35.500 freie Stellen: Trotzdem kaum Erholung am Arbeitsmarkt in Sachsen

Sachsen - Der sächsische Arbeitsmarkt steht unter Druck. Zu Beginn der Sommerferien gab es nur einen geringen Rückgang der Arbeitslosigkeit. Sachsenweit hat man im Juni rund 136.800 Personen als jobsuchend registriert. Das waren lediglich etwa 850 weniger als im Mai.

BA-Chef Klaus-Peter Hansen (61).
BA-Chef Klaus-Peter Hansen (61).  © Eric Münch

"Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf einen Anstieg der Fördermaßnahmen zurückzuführen. So nehmen wieder mehr Menschen an kurzzeitigen Aktivierungsmaßnahmen und Arbeitsgelegenheiten teil", sagt Klaus-Peter Hansen (61), Chef der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit (BA). Aber auch ein Anstieg der Krankmeldungen hat - statistisch - diesen Rückgang unterstützt.

Die Lage am Arbeitsmarkt ist ein Spiegelbild der gedämpften Stimmung in der Wirtschaft. Hansen: "Beispielsweise haben im Juni weniger Menschen eine neue Arbeit gefunden." In Zahlen waren das lediglich rund 6800 Menschen.

Die sächsischen Unternehmen meldeten auch wieder weniger neue Arbeitsstellen - insgesamt rund 5700. Das entspricht dem geringsten Juniwert seit 24 Jahren!

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Trotzdem: Aktuell sind den Arbeitsagenturen und den gemeinsamen Jobcentern rund 35.500 freie Arbeitsstellen gemeldet.

Eine junge Frau auf dem Weg zur Bundesagentur für Arbeit in Zwickau. Dort liegt die Arbeitslosenquote bei 5,1 Prozent. Die geringste Quote sachsenweit hat der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge mit 5 Prozent. Die höchste Chemnitz Stadt mit 8,8 Prozent.
Eine junge Frau auf dem Weg zur Bundesagentur für Arbeit in Zwickau. Dort liegt die Arbeitslosenquote bei 5,1 Prozent. Die geringste Quote sachsenweit hat der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge mit 5 Prozent. Die höchste Chemnitz Stadt mit 8,8 Prozent.  © dpa/Jan Woitas

Der BA-Boss erklärt dazu: "Das belegt, dass die Betriebe trotz der bestehenden Herausforderungen weiter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einstellen wollen – besonders, wenn es um Fachkräfte geht".

Titelfoto: Bildmontage: dpa/Jan Woitas, Eric Münch

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