckelwal hat die Nacht überstanden
Im Livestream von NEWS5 vor Ort ist zu sehen, wie der Buckelwal "Timmy" atmet.
Auch die Nacht zu Samstag hat der Ozeanriese überstanden. In gleichmäßigen Abständen sind Fontänen über dem Wal zu erkennen.
10. April, 18.30 Uhr: MediaMarkt-Mitgründer will "Timmy" retten
Auch MediaMarkt-Mitgründer Walter Gunz (80) hat sich zum gestrandeten Wal geäußert. Warum er das Tier nicht aufgeben will, obwohl Experten keine weiteren Rettungsaktionen angekündigt haben? "Ich habe mir schon immer gedacht: Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen", erklärt er im Gespräch mit NEWS5.
"Wenn man es nicht versucht, ist es eine Unterlassung", so der Unternehmer über das im Sterben liegende Tier. Er ist der Meinung, dass es die Verantwortung des Menschen ist, dem Wal zu helfen. Zudem hat er angeboten, die Kosten für eine Rettung zu tragen, sofern es dem Tier helfen würde.
So habe Gunz mit seinen Kontakten nach eigenen Angaben sogar versucht, über juristische Wege eine neue Chance für den Buckelwal zu bekommen. "Ich kann nicht verstehen, warum man nicht von Anfang an versucht hat, mehr zu tun", gesteht der Unternehmer. Dennoch räumt er immer wieder ein, dass er selbst nicht vom Fach sei und kein Biologe ist.
Die Pläne von Gunz zur Rettung des Tiers wurden am Freitag von den Experten diskutiert und abgelehnt. Der Millionär habe unter anderem vorgeschlagen, dem Buckelwal ein Antibiotikum in die Schwanzflosse zu spritzen, mit dem die Abwehrkräfte des Tieres gestärkt werden sollen.
Ein Bagger sollte schließlich ein Loch vor dem Wal graben, damit er langsam ins Wasser rutschen könne. Minister Backhaus sowie weitere Experten sind sich jedoch weiterhin einig: Jede weitere Rettungsaktion wäre eine Quälerei für das Tier.