Diese Immobilie ist einzigartig in Deutschland: Mini-Insel wird zur Genossenschaft, Ansturm auf Anteile

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Rügen - Der neue Besitzer der künstlichen Mini-Insel vor Rügen will die Sanierung der maroden Plattform durch eine Genossenschaft finanzieren. Die Nachfrage ist groß.

Der Lost Place soll durch eine Genossenschaft zu "Eden Island" werden
Der Lost Place soll durch eine Genossenschaft zu "Eden Island" werden  © TAG24/Tobias Bruns

Die alte Militäranlage ist von einer tonnenschweren Schicht Vogelkot bedeckt, der Beton von Rissen durchzogen, im Boden klaffen etliche Löcher - und doch scheint die außergewöhnlichste Immobilie Deutschlands Sehnsüchte zu wecken.

Seit Samstag ist bekannt, dass Eigentümer Oliver Pesendorfer eine Genossenschaft gründen will, um die nach seiner Einschätzung für die Sanierung fälligen 1,5 Millionen Euro zu stemmen.

"Wir haben heute schon 120 Anfragen erhalten für die Genossenschaft. Viele wollen dabei sein", so Pesendorfer auf TAG24-Nachfrage.

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Die Genossenschaft gründet der österreichische Unternehmer gemeinsam mit Daniel Pflieger Wu, den der 59-Jährige bei der Versteigerung in Hamburg Anfang Juni kennengelernt hat.

Pflieger Wu hatte ebenfalls Interesse an der Insel. Statt sich gegenseitig hochzubieten, beschlossen sie, gemeinsame Sache zu machen.

Tiny House für Gäste und Handwerker

Oliver Pesendorfer (59) will zunächst ein Tiny House auf die Plattform stellen.
Oliver Pesendorfer (59) will zunächst ein Tiny House auf die Plattform stellen.  © TAG24/Tobias Bruns

Die Idee sei, die Insel gemeinschaftlich zu entwickeln. "Es soll dort ein kreativer Sehnsuchtsort entstehen, mit Ruhe, Perspektive und Abgeschiedenheit. Für Künstler, Musiker, Unternehmer. Es ist viel zu tun, das sieht man. Aber ich habe Bock", so der Mitgründer auf seinem Instagram-Account.

Insgesamt sollen 1000 Anteile für jeweils 999 Euro verkauft werden. Die Mitglieder sollen Mitspracherecht bei der Entwicklung des Projekts und Vorzugsrechte bei der späteren Nutzung der Insel erhalten.

Außerdem sollen sie perspektivisch auch wirtschaftlich am Erfolg der Genossenschaft beteiligt werden.

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Im ersten Schritt muss ein Anlegesteg her, um überhaupt Baugeräte und Container auf die Plattform schaffen zu können.

Während der Umbauphase soll ein Tiny House von der McCube GmbH, dessen CEO Pesendorfer ist, als Unterkunft für Projektpartner, Handwerker, Kreative und Gäste dienen.

Titelfoto: TAG24/Tobias Bruns

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