Rettungsaktion von gestrandetem Timmy: Erste Personen sind bei Wal im Wasser
Niendorf/Wismar/Poel - Wochenlang versuchten Rettungskräfte, einen gestrandeten und zwischendurch wieder befreiten Buckelwal in der Ostsee zurück ins offene Meer zu führen - ohne Erfolg. Nachdem der Ozeanriese bereits seit Tagen vor der Insel Poel liegt, wird nun ein neuer Rettungsversuch unternommen. TAG24 berichtet im Liveticker.
Nachdem der Buckelwal am Montag, dem 23. März, auf einer Sandbank vor Niendorf (Schleswig-Holstein) gestrandet war, scheiterten mehrere Rettungsversuche. Obwohl sich der Ozeanriese zwischenzeitlich doch befreien konnte, strandete kurz darauf mehrfach vor Wismar (Mecklenburg-Vorpommern). Auch hier konnte er sich lösen.
Das Tier schwamm daraufhin in verschiedene Richtungen, strandete schließlich am Dienstag vor zwei Wochen (31. März) kurz vor der Insel Poel. Erneut versuchten mehrere Boote, ihn zum Schwimmen zu animieren - jedoch ohne Erfolg.
Da der Ozeanriese tagelang an der gleichen Stelle lag, lautete die Expertenmeinung, dass der Wal an dieser höchstwahrscheinlich auch sterben würde.
Es folgte jedoch eine erstaunliche Wendung: Eine Privatinitiative will den Buckelwal in ihre Obhut nehmen und das Tier befreien! Am Donnerstag startete die geplante Aktion.
16. April, 12.41 Uhr: Taucher benetzen "Timmy" weiter mit Wasser
Noch immer sind die Taucher direkt neben dem Wal und benetzen das Tier per Hand mit Wasser. Auch die Sprinkleranlage besprüht "Timmy" zusätzlich mit Wasser. Zudem wurde ein kleines Tuch auf den Wal gelegt. Die Hintergründe dazu sind bisher noch nicht ganz klar.
16. April, 12.14 Uhr: Erste Personen im Wasser
Es geht los: Sechs Personen befinden sich nun mit zwei Stand-Up-Paddeln im Wasser direkt neben dem Wal.
Was geplant ist: Taucher sollen sich einen Überblick verschaffen. Außerdem soll noch heute damit begonnen werden, die Brustflossen freizuspülen. Ob diese Maßnahme jetzt direkt passiert, ist jedoch noch nicht ganz klar.
Immer wieder geben die Taucher Wasser auf den Rücken des Tieres. Es sind die ersten Annäherungsversuche des Rettungs-Teams.
16. April, 12 Uhr: Greenpeace unterstützt Rettungsaktion nicht
Die Umweltschutzorganisation Greenpeace beteiligt sich nicht an der geplanten Rettungsaktion für den Buckelwal. "Nach allen uns vorliegenden Informationen ist dieser Wal krank und stark geschwächt", so die aktuelle Einordnung von Daniela von Schaper, Meeres-Expertin von Greenpeace, auf Nachfrage von TAG24.
"Laut wissenschaftlichen Gutachten des Deutschen Meeresmuseums und des Instituts für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung sind die Erfolgsaussichten des Tieres bei einer Lebendbergung sehr gering und gehen mit einem hohen Verletzungsrisiko einher."
Von einer Lebendbergung sollte daher nach Auffassung von von Schaper abgesehen werden. Zuvor hatte sich Greenpeace über mehrere Tage an den Rettungsversuchen beteiligt. Jetzt wolle sich die Organisation darauf konzentrieren, den Schutz der Meere voranzubringen.
16. April, 11.41 Uhr: Rettungsteam ist vor Ort
Derzeit bereitet sich das Rettungs-Team ganz in der Nähe des Wals am Ufer vor - darunter auch der technische Leiter der Aktion. Die Vorbereitungen sollen noch einige Zeit in Anspruch nehmen, bis es letztendlich raus aufs Wasser geht.
16. April, 10.52 Uhr: Polizeischiff in der Nähe des Wals
Wie zuvor bereits angekündigt, wird auch die Polizei die Maßnahmen begleiten. Dazu ist nun das Polizeischiff "Ueckers" aufs Wasser ausgerückt, das sich aktuell in der Nähe des Wals befindet.
Der Wal wird weiterhin mit Wasser benetzt. Taucher machen sich am Ufer bereit und ziehen ihre Neoprenanzüge an.
16. April, 10.06 Uhr: Backhaus erwartet weitere Wal-Strandungen
Umweltminister Backhaus geht von weiteren künftigen Wal-Strandungen an deutschen Küsten aus. "Der nächste Wal kommt bestimmt", erklärte er noch vor Beginn der Rettungsaktion am Donnerstag. Er verwies auf einen Beluga-Wal, der vor Flensburg gesichtet worden sei. "Das heißt, wir werden uns mit dem Thema weiter auseinandersetzen müssen."
Für den Umgang mit künftigen Strandungen forderte Backhaus eine überregionale Koordination. Dafür gebe es mit dem Havariekommando, das vom Bund und den Küstenländern für Schiffsunglücke gebildet wurde, eine geeignete Einheit.
16. April, 9.40 Uhr: Bislang keine Personen im Wasser
Die anfängliche Besprechung zwischen den Beteiligten auf der Insel Poel ist abgeschlossen. Dennoch sind bislang keine Maßnahmen im Wasser erkennbar. Die Aktion verzögert sich weiter. Geplant war, dass ähnlich wie am Tag zuvor, zunächst ein Taucher in die Ostsee steigt, um sich dem Tier vorsichtig zu nähern und zu beruhigen.
16. April, 8.35 Uhr: Umweltminister vor Ort eingetroffen
Umweltminister Till Backhaus (SPD) ist eingetroffen. Dieser hatte die weiteren geplanten Maßnahmen am Mittwoch in einer Pressekonferenz verkündet. Der Politiker hat große Hoffnung, dass die Rettung gelingt. Die Verantwortung für die Aktion liege allerdings komplett bei den Initiatoren, auch finanziell.
Die Besprechung mit allen Beteiligten ist nun abgeschlossen. "Wir werden alle Maßnahmen genau überwachen", so Backhaus im Gespräch mit NEWS5. "Wir haben gestern entschieden, dass wir die Aktion dulden. Auch im Sinne des Tierwohls. Jetzt warten wir auf die weiteren Maßnahmen."
Auch an Tag 17 vor der Insel Poel lebt das Tier weiter. "Deswegen glauben wir, dass er eine Chance hat. Und diese Chance wollen wir nutzen", so der Politiker. Der Gesundheitszustand des Tiers habe sich nicht verändert. Er atmet alle zwei bis fünf Minuten.
16. April, 8.05 Uhr: Auch internationale Verstärkung soll eintreffen
Nachdem der Start für die Rettungsaktion eigentlich für 6 Uhr geplant war, gibt es bislang noch immer keine bedeutenden Entwicklungen vor Ort. Neben Experten aus Deutschland sollen auch internationale Profis eingeflogen sein, um den Prozess zu begleiten.
16. April, 6.50 Uhr: Erste Besprechungen gestartet
Es geht los! Die ersten Maßnahmen für die Vorbereitung der Rettungsaktion am Donnerstag werden getroffen. So sind unter anderem bereits einige Einsatzkräfte der Polizei vor Ort, die das Vorhaben begleiten.
Auch Besprechungen zum weiteren Vorgehen der Beteiligten vor Ort laufen. Am Mittwoch war zur Vorbereitung bereits ein Taucher im Wasser, um den Zustand des Buckelwals zu überprüfen.
Am heutigen Donnerstag sollen jedoch nur erste Maßnahmen zur Rettung vollzogen werden. Das eigentliche Anheben des Tiers soll offenbar frühestens am Freitag erfolgen. Ziel ist es, den Ozeanriesen aus dem Gebiet vor der Insel Poel herauszuführen und ihn schließlich in der Nordsee oder besser noch dem Atlantik freizulassen.
16. April, 6.34 Uhr: "Timmy" hat eine weitere Nacht überstanden
Während der Beginn der Rettungsaktion noch immer auf sich warten lässt, ist eine Sache jedoch klar: Der Buckelwal lebt weiterhin! Immer wieder ist zu sehen, wie das Tier kleine Fontänen ausstößt.
16. April, 6.09 Uhr: Geplante Rettungsaktion verzögert sich
Am Mittwoch hatte Umweltminister Till Backhaus (SPD) erklärt, dass die angekündigte und teils bereits vorbereitete Rettungsmaßnahme am Donnerstag ab 6 Uhr starten soll. Bislang haben die Maßnahmen allerdings nicht begonnen.
Zuständige Experten waren am Morgen für TAG24 bislang ebenfalls noch nicht zu erreichen. Auch im Livestream von NEWS5 sind keine Retter zu erkennen. Alles deutet darauf hin, dass sich der Beginn der Aktion noch etwas verzögert.
Umgesetzt werden soll das Konzept von einer privaten Initiative, die für die Aktion laut Umweltministerium die Verantwortung trägt. Dazu sollen Luftkissen unter das Tier gebracht werden, um es schonend anzuheben. Dabei soll Schlick unter dem Wal weggespült werden. Dieser solle dann auf einer Plane zwischen zwei Pontons gelagert und transportiert werden.
15. April, 20.32 Uhr: Gunz spricht von "Operation am offenen Herzen"
MediaMarkt-Mitgründer Walter Grunz sprach im Interview mit NEWS5 von dem sorgfältig ausgearbeiteten Plan und dem fachlich starken Team der privaten Rettungsinitiative.
Gleichzeitig verglich er die aktuelle Situation mit einer "Operation am offenen Herzen".Seiner Meinung nach sei es entscheidend, dass dem Tier möglichst nichts geschehe, auch wenn der Ausgang offen bleibe.
Laut Gunz habe man nun "alle Voraussetzungen geschafft" und er blicke hoffnungsvoll auf den nächsten Tag. Doch er warnte auch davor, nicht zu euphorisch zu werden, da Leben und Tod weiter nicht in menschlicher Hand liegen würden.
15. April, 17.57 Uhr: MediaMarkt-Gründer meint Rettungsversuch werde "schon nicht hundert Millionen kosten"
Zu den erwarteten Kosten der Aktion, die Gunz und die Unternehmerin Karin Walter-Mommert übernehmen, gab der MediaMarkt-Gründer an, die Dimension nicht abschätzen zu können.
Das Ganze werde "schon nicht hundert Millionen kosten", sagte er. "Die Leute denken immer zu viel an Geld. Man darf sich da nicht verkrampfen. Geld ist eine Energie und man muss sorgfältig damit umgehen." Geld, Kraft und Energie müsse man für das Richtige und Gute einsetzen.
Er selbst sei von Bekannten gefragt worden, ob man für den Wal nicht etwas tun könne, erzählt Gunz. "Dann bin ich plötzlich als der Retter der Nation erschienen, obwohl ich vom Typ her eigentlich überhaupt kein Held bin."
Der Unternehmer betonte, es sei nicht garantiert, dass der Versuch gelinge – zumal der Wal gesundheitlich angeschlagen sei und es unklar sei, ob man ihn ausreichend aktivieren könne. "Wenn Sie 14 Tage im Krankenhaus liegen, können Sie auch nicht losrennen", so Gunz.
15. April, 17.30 Uhr: Wal-Retter Gunz: "Mehr als einmal sterben kann er ja nicht"
MediaMarkt-Gründer Walter Gunz hat mit seinen Mitstreitern überraschend grünes Licht für einen privat finanzierten Rettungsversuch des in der Ostsee gestrandeten Wals bekommen – und zeigt sich kämpferisch.
"Mehr als einmal sterben kann er ja nicht", sagte Gunz der Deutschen Presse-Agentur. Ohne die Aktion werde Wal Timmy in jedem Fall sterben. "Wenn man was versucht, dann hat man zumindest die Chance, dass man ihn rettet."
Zuvor waren Pläne für Rettungsaktionen abgelehnt worden, weil sie Fachleuten zufolge noch mehr Stress und Leid für den Wal bedeutet hätten. Die Experten empfahlen, den Wal in Ruhe sterben zu lassen. Gunz ist der Ansicht, mit einem "großartigen Team" samt Wal-Spezialisten das Risiko für Stress und Leid ausgeräumt zu haben.
Organisationen wie Greenpeace oder das Deutsche Meeresmuseum gaben nach der Erlaubnis der Aktion an, nicht in die Vorbereitungen eingebunden worden zu sein.
15. April, 17.25 Uhr: Meeresmuseum wurde nicht in Wal-Rettungspläne einbezogen
Das Deutsche Meeresmuseum war nach eigenen Angaben nicht in das neue Konzept zur Rettung des vor der Ostsee-Insel Poel gestrandeten Wals eingebunden.
"Das Deutsche Meeresmuseum teilt mit, dass es nicht in die Vorbereitungen der aktuell geplanten Lebendbergung des Buckelwals vor Poel einbezogen wurde", hieß es in einem Statement des in der Hansestadt Stralsund beheimateten Museums.
Auch das gesamte Konzept liege dem Museum nicht vor. "Die Fachleute erfuhren davon aus der Pressekonferenz", teilte die Einrichtung nach dem Auftritt von Till Backhaus vor der Presse am Nachmittag mit.
"Eine neue Lagebewertung gibt es seitens der Stiftung Deutsches Meeresmuseum nicht", hieß es in der Mitteilung.
15. April, 16.14 Uhr: Donnerstag beginnt die erste Phase der Rettung
Der Minister verdeutlichte zudem, dass das Unternehmer-Duo die Rettungsaktion selbst finanziere.
Dabei gehe alles relativ schnell: Schon am Donnerstag ab 6 Uhr soll die erste Phase beginnen. Diese beinhaltet vorsichtiges Spülen, um den Schlick unter dem Wal wegzuspülen. Zusätzlich sollen die ersten Luftkissen unter das Tier eingebaut werden, um es schonend anzuheben.
Am Freitag soll, wenn alles gut läuft, schon der Transportversuch des Wals starten. Ziel ist es, den Ozeanriesen aus dem Gebiet herauszuführen und ihn schließlich in der Nordsee oder besser noch dem Atlantik freizulassen.
Geplant und finanziert wird das Vorhaben den Angaben zufolge den Unternehmern Karin Walter-Mommert und Walter Gunz.
15. April, 15.46 Uhr: Die ersten Rettungsmaßnahmen haben schon begonnen
Der Zeitplan ist kurzfristig: Die ersten vorbereitenden Maßnahmen haben bereits begonnen. Um 17.30 Uhr sollen die Tauchgänge für den heutigen Tag beendet sein.
Die private Rettungsinitiative schicke zunächst Taucher ins Wasser, die Kontakt zu dem Tier aufnehmen und es beruhigen sollen. "Tierwohlstützende und leidlindernde Maßnahmen" sind demnach vorgesehen, so der Minister. Auch der Untergrund soll dabei untersucht werden.
Außerdem bat der Umweltminister um Verständnis, die zuständigen Leute in Ruhe zu lassen, damit sie arbeiten können. Es sollen regelmäßige Informationen zum Zustand des Wals veröffentlicht werden.
Der Wal sei die ganze Zeit über beobachtet worden: "Der Wal zeigt, dass noch Leben in ihm drinsteckt. Der Beweis, dass Wissenschaft sich auch mal irren kann", so der Minister.
Zwar habe der Wal schwere Schäden davongetragen, aber die Hoffnung bleibe, dass das Tier zurück in seinen Lebensraum kommt.
15. April, 15.35: Umliegende Länder sollen über Rettungsversuch informiert werden
Wenn das Prozedere beginnt, würden auch die umliegenden Länder Bescheid bekommen: Schleswig-Holstein, Dänemark, Norwegen - der Minister wird die entsprechenden Einrichtungen informieren.
Seit 12 Uhr sei das Konzept bestätigt. Die eigenen Experten vom Umweltministerium und vom ITAW haben das Konzept bewertet.
Die komplette Verantwortung liegt nun bei der Privatinitiative, stellte der Minister klar. Bei der Rettungsaktion sollen sowohl Meeresbiologen, Veterinärmediziner als auch technische Experten mit an Bord sein.
Backhaus kenne solch ein System bislang noch nicht und natürlich sei auch immer eine gewisse Unsicherheit dabei, so der Minister.
15. April, 15.26 Uhr: Schlepper sollen den Ozeanriesen bis in die Nordsee bringen
Mit Pontons und Luftkissen sowie einer Plane unter dem Buckelwal soll der Meeressäuger möglichst schonend geführt werden.
Außerdem soll dem Wal bei dieser Methode genügend Wasser zur Verfügung stehen. Die Pontons sollen in ausreichendem Abstand von Schleppern gezogen werden, sodass die Geräusche das Tier nicht stressen.
Genauere Details zur Rettungsmethode sollen in den nächsten Stunden veröffentlicht werden.
Er soll bis mindestens in die Nordsee geführt werden. Das Ziel sei, den Wal bis hin in den Atlantik zu begleiten.
15. April, 15.16 Uhr: So sieht der neue Rettungsversuch der Privatinitiative aus
Es soll bei der Rettung mit Luftkissen gearbeitet werden. Das Umweltministerium ist nicht mehr selbst dafür verantwortlich, was mit dem Wal passiert. Die Privatinitiative trägt die alleinige Verantwortung, stellte Backhaus klar.
"Das Kriterium erfüllt das Konzept der mildesten geeigneten Mittel und ist mit den wenigsten Eingriffen verbunden", so der Minister.
Die Rettungsaktion soll den Wal vorsichtig in tieferes Wasser bringen. Vorne am Kopf soll der Wal unterspült werden und dann würde er mithilfe einer Plane zwischen zwei Pontons befördert werden. Diese Methode soll vor allem sehr schonend und auch möglichst ruhig sein.
15. April, 15.10 Uhr: Umweltministerium gibt Verantwortung ab
Eine Privatinitiative möchte den gestrandeten Wal vor der Insel Poel in seine Obhut nehmen, um den Ozeanriesen zu retten. In einer Pressekonferenz nimmt Umweltminister Till Backhaus Stellung dazu.
"Es tritt eine Situation ein, über die ich ziemlich glücklich bin", so Backhaus. Seit gestern Abend liege ein Konzept vor, dass vom Umweltministerium und verschiedenen Experten geprüft wurde.
Mit der rechtlichen Situation sei es vereinbar, dass das Tier in Obhut genommen und gepflegt werden können. "Wir nehmen alle wahr, dass der Wal nach wie vor aktiv ist." Allerdings sei das Tier trotzdem schwer krank.
Ziel ist es in dem Konzept, dass der Wal sehr schnell geborgen werde und bis in die Nordsee und in den Atlantik begleitet werden soll. "Eine Lebendbergung hat es in Mecklenburg-Vorpommern bis jetzt noch nicht gegeben", erklärte der Minister.
15. April, 13.09 Uhr: Ausflugsschiff in der Nähe des Tiers von Polizei begleitet
Die Polizei hält Menschen weiter auf Abstand - sowohl an Land als auch auf dem Wasser. Nachdem eine Frau in der Nähe des Buckelwals am Wochenende von der Wasserschutzpolizei aus dem Wasser geholt wurde, begleiten Beamte derzeit ein in dem Bereich fahrendes Ausflugsschiff teilweise per Schlauchboot.
Auch die Einschätzung von Experten, die derzeit keine Rettungsmaßnahmen planen, sorgt weiterhin für Zorn. Wie ein Polizeisprecher erklärte, seien bereits weitere Proteste angekündigt - nicht nur auf Poel. Zuletzt waren Demo-Teilnehmende an Land in einen Sperrbereich eingedrungen.
15. April, 10.06 Uhr: "Timmy" wird mit Wasser benetzt
Ein kleiner Teil des Wals ragt wie an den Tagen zuvor ein Stück aus dem Ostsee-Wasser heraus.
Um seine Haut vor der Sonneneinstrahlung zu schützen und zu kühlen, wird der Buckelwal auch heute wieder mit Wasser von der Feuerwehr benetzt.
15. April, 6.50 Uhr: Buckelwal hat weitere Nacht überstanden
23 Tage ist es nun her, dass der Buckelwal auf einer Sandbank vor Niendorf strandete. Der Ozeanriese sitzt seit dem 31. März in der Kirchsee vor der Insel Poel fest. Auch am heutigen Mittwoch lebt das Tier noch immer und hat damit eine weitere Nacht überstanden.
Im Livestream von NEWS5 sind hin und wieder Fontänen über dem Wal zu erkennen.
14. April, 16.47 Uhr: Nach Sturm von Demonstranten - Absperrzaun wird verstärkt
Am Dienstagnachmittag verstärkten Behörden den Zaun, der den Bereich um den Buckelwal herum absperrt.
Unter anderem wurden dafür mehrere mit Wasser gefüllte Behälter zum Zaun transportiert, berichtete NEWS5.
Dadurch soll das Eindringen auf das abgesperrte Gelände erschwert werden. Zusätzlich brachten Einsatzkräfte einen Sichtschutz an den Zaun an.
14. April, 15.15 Uhr: Umweltminister warnt vor falschen Spendenaufrufen
Momentan kursieren in den sozialen Medien nach Angaben des Umweltministeriums Falschinformationen und Spendenaufrufe zu dem gestrandeten Wal.
"Diese Inhalte sind irreführend und missbrauchen die aktuelle Situation rund um den gestrandeten Wal", kritisierte Umweltminister Till Backhaus.
Bei den Aufrufen handle es sich nicht um offizielle Maßnahmen oder genehmigte Spendenaktionen. Die Beiträge seien emotional aufgeladen und würden die Betroffenheit über den gestrandeten Wal ausnutzen.
Der Umweltminister stellte klar, dass es keine Spendenkampagne des Umweltministeriums gebe und dass verdächtige Inhalte sofort der Polizei gemeldet werden sollten.
Außerdem seien im Internet manipulierte Dokumente, gefälschte Unterschriften sowie KI-generierte Videos, in denen Falschinformationen über die Rettung des Wals behauptet werden, im Umlauf.
14. April, 12.36 Uhr: PixelHelper zieht Antrag auf Rettungsversuch zurück
Das kommt unerwartet: Die Tierrechtsorganisation PixelHelper hat ihren Eilantrag auf einen Rettungsversuch des gestrandeten Wals zurückgezogen. Das teilten die Verantwortlichen bei Instagram mit.
Das Tier sei zum "Gegenstand politischer Instrumentalisierung geworden". Diese Entwicklung stehe im klaren Widerspruch eines "humanitären und tierethischen Handelns", das sich die Organisation auf die Fahne geschrieben habe. Deshalb habe man den Eilantrag zurückgezogen.
"Die Rettung von Tieren in Not darf niemals Bühne für politische Narrative sein.Wir stehen künftig für eine strikt unabhängige, schnelle und ausschließlich am Tierwohl orientierte Hilfe frei von ideologischen Interessen", schrieben die Verantwortlichen.
PixelHelper war am Montagvormittag mit einem Amphibienfahrzeug vor Ort aufgetaucht, später kam ein Tieflader samt Baggerschiff dazu. Ohne offizielle Erlaubnis durften die Beteiligten allerdings nicht tätig werden.
14. April, 8.38 Uhr: So geht es mit "Timmy" am Dienstag weiter
Der gestrandete Buckelwal "Timmy" hat die Nacht schadlos überstanden. "Die Lage ist unverändert. Die Streifen konnten in der Nacht nicht feststellen, ob der Wal noch atmet. Aber über den Stream sieht man, dass er noch atmet", erklärte ein Sprecher des Umweltministeriums am Dienstagmorgen.
Im Laufe des Tages soll es verschiedene Runden und Lagebesprechungen geben. Details nannte der Sprecher dazu nicht. Seit einigen Tagen planen aber private Initiativen die Rettung des Wales, bislang scheiterten sie aber vor dem Schweriner Verwaltungsgericht. Drei Eilverfahren sind allerdings noch offen.
Nachdem Demonstranten am Montagabend versucht hatten, zu dem Wal vorzudringen, war es in der Nacht zu keinen weiteren Versuchen gekommen. "Danach ist über Nacht alles ruhig geblieben", sagte der Sprecher.
13. April, 21 Uhr: Demonstranten dringen in Sperrbereich ein
Am Montag kam es im Umfeld des gestrandeten Wals erneut zu einem Zwischenfall.
Laut des Umweltministeriums seien etwa zehn Demonstranten durch eine Absperrung gebrochen und in einen Sperrbereich eingedrungen. Sie wurden von der Polizei zurückgedrängt, wie ein Sprecher erklärte.
Bereits in den vergangenen Tagen waren die Absperrungen mehrfach durchbrochen worden.
13. April, 19.31 Uhr: Umweltminister wehrt sich gegen Vorwürfe
In einer Mitteilung erklärte Umweltminister Backhaus, dass sich die Atmung des Tieres verändert habe. "Inzwischen gehen unsere wissenschaftlichen Berater davon aus, dass sich Wasser in der Lunge des Wals sammelt. Dies wäre dann ein Hinweis, dass seine Organe schwer geschädigt sind. Dies mitansehen zu müssen, fällt allen Beteiligten schwer."
Der Politiker wehrte sich darüber hinaus gegen "wüste Verschwörungstheorien und Falschdarstellungen", wie er er bezeichnete. So sei es zum Beispiel nicht richtig, dass das Land verpflichtet sei, alles zu tun, um den Wal zu retten.
Zwar sei der Staat zum Schutz der Tiere verpflichtet, dies begründe jedoch "keine konkrete Handlungspflicht im Einzelfall". Auch aus Tierschutz- und Artenschutzgründen gebe es diese Handlungspflicht bei Wildtieren in der Wildnis nicht.
Ebenfalls falsch sei der Vorwurf, man verstoße gegen den Tierschutz, wenn nichts unternommen werde. Vielmehr sei es verboten, einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zuzufügen. Ein Eingreifen sei demnach nur zulässig, wenn es dem Tier tatsächlich helfe. Maßnahmen ohne Erfolgsaussicht seien rechtswidrig, so Backhaus.
13. April, 17.24 Uhr: Polizei begleitet Fähre zur Überwachung mit Boot
Eine Reaktion auf die Vorkommnisse der vergangenen Tage: Nachdem zuletzt mehrere Personen ins Wasser gesprungen waren und zum Wal schwimmen wollten, schaut die Polizei nun ganz genau hin.
Wie Claus Tantzen, Sprecher des Umweltministeriums Mecklenburg-Vorpommerns, gegenüber TAG24 bestätigte, wird die Fähre zwischen Wismar und Poel nun von einem Boot der Wasserschutzpolizei begleitet.
So soll überwacht und gegebenenfalls verhindert werden, dass weitere Personen von Bord der Fähre springen und zum Tier gelangen.
13. April, 12.40 Uhr: Tierrechtsorganisation mit Amphibienfahrzeug eingetroffen
Wird es noch einen Rettungsversuch für den gestrandeten Buckelwal geben? Die Tierrechtsorganisation PixelHelper ist am Montagvormittag mit einem Amphibienfahrzeug eingetroffen.
"In den nächsten vier bis fünf Stunden trifft zusätzlich der Tieflader mit dem Baggerschiff ein und wird sich ebenfalls hier positionieren", heißt es auf dem Instagram-Account der Organisation.
Das Team sei bereit, sofort loszulegen, wenn es grünes Licht bekomme. "Alles steht. Alles ist vorbereitet. Jetzt entscheidet das Gericht, ob wir helfen dürfen", schreiben die Aktivisten.
Das Fahrzeug wurde bereits bei der ersten Rettung vor Niendorf genutzt und wurde von der Organisation nun beim Ökologischen Gewässerdienst Wandhoff gebucht. Geschäftsführer Hannes Wandhoff verriet im Gespräch mit TAG24 allerdings, dass es noch keine konkreten Pläne gäbe.
"Die haben die Hoffnung, dass der Wal dort gerettet werden darf und wollten dann auf Nummer sicher gehen und schon mal Fahrzeuge und dergleichen da stehen haben. Ich glaube nicht, dass das zustande kommt. Aber gut, wir werden es sehen", so Wandhoff.
13. April, 9 Uhr: Wal hat eine weitere Nacht überstanden
Auch am Morgen von Tag 22 seit der Strandung vor Niendorf ist der Buckelwal noch am Leben. Wie Claus Tantzen, Sprecher des Umweltministeriums Mecklenburg-Vorpommerns gegenüber TAG24 bestätigte, sei die Lage unverändert.
Der Ozeanriese sitzt seit dem 31. März in der Kirchsee vor der Insel Poel fest.
12. April, 19.06 Uhr: Frau behauptet, Wal liege nicht im Sterben
Nach ihrer versuchten Kontaktaufnahme mit dem Wal sprach die Schwimmerin vor Ort über ihre Beweggründe.
Sie habe für "mediale Aufmerksamkeit" sorgen wollen, damit das Tier nicht einfach vergessen werde, erklärte die Frau, die laut eigener Aussage Nicola heiße und eigentlich Eisbachsurferin in München sei.
Nach ihrer Einschätzung sei der Wal "topfit" und es stimme nicht, dass er im Sterben liege, behauptete die Frau. Das Tier habe auf ihre Annäherung reagiert und sich "gefreut", urteilte sie zudem.
Den Verantwortlichen warf sie vor, "kein Mitleid, Herz und Empathie" zu haben.
12. April, 18.11 Uhr: Frau will zum gestrandeten Wal schwimmen
Wie schon am Samstag gab es auch am Sonntag einen kleinen Zwischenfall: Eine Frau soll im Neoprenanzug ins Wasser gestiegen sein, um offenbar zum gestrandeten Wal zu schwimmen. Das berichtet NEWS5.
Mit einem Polizeiboot seien Einsatzkräfte daraufhin zu der Frau gefahren, um sie aufzuhalten. Sie sei schließlich an Bord geklettert und zurück an Land gebracht worden.
12. April, 13.35 Uhr: Weiterer Protest in Kirchdorf
Auch am Sonntag sollte von 12 bis 16 Uhr wieder eine Versammlung am Hafen in Kirchdorf stattfinden.
Gegen Mittag seien 80 Menschen vor Ort gewesen, wie die Polizei mitteilte.
12. April, 13.25 Uhr: Erneuter Rettungsversuch scheiterte
Auf einen spontanen Mobilisierungsversuch am Samstag, bei dem unter Wasser die eigenen Walgesänge des Tiers abgespielt wurden, habe der Buckelwal nicht reagiert.
Der Versuch, den Wal so zu ermutigen, sich selbst zu befreien, sei zuvor mit dem deutschen Meeresmuseum abgestimmt worden.
Die letzten Rettungsversuche wurden am 1. April aufgrund des Gesundheitszustandes des Tiers eingestellt, um den Wal in Frieden gehen zu lassen, wie Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) mitteilte.
Man habe sich jedoch aufgrund der starken Walgesänge in den Nächten zuvor am Samstag für einen erneuten Versuch entschieden.
12. April, 13.15 Uhr: Gestrandeter Buckelwal atmet schwächer
Der vor der Insel Poel gestrandete Wal atmet im Vergleich zu den vergangenen Tagen schwächer.
Es werde zudem untersucht, ob eine neu beobachtete Zwischenatmung ein Anzeichen eines nahen Ablebens sein könnte, wie eine Sprecherin des Umweltministeriums mitteilte.
Es gebe keine Hinweise auf eine Stabilisierung des Gesundheitszustandes.
Zwar seien leichte Bewegungen der Schwanzflosse beobachtet worden, nach fachlicher Einschätzung sei das jedoch kein Hinweis auf eine gesundheitliche Verbesserung.
12. April, 8.10 Uhr: Buckelwal hat eine weitere Nacht überstanden
Auch am Sonntagmorgen atmet Meeressäuger "Timmy" noch.
Der Ozeanriese hat die Nacht zu Sonntag überstanden. Im Livestream von NEWS5 sind in regelmäßigen Abständen Fontänen über dem Wal zu erkennen.
11. April, 15.52 Uhr: Zahlreiche Menschen protestieren für Wal-Rettung
Am Samstag versammelten sich etwa 170 Menschen zunächst in Wismar und zogen schließlich weiter nach Kirchdorf auf der Insel Poel.
Dabei hielten die Demonstrierenden einige Plakate in die Luft und forderten lautstark unter anderem Hilfe für den gestrandeten Buckelwal.
Auch die Polizei war vor Ort. Insgesamt sei der Protest zwar emotional, aber friedlich abgelaufen, berichtete NEWS5.
Doch einige Teilnehmende der Demo hatten die Polizeiabsperrungen sogar durchbrochen, um weiter zum Ufer und damit in die Nähe des Wals zu kommen. Dort bildeten sie eine Menschenkette, um für die Rettung des Wals einzutreten.
Nachdem sie bemerkt hatten, dass gerade ein erneuter Mobilisierungsversuch zur Rettung des Wals zugange war, haben sie die Zone wieder verlassen, wie die Sprecherin des Umweltministeriums sagte. Nach dem Vorfall sei die Walwacht nun personell verstärkt worden.
11. April, 13.56 Uhr: Wal ist keine Gefahr für die Umwelt
Der vor Wismar gestrandete Buckelwal hat aktuellen Erkenntnissen zufolge keinen Einfluss auf die Wasserqualität in der Wismarbucht in der Ostsee.
Wie das Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommerns mitteilte, geht von dem sterbenden Tier keine Gefahr für die Umwelt oder öffentliche Gesundheit aus. "Die Proben wurden ausgewertet, und ich kann sagen, dass das Wasser bei dem Wal Badewasserqualität hat", sagte der zuständige Minister Till Backhaus (SPD) in der Pressemitteilung.
Demnach sind keine Grenzwerte überschritten worden. Zuvor war das Landesamt für Gesundheit beauftragt worden, den Zustand des Wassers bei dem Wal vor der Insel Poel zu untersuchen.
11. April, 10.15 Uhr: "Timmy" wird weiterhin mit Wasser benetzt
Der vor Wismar gestrandete Wal zeigt weiterhin Lebenszeichen.
Das Tier liege noch an der gleichen Position und gebe Geräusche von sich, berichtet ein dpa-Reporter vor Ort. Demnach stoße der rund zwölf Meter lange Meeressäuger auch regelmäßig Luft aus.
Die aufgebauten Wassersprenger benetzen das verletzte Tier zudem weiter mit Wasser.
11. April, 8.54 Uhr: Buckelwal hat die Nacht überstanden
Im Livestream von NEWS5 vor Ort ist zu sehen, wie der Buckelwal "Timmy" atmet.
Auch die Nacht zu Samstag hat der Ozeanriese überstanden. In gleichmäßigen Abständen sind Fontänen über dem Wal zu erkennen.
10. April, 18.30 Uhr: MediaMarkt-Mitgründer will "Timmy" retten
Auch MediaMarkt-Mitgründer Walter Gunz (80) hat sich zum gestrandeten Wal geäußert. Warum er das Tier nicht aufgeben will, obwohl Experten keine weiteren Rettungsaktionen angekündigt haben? "Ich habe mir schon immer gedacht: Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen", erklärt er im Gespräch mit NEWS5.
"Wenn man es nicht versucht, ist es eine Unterlassung", so der Unternehmer über das im Sterben liegende Tier. Er ist der Meinung, dass es die Verantwortung des Menschen ist, dem Wal zu helfen. Zudem hat er angeboten, die Kosten für eine Rettung zu tragen, sofern es dem Tier helfen würde.
So habe Gunz mit seinen Kontakten nach eigenen Angaben sogar versucht, über juristische Wege eine neue Chance für den Buckelwal zu bekommen. "Ich kann nicht verstehen, warum man nicht von Anfang an versucht hat, mehr zu tun", gesteht der Unternehmer. Dennoch räumt er immer wieder ein, dass er selbst nicht vom Fach sei und kein Biologe ist.
Die Pläne von Gunz zur Rettung des Tiers wurden am Freitag von den Experten diskutiert und abgelehnt. Der Millionär habe unter anderem vorgeschlagen, dem Buckelwal ein Antibiotikum in die Schwanzflosse zu spritzen, mit dem die Abwehrkräfte des Tieres gestärkt werden sollen.
Ein Bagger sollte schließlich ein Loch vor dem Wal graben, damit er langsam ins Wasser rutschen könne. Minister Backhaus sowie weitere Experten sind sich jedoch weiterhin einig: Jede weitere Rettungsaktion wäre eine Quälerei für das Tier.
10. April, 17.04 Uhr: Umweltminister über Anfeindungen "tief traurig"
Drohungen gegen Behörden, Wissenschaftler und Helfer häufen sich. Umweltminister Till Backhaus (SPD) zeigt sich dazu "tief betroffen". "Diese aufgeheizte Stimmung, die in Teilen von Social Media abläuft sowie in anderen Bereichen, macht mich traurig, tief traurig", so der Politiker zu dpa.
Er mache den Job seit vielen Jahren, "aber eine solch extreme Situation auch von Anfeindungen und von Vorwürfen, die schlicht und ergreifend unwahr sind, so etwas habe ich in meinem Leben noch nicht erlebt".
Backhaus betonte, dass alle versuchen, dem Wal zu helfen und er lasse sich dazu auch extern wissenschaftlich beraten. Im Zentrum der Aufmerksamkeit stehe aktuell die Begleitung des Wals "bis zur letzten Minute". Er sei dankbar für den Einsatz der freiwilligen Helfer rund um die Strandung.
10. April, 14.20 Uhr: Demonstrierende fordern weitere Rettungsmaßnahmen
Am Freitag versammelten sich erneut einige wenige Demonstrierende an der Sperrzone auf der Insel Poel und forderten unter Parolen wie "Helft jetzt!" eine Rettung des Wals. Das Umweltministerium in Mecklenburg-Vorpommern bekräftigte jedoch, dass keine weiteren Rettungsaktionen stattfinden werden.
Eine Rettung wurde aus Tierschutzgründen ausgeschlossen, da der Wal zu schwach sei und weitere Maßnahmen ihn zusätzlich belasten würden. Gestern waren auf Live-Übertragungen Flossenschläge des Wals zu sehen, ein Zeichen für die Demonstrierenden, dass der Wal noch Leben wolle.
10. April, 12.45 Uhr: Bürgermeisterin spricht von Morddrohungen
Die Gemeinde Ostseebad Insel Poel weist Kritik und Vorwürfe rund um den gestrandeten Buckelwal zurück. Via Instagram äußerte sich die scheidende Bürgermeisterin der mecklenburgischen Ostsee-Insel Poel, Gabriele Richter (parteilos), am Donnerstag zu Vorwürfen und Schaulustigen.
Sie stellt klar: "Der Ort, an dem der Wal derzeit liege, gehöre zu einer Bundeswasserstraße, die nicht Teil des Gemeindegebietes sei."
Zugleich kritisiert die Gemeinde Anfeindungen scharf: "Mit großer Sorge beobachten wir jedoch das Verhalten einzelner Personen, die ohne jegliche fachliche Qualifikation den zuständigen Stellen ein vorsätzliches, kriminelles Handeln zum Nachteil des Tieres vorwerfen oder sogar Morddrohungen gegen einzelne Personen aussprechen." Weiter heißt es: "Die Gemeinde distanziere sich ausdrücklich davon."
Richter stellt klar, dass die Gemeinde nicht für die Betreuung von Meeressäugetieren zuständig ist und keine verlässlichen Aussagen zum Zustand des Wals oder zu Maßnahmen der Behörden treffen kann. Gleichzeitig unterstützt sie vor Ort Maßnahmen, um den Wal zu schützen und Schaulustige fernzuhalten, und verweist für weitere Informationen an das Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommern.
10. April, 9.30 Uhr: Weiteres Vorgehen soll besprochen werden
Der vor der Insel Poel gestrandete Buckelwal "Timmy" hat eine weitere Nacht überlebt. Das bestätigte Claus Tantzen, Sprecher des Schweriner Umweltministeriums. Laut ihm sei die Lage des Tieres unverändert.
Am Freitagvormittag soll besprochen werden, wie die weiteren Pläne aussehen. "Ich gehe davon aus, dass wir das Tier weiter in Ruhe lassen, wie wir es die letzten Tage gemacht haben", so Tantzen.
Experten sind sich mittlerweile einig, dass der Wal im Sterben liege, da er schon nicht mehr auf Boote reagiere und das ein eindeutiges Zeichen sei.
9. April, 15.22 Uhr: Internationale Experten äußern sich zum Buckelwal
Klare Worte! Die bekannte Tierrettungsorganisation British Divers Marine Life Rescue hat sich in einer Stellungnahme zum Fall des gestrandeten Wals geäußert.
Die internationalen Experten teilen die Einschätzung der Verantwortlichen vor Ort: Weitere Rettungsversuche seien demnach sinnlos und nicht mit dem Tierschutz vereinbar - vor allem, da Buckelwale für alle infrage kommenden Maßnahmen viel zu schwer seien.
"Somit bleibt nur eine Option: die palliative Versorgung bzw. das Tier auf natürliche Weise sterben zu lassen. Dies ist eine weltweit in allen Ländern mit Strandungen großer Wale anzutreffende Situation und somit kein Einzelfall in Deutschland", hieß es in der Stellungnahme.
9. April, 7.35 Uhr: Wal liegt immer noch an selber Stelle
Nachdem sich der Buckelwal am Mittwochabend wohl mehrere Meter bewegt hatte, ist die Lage am Donnerstagmorgen unverändert.
Laut einem Sprecher des Umweltministeriums liegt das Tier noch immer an derselben Stelle vor der Insel Poel, an der er bereits seit mehr als einer Woche festsitzt.
8. April, 19.45 Uhr: Wal schiebt sich mehrere Meter Richtung Küste
Ist das ein letztes Aufbäumen? Nachdem seine Aktivitäten in den vergangenen Tagen deutlich zurückgegangen waren, zeigte der Buckelwal am Mittwoch noch einmal deutlich erkennbare Bewegungen.
Laut NEWS5 soll er sich mit kräftigen Schlägen seiner Schwanzflosse sogar ein paar Meter in Richtung Küste geschoben haben.
Dass er sich noch einmal komplett freischwimmen kann, gilt angesichts des aktuellen Wasserstands und seines Zustands allerdings als ausgeschlossen.
8. April, 17.06 Uhr: Fall des gestrandeten Buckelwals gilt als einzigartig
Noch immer ist die Situation rund um den gestrandeten Buckelwal unverändert. Nach Einschätzung internationaler Experten gilt dieser Fall als einzigartig.
So sei zuvor noch nie beobachtet worden, dass ein Wal innerhalb weniger Tage mehrfach an einer Küste strandet und weiterlebt, so Umweltminister Till Backhaus (SPD).
In Mecklenburg-Vorpommern kamen Strandungen bisher selten vor. In der gesamten Ostseeregion handelt es sich allerdings um kein seltenes Ereignis. So strandeten in der Ostsee in der Vergangenheit bereits zahlreiche verschiedene Arten wie Buckelwale oder Finnwale.
Im Falle des aktuell gestrandeten und noch lebenden Buckelwals handle es sich in Mecklenburg-Vorpommern um die erste Lebendstrandung eines Großwals der vergangenen zehn Jahre.
8. April, 13.37 Uhr: Möglichkeiten der aktiven Tötung sind ausgeschlossen
Der gestrandete Buckelwal liegt den Experten zufolge im Sterben. Wie lange der Sterbeprozess dauert, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Die beiden wichtigsten Faktoren sind dabei das Gewicht des Tieres sowie die geringe Wassertiefe.
Auch die geschädigte Haut des Wals ist ein Problem. "Es bilden sich Blasen und die werden von Möwen angepickt", so Bianca König von der Tierschutzorganisation Whale and Dolphin Conservation (WDC) Deutschland zu dpa. Dadurch könnten Bakterien auf den ganzen Organismus wirken und das Tier zusätzlich schwächen.
Ähnlich wie die anderen Experten bestätigt auch König, dass es keine Option ist, den Wal von seinem Schicksal zu erlösen. Zu wenig sei bisher über die Einschläferung von großen Säugetieren in der Praxis bekannt. So bestehe die Gefahr, dass die sedierenden Medikamente, die vor der Tötung verabreicht werden, zu gering dosiert werden.
"Man kann nicht ausschließen, dass er die Tötung bei vollem Bewusstsein miterlebt", erklärt die Expertin. Auch eine Überdosierung könne zu Komplikationen führen. Das Erschießen des Wals ist ebenfalls keine Option, weil nur schwer abzuschätzen wäre, wohin der Schuss gesetzt wird.
Eine wirksame Methode wäre nach Angaben der Expertin, einen Sprengsatz unter den Kopf des Tieres zu legen und den Kopf zu sprengen. Ethisch gesehen sei diese Option jedoch keinesfalls vertretbar. "Alle drei Möglichkeiten der aktiven Tötung wurden ausgeschlossen, und entschieden, den Wal auf natürliche Weise sterben zu lassen", stellt die Expertin klar.
8. April, 11.28 Uhr: Lage des gestrandeten Buckelwals ist unverändert
Seit mehr als einer Woche sitzt der gestrandete Buckelwal nun in der Ostsee vor Wismar fest. Auch am Mittwoch ist die Lage nach Angaben der Wasserschutzpolizei unverändert.
Noch am Dienstag erklärten Experten, dass sich der Gesundheitszustand des Tieres zunehmend verschlechtert. Ein Grund dafür, weshalb der Meeressäuger nicht lebend geborgen werden soll. Auch ein selbstständiges Freischwimmen wurde ausgeschlossen.
7. April, 18.01 Uhr: Konzept für das Bergen des Wals
Ein Konzept für eine spätere Bergung des Buckelwals ist nach den Worten von Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus fertiggestellt.
Momentan befinde sich das Konzept noch in der Endabstimmung, erklärte Backhaus bei einer Pressekonferenz auf der Insel Poel.
Nach Angaben des Ministers müsse das Bergen zwei Tage lang vorbereitet werden, die Bergung selbst würde einen Tag lang dauern. Backhaus betonte: "Die Würde dieses Tieres werden wir sehr genau beobachten und beachten."
Wann die Bergung stattfinden soll, ist bislang nicht bekannt. Sowohl Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern als auch Dänemark stünden dafür unter Vertrag.
Bei der Bergung seien Hebezeuge und Schiffe dabei. "Man muss ihn ja irgendwie rauskriegen", betonte der Umweltminister.
7. April, 16.30 Uhr: ITAW schließt aus, den Wal lebend zu bergen
Generell habe sich der allgemeine Gesundheitszustand des Tiers verschlechtert, erklärt Stephanie Groß vom Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW). "Das Tier erscheint vermehrt geschwächt." Auch auf die Annäherung des Bootes am Vormittag hat der Buckelwal, anders als zuvor, kaum reagiert.
Dennoch ist die Atmung weiterhin regelmäßig. Doch auch die Hautveränderungen haben sich verschlechtert, so die Expertin. "Die Haut fängt an, auf der Oberfläche einzureißen." Unter anderem ein Grund, weshalb ein Versuch, das Tier mit Gurten anzuheben, nicht geplant ist. Zu hoch ist das Risiko, dass der Wal dadurch noch mehr verletzt wird.
"Deshalb würden wir davon ausgehen, dass dieses Tier nicht transportfähig ist." Aufgrund der Gewichtseinwirkung sind auch Organschäden mittlerweile nicht mehr auszuschließen. "Deshalb würden wir davon abraten, dieses Tier lebend bergen zu wollen", so Groß.
Auch eine Sterbehilfe für das Tier ist ausgeschlossen, stellt Umweltminister Till Backhaus (SPD) klar. Wie es nun weitergeht? "Die Option ist, das Tier in Ruhe zu lassen", erklärt der Politiker.
7. April, 16 Uhr: Selbstständiges Freischwimmen des Wals ist ausgeschlossen
Burkard Baschek (55), Meeresbiologe und Direktor des Deutschen Meeresmuseums, begleitet den gestrandeten Buckelwal ähnlich wie seine Experten-Kollegen nun seit einigen Tagen. Ein Gutachten zum Gesundheitszustand des Tieres werde derzeit weiterhin erstellt und solle schon bald finalisiert werden.
So sind Verletzungen der Haut durch Fischernetze und offenbar auch durch Schiffsschrauben mittlerweile deutlich zu erkennen. "Wenn das Tier sich aus eigener Kraft freischwimmen wollen würde, bräuchte es einen Wasserstand, der noch einmal 60 Zentimeter höher ist als heute", erklärt der Experte.
Das Problem: Die Prognose für die nächsten vier Tage gebe steigenden Wasserstand nicht her, eher im Gegenteil. Auch die Kraft des Tieres schätzen die Experten als nicht ausreichend ein, sodass ein selbstständiges Freischwimmen des Wals als ausgeschlossen gilt.
Angenommen, das Tier wäre schlagartig in der Nordsee, dann wären die Aussichten weiterhin nicht gut, so Baschek weiter. "Es hatte einen Grund, dass das Tier viermal gestrandet ist. Es hat immer noch Seilreste im Maul. Es hat einen geschwächten Gesundheitszustand inklusive Hauterkrankung." Es sind Faktoren, die nach Angaben des Experten dafür sprechen, dass es dem Tier auch im Wasser mit mehr Salzgehalt nicht unbedingt besser gehen würde.
7. April, 15.15 Uhr: Experten waren erneut mit Boot unterwegs
Ein Expertenteam war am Vormittag erneut mit einem Schlauchboot beim Wal, um sich ein aktuelles Bild zu verschaffen. Taucher hätten zudem die Lage und Position des Tieres überprüft, um gegebenenfalls Veränderungen zu erkennen.
Nach derzeitigem Stand ist der Meeressäuger krank und verletzt. Genauere Erkenntnisse sollen am Nachmittag auf der Insel Poel mitgeteilt werden.
Im Raum steht auch ein neuer Rettungsversuch mit einem Katamaran. Das Boot sei in Dänemark verfügbar und könne das zwölf Tonnen schwere Tier mit breiten Gurten hochheben und lebend transportieren.
7. April, 8.30 Uhr: Buckelwal lebt weiterhin
Die Situation ist auch am Dienstagmorgen unverändert, der gestrandete Buckelwal liegt weiterhin vor der Insel Poel. "Es gibt keine Neuigkeiten", sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei. Das Tier werde weiterhin von den Einsatzkräften beobachtet.
Der Dienstag wird allerdings mit großer Spannung erwartet. Ein gesundheitliches Gutachten von Meeresbiologen und Veterinären zum Gesamtzustand des Meeressäugers soll veröffentlicht werden. Es soll Aufschluss über die Überlebenschancen des Wales geben.
Anschließend soll eine finale Entscheidung getroffen werden, wie Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) erklärt hatte.
6. April, 17.25 Uhr: Robert Marc Lehmann kommt nicht nach Wismar
YouTuber Robert Marc Lehmann wird nicht Teil eines möglichen Rettungsversuches sein. Till Backhaus gab gegenüber News5 an, Lehmann "dringend eingeladen" zu haben.
Er habe mehrfach mit dem Influencer konferiert. Dieser habe schließlich eine Entscheidung getroffen. "Er hätte jetzt eine ganz große, andere wichtige Aufgabe und auf die möchte er sich konzentrieren", so Backhaus.
6. April, 17.10 Uhr: Finale Entscheidung steht bevor
Wie Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (67, SPD) am Montag gegenüber News5 bestätigte, werde am Dienstag final über das weitere Vorgehen entschieden.
Am Dienstag soll ein Gutachten von Veterinärmedizinern und Meeresbiologen vorliegen. Sollte das Gutachten darauf hindeuten, dass eine Lebendbergung möglich ist, stünde dem "rein theoretisch" nichts im Wege, so Backhaus.
Es müsse aber geprüft werden, ob das System nutzbar sei, um diesen "schwerstkranken Patienten" tatsächlich zu transportieren. "Tierwohl und Tierschutz spielen hier auch eine entscheidende Rolle", so der Umweltminister.
6. April, 12.50 Uhr: Warum wurde nicht früher über eine Rettung mit einem Katamaran nachgedacht?
Backhaus verteidigte am Ostermontag auch noch mal das Vorgehen der Experten und äußerte sich zu der Kritik, warum man nicht früher über den Rettungsversuch mit dem Katamaran oder anderen "schweren Bergungsgeräten" nachgedacht habe.
"Fakt ist: Anders als bei der Strandung vor Niendorf wurde in der Wismarbucht kein schweres Bergegerät benötigt. Der Wal hatte sich so positioniert, dass er sich nach Einschätzung der Fachleute nach einer Ruhephase und steigendem Wasserstand selbst würde befreien können", so der Minister.
Eine Einschätzung, die sich bestätigt habe. Erst mit der Strandung in der Kirchsee habe sich die Lage "extrem zugespitzt", eine Selbstbefreiung sei dort ausgeschlossen gewesen, weshalb nun eine Bergung geplant werde.
Eine Lebendrettung mit einem solchen Bergungsgerät wird aktuell aber ausgeschlossen: "Derzeit gibt es keinen Wissenschaftler oder Veterinär, der uns zu solch einem Vorgehen rät, da das Tier beim Versuch, es lebend zu retten, schweren Qualen ausgesetzt würde. Dass es solch einen Versuch überleben würde, ist nach Ansicht aller Experten, die wir dazu befragt haben, unwahrscheinlich."
Gleichzeitig betonen die Verantwortlichen, dass weiterhin alles getan werde, um dem Wal zu helfen, und eine aktuelle veterinärmedizinische Einschätzung erwartet wird. Das Tierwohl habe oberste Priorität.
"Wir geben den Wal nicht auf - bis zum letzten Atemzug. Das habe ich versprochen und dazu stehe ich auch", betonte Backhaus erneut.
6. April, 12.30 Uhr: Geht von dem Wal eine Gefahr für die öffentliche Gesundheit aus?
Auch Umweltminister Dr. Till Backhaus erklärte gegen Mittag, dass die Lage "unverändert" sei. Das Tier atme noch, aber es ginge ihm sehr schlecht.
Nachdem gestern Wasserproben genommen wurden, um den Salzgehalt zu messen, soll nun die Wasserqualität untersucht werden. "Es soll damit geprüft werden, ob von dem sterbenden Tier Gefahren für die Umwelt oder die öffentliche Gesundheit ausgeht. Ich werde mir am Nachmittag erneut vor Ort ein Bild der Lage machen", so der Minister weiter.
6. April, 7.24 Uhr: Der Wal lebt noch
Auch in der sechsten Nacht in Folge vor der Insel Poel hat der Wal überlebt. Nach Angaben der Wasserschutzpolizei am Montagmorgen bewegt sich das Tier derzeit nicht, gibt jedoch weiterhin Laute von sich.
Wie das Umweltministerium mitteilte, atmet der Wal noch immer regelmäßig alle zwei bis vier Minuten.
5. April, 16.10 Uhr: Wird der Wal doch noch gerettet?
Gibt es doch noch ein Wunder? Wie Umweltminister Till Backhaus am Sonntagnachmittag erklärte, werde derzeit die Option geprüft, den Wal mit einem Katamaran in die Nordsee zu bringen. "Der ist verfügbar und in Dänemark, da wird verhandelt", sagte er.
Bei der möglichen Rettungsaktion sollen Gurte unter dem Wal durchgespült und das Tier dann aufgenommen werden. Zunächst soll am Dienstag aber gesundheitliches Gutachten erstellt werden, ob überhaupt eine Überlebenschance bestehe.
"Dem Tier darf nichts passieren", machte Backhaus deutlich. "Und er muss die Chance zum Überleben haben." Der Politiker betonte erneut, dass es dem Wal "wirklich ganz schlecht" gehe.
5. April, 14.07 Uhr: Umweltminister Till Backhaus hat wieder ein wenig Hoffnung
Der Wasserspiegel ist in der Bucht vor der Insel Poel leicht angestiegen. Auf Videoaufnahmen sind vermeintliche Bewegungen des Buckelwals zu sehen.
Auf die Frage eines NEWS5-Reporters vor Ort, ob diese Bewegungen eine Bedeutung für den Zustand des Tieres haben, antwortete der Minister: "Seine Bewegungen zeigen, dass der Wal lebt. Wenn das Wasser weiter steigt, es ein Wunder gibt, was den Wal betrifft, wäre das ein Riesenglück."
Er verglich dieses "mögliche Wunder" zu Ostern mit der Auferstehung.
5. April, 13.55 Uhr: Umweltminister Till Backhaus ist auch am Ostersonntag vor Ort
"Wir werden eine Probe im direkten Umfeld des Wals entnehmen und dies mit den Wissenschaftlern noch einmal auswerten", sagte der Umweltminister Till Backhaus.
Am Dienstag möchte der Minister ein Guthaben vorliegen haben von verschiedenen international anerkannten Experten zum Gesamtzustand des Tieres. Die Gruppe aus Experten soll auch selbst vor Ort sein und den Wal begutachten. Anschließend würden daraufhin dann weitere Entscheidungen getroffen werden.
Am aktuellen Gesundheitszustand des Wales habe sich jedoch nichts Wesentliches verändert. "Was man sagen kann, er atmet in Abständen zwischen zwei und fünf Minuten", so Backhaus.
Der Umweltminister geht davon aus, dass das sowohl an äußeren Einflüssen wie dem Schiffsverkehr oder auch an seinen Schmerzen liegen könnte.
"Wir suchen den ganzen Tag nach Lösungen, wie wir dem Tier helfen können, deswegen glaube ich ganz fest daran, dass wir das mit bestem Wissen und einem reinen Gewissen tun", erklärte der Umweltminister.
5. April, 11.56 Uhr: Expertenteam soll Wasserproben entnehmen
Obwohl sich der Zustand des Buckelwals laut einem Sprecher des Umweltministeriums in Vergleich zu den vergangenen Tagen nicht verändert hat, sei nach Informationen von NEWS5 ein Expertenteam auf dem Weg zu der Insel Poel.
Diese sollen vor Ort möglichst nah am Tier Wasserproben entnehmen, um den Salzgehalt in der direkten Umgebung des Wals zu messen. Aufgrund dieser Erkenntnisse soll dann ein neues Gutachten erstellt werden.
Ob durch diese Informationen eine weitere Rettungsaktion im Raum steht, ist derzeit noch völlig unklar.
Auch Umweltminister Backhaus soll sich noch heute selbst ein Bild von der Situation vor Ort machen.
5. April, 9.07 Uhr: Lage des Tiers unverändert
Der Buckelwal atmet am Morgen des Ostersonntags noch. Wie die vergangenen Tage sei die Situation des Tieres vor der Insel Poel unverändert, erklärte ein Sprecher des Umweltministeriums.
Demnach laufe die Betreuung des rund zwölf Meter langen Ozeanriesen weiter wie geplant. Der Wal wird rund um die Uhr beobachtet und regelmäßig durch Feuerwehrleute mit Wasser benetzt.
"Die Positionierung der Wassersprenger muss aufgrund des Wetters gegebenenfalls angepasst werden", sagte der Sprecher. An der Ostseeküste rechnet der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Ostersonntag mit starken Windböen.
Nach Ostern soll der Wal erneut von Fachleuten begutachtet werden.
5. April, 7.40 Uhr: Wal hat die Nacht überstanden
Am Ostersonntag liegt der Buckelwal noch immer auf einer Sandbank vor der Insel Poel. Die Nacht von Samstag auf Sonntag hat das Tier überstanden.
Zum Zustand des Buckelwals: "Alles ist unverändert", bestätigte die Wasserschutzpolizei am Morgen gegenüber TAG24. Besondere Vorkommnisse habe es über Nacht nicht gegeben.
4. April, 16.14 Uhr: Meeresmuseum lehnt Lebendrettung des Wals ab
Auch wenn alles danach aussieht, dass der Buckelwal seine letzten Tage vor der Insel Poel verbringen wird, würden laut Umweltminister Backhaus weiter alle Ideen und Konzepte für seine Rettung geprüft.
Das Deutsche Meeresmuseum teilte am Ostersamstag allerdings mit, nicht an derartigen Planungen beteiligt zu sein und etwaige Maßnahmen für eine Lebendrettung aufgrund enormer Risiken für das Tier abzulehnen.
4. April, 15.30 Uhr: Buckelwal durch Schiffsschraube verletzt?
Gegen 15.30 Uhr hat Umweltminister Backhaus neue Erkenntnisse zum Zustand des Wals bekannt gegeben. Das Tier sei weiterhin am Leben, die Aktivitäten würden jedoch weniger.
Eine weitere Begutachtung habe ergeben, dass der Wal verschiedene Verletzungen habe - womöglich verursacht durch eine Schiffsschraube, wie der Politiker gegenüber NEWS5 erklärte. Es solle nun noch einmal ein tierärztliches Gutachten erstellt werden.
Mittlerweile sei der Wal durch sein Eigengewicht etwa 50 Zentimeter in den Boden eingesackt. "Wir begleiten ihn bis zum Schluss und hoffen immer noch auf ein Wunder", betonte Backhaus.
Immerhin: An den Stellen, an denen das Tier durch die Sprinkleranlage mit Wasser benetzt werde, sei die Temperatur deutlich geringer. Dies habe eine Wärmebildkamera gezeigt.
4. April, 13.50 Uhr: Neues Spezialisten-Team soll zusammengestellt werden
Die Sprinkleranlage der Feuerwehr ist nun umgesetzt worden, da sich die Windverhältnisse geändert haben. Die Situation schaute sich Umweltminister Till Backhaus (67, SPD) vor Ort an.
"Er atmet alle vier bis fünf Minuten. Das ist ein Signal dafür, dass er relativ ruhig und gelassen ist", erklärt der Politiker im Gespräch mit NEWS5. So würde er unter Stress, beispielsweise wenn sich Boote mit lauten Geräuschen nähern, schneller atmen.
Den Wal weiter mit Wasser durch die Sprinkleranlage zu benetzen halte der Politiker aufgrund der Sonneneinstrahlung weiterhin für sinnvoll. Jetzt solle nochmal geprüft werden, ob die Befeuchtung dem Tier tatsächlich guttue. Außerdem werde geprüft, ob eine Drohne mit Wärmebild eingesetzt werden soll, um die Temperatur des Wals zu messen.
"Wir werden jetzt nochmal ein Team zusammenstellen aus Veterinären, Meeresbiologen und Walspezialisten, die uns den Zustand des Tieres bewerten", erklärt der Politiker das weitere Vorhaben. "Was dieser Wal hier in der Ostsee durchgemacht hat, ist eine reine Qual", nimmt Backhaus Bezug auf die Auswirkungen der mehrfachen Strandungen. "Deshalb müssen wir immer noch mit dem Schlimmsten rechnen." Wiederholt stellt er jedoch klar: "Wir lassen diesen Wal nicht im Stich."
4. April, 13 Uhr: Umweltminister soll auch am Samstag vor Ort sein
Umweltminister Till Backhaus (67, SPD) hat bereits am Freitag auf einer Demo in Wismar über das Schicksal des Wals gesprochen. So betonte der Politiker unter anderem, dass die Rettung des Tiers praktisch nicht mehr zu realisieren wäre. Offenbar plane Backhaus nun auch am Samstag zu erscheinen, um sich nach den Maßnahmen und den Umständen vor Ort zu erkundigen.
Erneut wies der 67-Jährige am Morgen Kritik am Umgang mit dem Wal zurück. "Wir kümmern uns – bis zur letzten Minute." Die Walwache sei unter anderem durch die Polizei sichergestellt. "Die Situation ist für alle Beteiligten physisch und psychisch sehr belastend und das Engagement nicht selbstverständlich."
Weiterhin werden alle ernstzunehmenden Konzepte geprüft "und zwar aus technischer Sicht aber auch im Hinblick auf den Tierschutz", so Backhaus. Er ist der Meinung, dass sich Fachleute nach den Ostertagen nochmal ein Bild des Gesundheitszustands des Tiers machen sollen.
Zudem sollen in nächster Zeit die Sprinkleranlage der Feuerwehr wegen veränderter Windverhältnisse umgesetzt werden, sodass der Buckelwal bestmöglich weiterhin mit Wasser benetzt werden kann. Aktuell atmet der Wal alle vier bis fünf Minuten und gibt auch Laute von sich.
4. April, 12.28 Uhr: Greenpeace nicht mehr an Einsatzmaßnahmen beteiligt
Obwohl der Buckelwal noch immer unverändert im Wasser liegt, ist Greenpeace aktuell nicht mehr an den Einsatzmaßnahmen beteiligt, teilte die Organisation am Samstag mit.
Dennoch ist ein Greenpeace-Boot weiterhin vor Ort und jederzeit bereit zum Einsatz, sofern im Sinne des Tierwohls geholfen werden kann.
Die Zahl der Schaulustigen hält sich im Vergleich zu den letzten Tagen am heutigen Ostersamstag in Grenzen.
4. April, 10.43 Uhr: Feuerwehr benetzt Wal weiterhin mit Wasser
Ähnlich wie am Karfreitag soll es auch am Samstag wieder eine Demo geben. Nach Informationen von NEWS5 soll um 16 Uhr am Marktplatz in Wismar eine Kundgebung stattfinden.
Aktuell beschützt die Polizei den Wal von der Wasserseite aus. Die Feuerwehr ist auf der Landseite vor Ort und benetzt das Tier wie am Tag zuvor in unregelmäßigen Abständen mit Wasser, berichtet ein Reporter vor Ort. Diese Maßnahme soll das Leid des Buckelwals minimieren. Auch eine Walwacht wurde eingerichtet, die sich in 12-Stunden-Schichten abwechselt und den Wal über ein Fernglas beobachtet.
4. April, 8.27 Uhr: Zustand des Tieres unverändert
Ein Sprecher des Umweltministeriums Mecklenburg-Vorpommern teilte ebenfalls mit, dass der Buckelwal noch lebt und sich dessen Zustand nicht verändert hat.
Es hat in der Nacht "keine besonderen Vorkommnisse" gegeben. Der geschwächte Wal liegt weiterhin vor der Insel Poel im flachen Wasser. Aktuellen Erkenntnissen zufolge atmet er noch.
4. April, 7.36 Uhr: Der Buckelwal hat die Nacht überstanden
Auch am Ostersamstag befindet sich der Buckelwal weiterhin auf einer Sandbank vor der Insel Poel. Die Nacht von Freitag auf Samstag hat das Tier damit überstanden.
"Alles ist unverändert", bestätigte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei am Morgen auf Nachfrage von TAG24.
3. April, 19.36 Uhr: Umweltminister will "das Tier in Würde gehen lassen"
Umweltminister Backhaus betonte in einer Mitteilung am Freitag noch mal, dass die Rettung des Wals praktisch nicht mehr zu realisieren sei, auch wenn verschiedene Optionen immer noch diskutiert würden.
"Solche Aktionen würden dem sterbenden Tier nur unnötig weiteres Leid bescheren. Wir müssen das Tier in Würde gehen lassen. So schwer uns das auch fällt - gerade an Tagen wie diesen", erklärte der Politiker.
Selbst nach seinem Tod sei die Bergung des Tieres eine "technische Herausforderung", weil die Wassertiefe in der Bucht mit maximal 1,10 Meter sehr gering sei, unterstrich der Minister zudem.
3. April, 16.20 Uhr: Umweltminister spricht mit Demonstranten über Wal
Derzeit läuft eine Demo für den Wal auf dem Rathausplatz in Wismar. Auch Umweltminister Backhaus ist vor Ort und sucht mit den Demonstranten das Gespräch.
Dabei wiederholt der Politiker noch einmal: "Die Chancen, dass er das überlebt, sind ziemlich gering." Der Wal sei "sehr krank", das hätten Aufnahmen unter Wasser am gestrigen Donnerstag noch einmal gezeigt.
Dennoch würden derzeit Konzepte geprüft, wie man ihm vielleicht doch noch helfen könne. Backhaus spricht dabei auch über die Idee, einen speziellen Kran einzusetzen, der 120 Tonnen heben könne.
3. April, 14.26 Uhr: Till Backhaus mit Robert Marc Lehmann in Kontakt
Gibt es etwa doch noch Hoffnung für den Wal? Umweltminister Till Backhaus hatte am Freitag laut eigener Aussage bereits mehrfach Kontakt zu Meeresbiologe und YouTuber Robert Marc Lehmann.
Der Tierschützer habe wiederholt die Notwendigkeit betont, dem Wal das Maul zu öffnen und das Geisternetz herauszuholen, welches sich dort vermutlich noch befinde, erklärte der Politiker.
Offenbar habe Lehmann auch ein mögliches Vorgehen dargestellt, das nun diskutiert werden müsse. "Das müssen wir jetzt noch mal intern bereden", verdeutlichte Backhaus vor Ort gegenüber NEWS5.
Auf Instagram hatte Lehmann vor einigen Tagen die Idee vorgestellt, das Maul des Wals mit einem Hartgummi-Rohr zu blockieren und das Netz mit einem stumpfen Bootshaken oder etwas Ähnlichem herauszuziehen.
Der YouTuber hatte bei seinem Tauchgang in der vergangenen Woche bereits versucht, das Netz zu entfernen, war jedoch gescheitert.
3. April, 13.20 Uhr: Till Backhaus mit klarer Ansage
Um dem Wal die Situation angenehmer zu machen, hat die Feuerwehr am Karfreitag damit begonnen, den Rücken des Meeressäugers mit Wasser zu benetzen. "Der Vorgang soll alle zwei bis drei Stunden wiederholt werden", sagte Till Backhaus.
Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister stellte zudem klar: "Wir werden das Tier weiter begleiten - bis zum Schluss."
3. April, 12.34 Uhr: Feuerwehr benetzt Wal mit Wasser
Wie angekündigt, hat die Feuerwehr damit begonnen, den Buckelwal mit Wasser zu benetzen, wie ein Sprecher des Innenministeriums bestätigte.
Experten hatten diese Aktion empfohlen, um dem Wal lindernde Umstände zu schaffen.
3. April, 10.02 Uhr: Wal lebt weiterhin
Wie Greenpeace am Freitagmorgen erklärte, lebe der Wal noch. Eine Bootsfahrt zu ihm hinaus aufs Wasser sei aber nicht geplant, so eine Sprecherin. Vielmehr stehe man in Kontakt mit der Wasserschutzpolizei.
Auch Umweltminister Till Backhaus (67, SPD) war am Morgen bereits vor Ort und erkundigte sich nach der aktuellen Lage. Er erklärte, dass die Einsatzkräfte dem Wal noch einmal Hilfestellung leisten werden.
"Wir schauen, was wir ihm noch Gutes tun können. Aber dem Wal geht es wirklich ausgesprochen schlecht", erklärte er schließlich.
2. April, 20.51 Uhr: Umweltminister und Co. bekommen Morddrohungen!
Die Emotionen kochen hoch! Wie "BILD" berichtet, soll bei der Polizei eine Anzeige gegen Umweltminister Till Backhaus (67, SPD) und andere Beteiligte des Wal-Dramas wegen Tierquälerei und unterlassener Hilfeleistung eingegangen sein.
Ministeriumssprecher Claus Tantzen erklärte auf TAG24-Nachfrage allerdings, dass von einer derartigen Anzeige bisher nichts bekannt sei.
Was Tantzen hingegen bestätigte: Mehrere Beteiligte hätten Morddrohungen bekommen! Diese würden geprüft und im Zweifel strafrechtlich verfolgt.
2. April, 16.52 Uhr: Sterbeprozess könne bis zu Wochen dauern
Wie es weitergeht: "Wir sind weiterhin auf Standby", erklärt Maack. Sollte nochmal etwas mit dem Wal passieren, seien sie mit Greenpeace jederzeit dazu bereit, wieder mit ihren Schlauchbooten rauszufahren. "Und ich will gar nicht beginnen zu spekulieren, was passiert, wenn der Wal dort tatsächlich stirbt."
Und wenn der Wal aus irgendeinem Grund doch noch wegschwimmt und sich selbst befreit? "Dann wären wir wieder Teil der Rettungskette, um Sorge dafür zu tragen, dass der Wal in die weitere Ostsee und weiterkommt." Dieser Fall sei allerdings sehr unwahrscheinlich, bestätigt der Experte.
Wie lange so ein Sterbeprozess dauern könnte, sei ganz unterschiedlich. Es könne Stunden, Tage oder Wochen dauern, so Maack. "Wir haben die Entscheidung getroffen, die Natur jetzt Natur sein zu lassen."
2. April, 16.45 Uhr: Weiterer Einsatz von Lehmann als Taucher hätte laut Greenpeace nichts gebracht
Nach Angaben von Thilo Maack hänge noch immer ein Teil eines Stellnetzes am Kopf des Wals. Ob genau dieses Netzteil dazu geführt hat, dass sich der Gesundheitszustand des Tieres verschlechtert? "Das ist nicht auszuschließen, aber es ist auch nicht auszuschließen, dass es eine Mischung an Stressoren ist, die der Wal ausgesetzt ist", so der Experte.
Auch YouTuber und Meeresbiologen Robert Marc Lehmann unterstützte vor allem zu Beginn der Rettungsmission als Taucher im Wasser. Ob dieser noch mal hätte tauchen müssen, um den Wal von seiner Sandbank zu bringen?
"Taucher hätten nichts gebracht", erklärt Maack deutlich. "Das wäre stressig für das Tier und gefährlich für den Taucher gewesen." Schließlich handle es sich bei dem gestrandeten Buckelwal um ein Wildtier, schildert der Experte weiter.
2. April, 16.30 Uhr: Experte erklärt die Hintergründe zum Abbruch der Wal-Rettung
Neben Befürwortern gibt es auch reichlich Kritik dafür, dass die Rettungsaktion rund um den Wal von den Experten eingestellt wurde. Wie es zu dieser Entscheidung kam?
Nach langer Beratung stellten die Experten fest: "Nur noch mit sehr hohem Aufwand konnte man überhaupt eine Reaktion vom Wal bekommen. Und das war der Punkt, dass wir gesagt haben, wir müssen jetzt akzeptieren, dass die Natur hier ihren Lauf nehmen muss", erklärt Thilo Maack von Greenpeace.
Bereits gestern Abend sei seine Atemfrequenz sehr unregelmäßig gewesen. "Es ist mit sehr großer Wahrscheinlichkeit hier der letzte Ort für ihn", erklärt der Experte weiter. "Ich kann für mich sagen: Wir haben das Beste, was wir machen konnten, entschieden und gemacht."
2. April, 14.05 Uhr: Kein Konzept von Robert Marc Lehmann
Laut Backhaus werde die Situation in täglichen Lagebesprechungen bewertet und abgewogen. "Bis zur letzten Minute werden alle ernst zu nehmenden Hinweise, die dem Tier helfen könnten, entgegengenommen und geprüft", so der Umweltminister.
Es bestehe auch weiterhin Kontakt zum YouTuber und Meeresbiologen Robert Marc Lehmann. "Ein prüffähiges Gesamtkonzept von ihm, wie dem Wal noch zu helfen wäre, liegt bislang nicht vor", wird Backhaus in einer Mitteilung des Umweltministeriums zitiert.
2. April, 13.57 Uhr: Bevorstehende Bergung wird vorbereitet
Im Laufe des Tages soll laut Umweltminister ein Vermessungsboot die Umgebung des Tieres sondieren. Es soll sich um vorbereitende Maßnahmen handeln, um den Tierkörper später bergen zu können.
Bei der Vermessung soll das Tier möglichst nicht gestört werden. "Die bereits eingerichtete Walwache wird aufrechterhalten. Ich habe die Koordination aller Maßnahmen zur Chefsache erklärt", so Till Backhaus.
2. April, 13.45 Uhr: Wal hat sich nicht bewegt
Wie das Umweltministerium mitteilt, befinde sich der Wal noch an derselben Stelle, an der er sich am Dienstag festgeschwommen hatte.
"Am Morgen konnte beobachtet werden, dass der Wal etwa alle fünf Minuten atmet", so Umweltminister Till Backhaus (67, SPD).
Um den Wal wurde eine 500-Meter-Sperrzone errichtet. Laut Wasserschutzpolizei habe in der Nacht zu Donnerstag keiner versucht, diese Zone zu betreten.
2. April, 9.22 Uhr: Der Buckelwal lebt noch
Wie Claus Tantzen, Sprecher des Umweltministeriums Mecklenburg-Vorpommerns, gegenüber TAG24 bestätigte, gibt der Ozeanriese noch Lebenszeichen von sich. "Der Wal atmet", so der Sprecher.
Genauere Angaben zum Gesundheitszustand können nicht gemacht werden. "Die Polizei ist auf 300 Meter Entfernung, das ist schon eine ganze Ecke", erklärte Tantzen.
2. April, 7.40 Uhr: Wal liegt weiterhin in der Kirchsee-Bucht
Der in der Ostsee festliegende Buckelwal hat wohl seinen Ort zum Sterben gefunden. Auch am Donnerstagmorgen lag er noch immer in der Kirchsee-Bucht vor der Insel Poel. "Er ist noch da", sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei.
Insgeheim wurde noch gehofft, dass sich das Tier aus eigenem Antrieb befreien könnte, doch das tat es nicht. Unklar war am Morgen auch, ob der Wal überhaupt noch lebte. "Die Bootsbesatzung heute Nacht war nicht nah genug dran, um zu sehen, ob er noch atmet oder nicht", hieß es weiter.
Auf Live-Bildern war allerdings zu sehen, dass der Wal noch kleine Wasserfontänen in die Luft bläst.
1. April, 20.37 Uhr: Schicksal des Buckelwals sei kein Einzelfall
Die Strandung des Wals veranlasst Umweltschützer, auf den mangelnden Schutz der Meere aufmerksam zu machen.
"Das Schicksal des Buckelwals ist leider kein Einzelfall. Er hat sich in die Ostsee verirrt und sich in Fischernetzen verfangen", so Greenpeace in einer Mitteilung. Vor allem Unterwasserlärm, Überfischung und Vermüllung würden auch in der Ostsee für Meerestiere große Probleme verursachen.
"Regelmäßig verfangen sich auch unsere heimischen Wale, die Schweinswale, in Stellnetzen, was ihnen oft zum tödlichen Verhängnis wird", heißt es weiter. Das würde sogar in den Schutzgebieten passieren, die es bereits gäbe. "Wir brauchen endlich richtige Schutzgebiete, mit wirksamen Maßnahmen und Kontrollen, damit sich die Meeresbewohner erholen können."
1. April, 18.37 Uhr: Greenpeace widerlegt Gerücht
Offenbar machten einige Gerüchte die Runde, dass der gestrandete Buckelwal in der Bucht bei Wismar verstorben sei.
Doch Greenpeace gibt Entwarnung: "Das können wir NICHT bestätigen, er lebt weiterhin", heißt es in einer Mitteilung.
1. April, 17.50 Uhr: Das würde passieren, wenn die schlimmste Befürchtung eintritt
Zwar schwindet die Hoffnung auf ein Happy End immer mehr. Dennoch gibt der Buckelwal weiterhin immer wieder Laute von sich.
Sollte das eintreten, was Wissenschaftler und Umweltschützer erwarten und befürchten, würde der Kadaver des Wals nach Stralsund zum Deutschen Meeresmuseum gebracht werden, das als Forschungseinrichtung auch eine Spezialabteilung für Meeressäuger unterhält.
Dabei würde es laut Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (67, SPD) aber ausdrücklich nicht darum gehen, ein Skelett für das Museum zu bekommen, sondern allein darum, den Wal nach seinem Tod zu untersuchen und die Todesursache zu bestimmen.
1. April, 16.15 Uhr: Greenpeace ist sicher - Wal ist erheblich geschwächt
"Nach gemeinsamer Einschätzung unserer Experten und beteiligten Fachleuten müssen wir davon ausgehen, dass das Tier erheblich geschwächt ist", teilte die Umweltorganisation am Nachmittag mit.
Die mehrfachen Strandungen sowie eine deutlich reduzierte Vitalität und fehlende Reaktionen auf äußere Reize würden darauf hindeuten.
In solchen Situationen führen Eingriffe häufig nicht zu einer nachhaltigen Rettung, sondern würden das Leiden des Tieres nur verlängern.
"Ein natürlicher Verlauf - so schwer es auch zu akzeptieren ist - entspricht in vielen Fällen, auch hier am ehesten, dem Tierwohl."
1. April, 14.42 Uhr: Experten werden sich bis zum Ende kümmern
Der Taucheinsatzleiter von Sea Shepherd rief die Bevölkerung dazu auf, das Tier in Ruhe zu lassen.
"Man sollte dem majestätischen Tier aus Pietätsgründen die Ruhe lassen", so der Taucheinsatzleiter, damit der Wal sterben könne.
Umweltminister Backhaus ergänzte: "Wir haben uns intensiv um den Wal gekümmert und wir werden uns auch bis zum Ende kümmern."
1. April, 14.33 Uhr: Diskussion um das restliche Netz
Umweltminister Till Backhaus äußerte sich auch zu den Vorwürfen, dass das restliche Netz nicht aus dem Maul des Wals befreit wurde: "Dem Wal wurden 50 bis 60 Meter Netz entfernt. Wir wissen nicht, wie viel noch drin ist."
Die Tierärztliche Hochschule Hannover hatte sich das Netz angeschaut und ein Stück zum Ziehen drangelassen. Irgendjemand hätte es aber herausgenommen, so der Umweltminister.
Wie viel Netz sich noch im Maul des Wals befinde, weiß keiner.
1. April, 14 Uhr: Experten sind sich ihrer Methode sicher
Auf der Pressekonferenz bekräftigten die Experten noch einmal, dass sie sich immer wieder mit Kollegen aus dem Ausland besprochen haben.
Diese hätten ihnen immer wieder bestätigt, dass ihr Vorgehen absolut richtig war.
In den kommenden Tagen soll der Wasserspiegel weiter sinken, um die zehn bis 15 Zentimeter. Die Aussicht, dass der Wal von dieser Stelle noch mal freikommt, sei sehr gering. Das Tier noch einmal zu animieren, sich freizuschwimmen, würde an Tierquälerei grenzen.
Am Mittwochmorgen um 6 Uhr war der Wasserspiegel wohl am höchsten. Dies wäre seine letzte Chance gewesen, teilten die Experten mit, jedoch ging keine Aktivität von dem Wal aus.
"Wir haben die vergangenen Tage alles versucht, was möglich war. Doch die Situation ist jetzt eine andere", sagte Meeresbiologe Thilo Maack von Greenpeace.
Für ihn sei die Situation des Wals ein Spiegel der Gesellschaft, wie die Menschen mit der Natur umgehen würden.
1. April, 13.27 Uhr: Absperrzone um Wal errichtet - Tier wird wahrscheinlich dort sterben!
Die Experten sind sich auf der Pressekonferenz einig: Dem Wal geht es zunehmend schlechter. Zudem wird der Wasserstand noch weiter fallen. Aus eigener Kraft wird sich der Wal nicht mehr retten können.
"Es wird eine Sperrzone um den Wal festgelegt", so Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus. Sowohl Schiffe als auch Drohnen dürfen sich dem Tier nicht nähern.
Der Wal soll in Ruhe gelassen werden, um nicht weiter gestresst zu werden. Die aktuelle Situation sei aussichtslos.
1. April, 11.24 Uhr: Experten überprüfen Gesundheitszustand des Wales
Am Vormittag näherte sich ein Schlauchboot von Greenpeace mit Experten an Bord dem Buckelwal, um seinen gesundheitlichen Zustand zu überprüfen.
Auf Anfrage von TAG24 teilte Meeresbiologe Thilo Maack von Greenpeace mit, dass Informationen zum Gesundheitszustand des Wals und zum weiteren Vorgehen in einer Pressekonferenz um 13 Uhr bekannt gegeben werden.
1. April, 8.05 Uhr: Polizei überprüft Zustand des Wales
Die Wasserschutzpolizei geht am Mittwochmorgen davon aus, dass sich der Buckelwal noch immer in der Kirchsee direkt vor der Insel Poel befindet.
Auch wenn er in der Nacht laut Sprecher "sehr aktiv" gewesen sei, wollen zwei Polizisten von einem Boot aus überprüfen, wie es dem Meeressäuger geht.
1. April, 6.14 Uhr: Experten geben Hoffnung nicht auf
Auch wenn die Prognosen schlecht aussehen, wollen die Experten den Buckelwal vor der Ostseeküste Wismars nicht aufgeben. "Die Gesamtprognose für das Tier ist nicht gut. Dennoch geben wir die Hoffnung nicht auf, dass der Wal sich aus eigenem Antrieb wieder in Bewegung setzt", hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung des Umweltministeriums und der beteiligten Organisationen.
Am Dienstagabend und in der Nacht zu Mittwoch gab es keine weiteren Rettungsaktionen. "Es hat sich gezeigt, dass es sich lohnen kann, dem Tier Ruhe zu gönnen. Diese Ruhe werden wir ihm nun geben", so ein Sprecher des Ministeriums. Die Lage sei aber weiterhin kritisch.
Meeresschutz-Expertin Franziska Saalmann von der Organisation Greenpeace sagte: "Wir hoffen, dass ihm Ruhe erneut die Möglichkeit gibt, dass er die Kraft zusammennimmt und da noch mal freischwimmt." Das Tier sei aktiv und versuche freizukommen.
31. März, 19.35 Uhr: Wie geht es weiter?
Auch eine Sprecherin von Greenpeace bestätigt im Gespräch mit NEWS5: Für heute sind keine weiteren Maßnahmen mehr geplant. "Wir haben gesehen, dass Ruhe ihm gutgetan hat in der Vergangenheit. Wir hoffen, dass es auch jetzt ausreicht, dass er sich noch mal freischwimmen kann", so die Expertin.
Auch die Boote von Greenpeace sind mittlerweile wieder an Land. "Wir geben die Hoffnung nicht auf, aber die Gesamtprognose sieht nicht gut aus", teilt die Sprecherin ihre Einschätzung. Aktuell liege er ungünstig, was das Wegschwimmen erschwert.
Wie es morgen weitergeht? Der Wal soll weiter beobachtet werden. "Wir werden schauen, was das Beste für das Tier ist und was wir machen können."
31. März, 18.16 Uhr: Offenbar keine weitere Aktion mehr für heute geplant
Bereits seit mehreren Stunden befindet sich der Wal nun an derselben Stelle vor der Insel Poel. Erneut aufs Boot wollen sich die Experten heute offenbar nicht mehr begeben.
Claus Tantzen, Sprecher vom Landwirtschaftsministerium Mecklenburg-Vorpommern, erklärt auf Nachfrage von TAG24: "Heute wird da nichts mehr passieren. Man wird dem Wal die Möglichkeit geben, aus eigenem Antrieb aufzuschwimmen."
Ein Vorhaben, das bereits am Tag zuvor teilweise verfolgt wurde. "Wenn er wollte, könnte er", ist sich der Experte sicher. Hin und wieder ist zu sehen, wie sich der Wal im Wasser etwas bewegt. Auch ein dumpfes Brummen ist ab und an zu hören. Wie es morgen weitergeht, werde aktuell noch intensiv beraten.
31. März, 16.27 Uhr: Lehmann teilt Nachricht von Meeresbiologin
Laut der neuseeländischen Meeresbiologin, Ingrid Visser, müsse das restliche Netz unbedingt aus dem Maul des Wales entfernt werden, ansonsten würde das Tier immer wieder stranden.
Der Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt in der Schwertwal- und Orca-Forschung.
YouTuber und Meeresbiologe Robert Marc Lehmann teilte die Nachricht der Wal-Expertin in seiner Instagram-Story.
Der Influencer versuchte am Donnerstag selbst, das Netz zu entfernen, ist aber gescheitert.
Die Frage eines Journalisten, ob man da noch etwas machen könne, verneinte er. "Das ist fest. Ich habe daran gezogen. Es ist fest", so die Einschätzung des YouTubers.
Walforscher Fabian Ritter empfiehlt, Rescue-Teams aus dem Ausland einzufliegen, sollte man tatsächlich versuchen, das Netz noch zu entfernen.
31. März, 15.05 Uhr: Wie geht es weiter?
Meeresbiologe Thilo Maack von Greenpeace erklärte auf der Pressekonferenz, dass die aktuelle Situation des Wals mit der von gestern vergleichbar sei.
Der Wal würde zwar aufsetzen, doch wenn er wolle, würde er losschwimmen können. Vielleicht sei das Tier aktuell auch ruhebedürftig und geschwächt.
Nun müssten die Experten "die Karten neu legen" und bewerten, wie sie am besten weitermachen. Dafür würde auch wieder mit externen Wissenschaftlern gesprochen werden.
Experten aus dem Ausland haben der Gruppe vor Ort inzwischen mitgeteilt, dass sie in der Situation am Montag genau richtig gehandelt hätten.
Aktuell beratschlagen sich die Experten über das weitere Vorgehen und wollen auf eine Strategie zwischen Ruhe und Motivation setzen. Momentan gehe die Tendenz dahin, dass der Wal die Chance haben soll, selbst zu entscheiden, wann er losschwimmen wolle.
31. März, 13.45 Uhr: Schlauchboote sind noch auf dem Wasser
Wie ein Sprecher der Wasserschutzpolizei Wismar gegenüber TAG24 mitteilte, sind sowohl Schlauchboote von Greenpeace als auch von der Wasserschutzpolizei in der Wismarer Bucht unterwegs.
Trotz des starken Windes und Wellengangs begleiten die Boote das Tier. Wenn die Wettervorhersage stimmt und der Wind nicht weiter zunimmt, können die Schlauchboote auch draußen bleiben, so der Sprecher.
Die Boote halten sich in der Umgebung des Buckelwals auf. Momentan schwimme der Ozeanriese in der Nähe der Kirchsee bei der Insel Poel.
Titelfoto: Philip Dulian/dpa
