Aufstrebender Absatzmarkt: Warum Minister Dulig jetzt nach Indien fliegt

Dresden - Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (50, SPD) brach am Sonntag mit einer 28-köpfigen Wirtschaftsdelegation zu einer Reise nach Indien auf. Dulig besucht die Millionen-Metropolen Coimbatore und Chennai im Bundesstaat Tamil Nadu, der als industrielles Herz des bevölkerungsreichsten Staates der Erde gilt.

Für Martin Dulig (50, SPD) ist es die erste Reise nach Indien. In den vergangenen neun Jahren besuchte er bereits mehr als 20 Staaten.
Für Martin Dulig (50, SPD) ist es die erste Reise nach Indien. In den vergangenen neun Jahren besuchte er bereits mehr als 20 Staaten.  © Montage: 123rf/manjik, picture alliance/dpa

Fünf Tage weilt die Delegation, zu der sächsische Unternehmer, Manager und Wirtschaftsförderer gehören, auf dem Subkontinent. Geplant sind Besuche von Firmen, Ausbildungsinstituten sowie einer Industrie-Messe.

Der Fokus liegt dabei auf der Förderung von wirtschaftlichen Kooperationen sowie der Fachkräftegewinnung. Zudem sondiert der Minister in politischen Gesprächen die Möglichkeit einer Regionalpartnerschaft mit dem südindischen Bundesstaat.

Dahinter steht ein Wunsch: Sachsen will seine Außenhandelsbeziehungen breiter aufstellen und sich von China unabhängiger machen.

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Dulig: "Indien ist ein aufstrebendes Land, dessen Wirtschaftskraft sich bis 2030 voraussichtlich verdoppeln wird. In Zeiten geopolitischer Veränderungen bietet sich Indien als aufstrebender Produktionsstandort und Absatzmarkt an."

TAG24-Redakteurin Pia Lucchesi im Gespräch mit Sachsens Wirtschaftsminister.
TAG24-Redakteurin Pia Lucchesi im Gespräch mit Sachsens Wirtschaftsminister.  © SMWA/Kristin Schmidt

Dulig fliegt auf Einladung nach Indien. Über den German-Indian Round Table bestehen bereits bilaterale Kontakte. Indien würde gern gut ausgebildete Fach- und Arbeitskräfte nach Sachsen schicken. Das war Thema bei seinen Gesprächen mit dem indischen Botschafter im November in Deutschland.

Titelfoto: Montage: SMWA/Kristin Schmidt

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