So viele Straßen sind in Sachsen-Anhalt ab sofort videoüberwacht

Magdeburg - Mehr als 2000 Kilometer Bundesstraßen und 4000 Kilometer Landstraßen in Sachsen-Anhalt werden künftig zentral von Magdeburg aus überwacht.

Bei technischen Problemen, Unfällen oder sonstigen Ereignissen würden die zuständigen Straßenbaubehörden durch die Überwachung direkt informiert werden. (Symbolbild)
Bei technischen Problemen, Unfällen oder sonstigen Ereignissen würden die zuständigen Straßenbaubehörden durch die Überwachung direkt informiert werden. (Symbolbild)  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Am Montag hat die neue Verkehrsmanagementzentrale der Landesstraßenbaubehörde offiziell ihren Betrieb aufgenommen, wie das Infrastrukturministerium mitteilte.

Alle technischen Verkehrseinrichtungen, wie Ampeln oder die Videoüberwachung von Tunneln, seien an zahlreichen Bildschirmen rund um die Uhr im Blick, so ein Ministeriumssprecher.

Dazu zählen demnach 402 Ampeln, 32 Anlagen zur Wetterinformation und die zwei Tunnel in Wernigerode und unter dem Mittellandkanal bei Barleben.

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Ziel sei es allerdings, die Digitalisierung weiter auszubauen, betonte Infrastrukturministerin Lydia Hüskens (59, FDP).

So soll es künftig im besten Fall möglich sein, Verkehrsströme über intelligente Leitsysteme von der Zentrale aus zu steuern - etwa bei Umleitungen wegen Unfällen auf Autobahnen oder bei Großereignissen.

Straßenbehörden werden durch Überwachung sofort informiert

Die Neueinrichtung sei notwendig geworden, weil sich die bisherige Fernmeldemeisterei in Halle um die Bundesautobahnen kümmere. In der Zentrale laufen auch Wetterdaten auf, um etwa schneller auf unter Wasser stehende Straßen oder Frost reagieren zu können, erklärte der Leiter der Behörde, Marko Wagner.

Bei technischen Problemen, etwa dem Ausfall von Ampeln, Unfällen oder sonstigen Ereignissen würden die zuständigen Straßenbaubehörden oder das Lagezentrum direkt informiert.

Seit Anfang Januar sei die Verkehrszentrale zunächst im Probebetrieb gewesen und jetzt in den regulären Betrieb gestartet.

Titelfoto: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

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