Kriminalität in Sachsen: BKA will Dunkelziffer ermitteln!

Dresden - Beim Blick in den Briefkasten wartet auf einige Bürger im Freistaat nun Post vom Bundeskriminalamt (BKA). Doch alles halb so wild.

Mithilfe einer repräsentativen Umfrage will das BKA Licht ins Dunkel bringen. (Symbolbild)
Mithilfe einer repräsentativen Umfrage will das BKA Licht ins Dunkel bringen. (Symbolbild)  © Sebastian Christoph Gollnow/dpa

Es handelt sich dabei um die Aufforderung zur Teilnahme an einer Umfrage zur "Sicherheit und Kriminalität in Deutschland" (SKiD), teilte das sächsische Innenministerium am Freitag mit.

Solltest auch Du für die Studie ausgewählt worden sein, hat Sachsens Innenminister Armin Schuster (62, CDU) noch einen Hinweis parat: "Bitte nehmen Sie an der Befragung teil! Je mehr der repräsentativ ausgewählten Personen die Fragen beantworten und ihre Erfahrungen teilen, desto aussagekräftiger wird das Ergebnis – und damit auch der Nutzen für die generelle Ausrichtung der Sicherheitspolitik in Sachsen und Deutschland."

Dennoch ist die Teilnahme natürlich freiwillig.

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Ziel der Befragung ist laut BKA, Erkenntnisse über das "kriminalstatistische Dunkelfeld" zu gewinnen. Mithilfe der gewonnenen Daten soll unter anderem abgeglichen werden, welche der Fälle polizeibekannt waren und welche nicht.

Im Zuge der Auswertung erhoffen sich die Ermittler dabei Einblicke in die Verbreitung und Entwicklung diverser Straftaten zu bekommen, um auch künftig effektiv dagegen vorgehen zu können.

Abgefragt werden in der Umfrage unter anderem die erlebten Straftaten von den Betroffenen selbst, das eigene Anzeigeverhalten, das empfundene Sicherheitsgefühl und die eigenen Erfahrungen mit der Polizei.

Titelfoto: Sebastian Christoph Gollnow/dpa

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