Fackel-Protest vor Wohnhaus von Sachsens Gesundheitsministerin Köpping

Text aktualisiert am 3. Dezember um 22.58 Uhr

Grimma - Erst traf es Ministerpräsident Michael Kretschmer (46, CDU), nun auch Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (63, SPD).

Petra Köpping (63, SPD), hier bei einer Sitzung im Sächsischen Landtag, ist nun auch zum Ziel von Corona-Protesten geworden.
Petra Köpping (63, SPD), hier bei einer Sitzung im Sächsischen Landtag, ist nun auch zum Ziel von Corona-Protesten geworden.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Am Freitagabend protestierten Corona-Gegner vor dem Wohnhaus der Minsterin nahe Grimma.

Wie Polizeisprecherin Dorothea Benndorf gegenüber TAG24 erklärte, sollen sich gegen 19.15 Uhr etwa 30 Personen eingefunden haben. Ein Video, das mittlerweile auf Twitter kursiert, zeigt, wie die Menschen mit Fackeln, Trillerpfeifen und Trommeln lautstark ihren Unmut kundtun.

Mehrere Einsatzkräfte sowohl der Leipziger als auch Grimmaer Polizei hatten sich nach Bekanntwerden des Protests zum Ort des Geschehens begeben.

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"Als die Beamten vor Ort eintrafen, entfernten sich die Teilnehmer schlagartig", erklärte Benndorf.

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Die etwa 30 Menschen sollen versucht haben, sich in ihren Autos davon zu machen. Weit kamen sie dabei allerdings nicht.

"15 Fahrzeuge konnten wir anhalten. Insgesamt wurden 25 Identitäten festgestellt", so die Polizeisprecherin.

Gegen eine der Personen erhob die Polizei Anzeige wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz. Darüber hinaus würden auch weiterhin Verstöße gegen die Corona-Schutz-Verordnung geprüft.

Nach Informationen von TAG24 soll die Aktion für einige Aufmerksamkeit gesorgt haben. So kommentierte Verschwörungstheoretiker und Corona-Leugner Attila Hildmann (40) bei Telegram: "Fackelmarsch zu den Tätern in Sachsen! Unglaublich episch! Da beginnt was Großes!"

Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

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