Sachse (28) fährt extra nach Polen, um Böller zu kaufen, und hat nun Anzeigen am Hals

Zittau/Mittweida - In diesem Jahr wird in Deutschland vor Silvester kein Feuerwerk verkauft. Aus diesem Grund fuhr ein 28-Jähriger aus Mittweida nach Polen und deckte sich mit unzähligen Polenböllern ein.

Das beschlagnahmte Feuerwerk.
Das beschlagnahmte Feuerwerk.  © Bundespolizeiinspektion Ebersbach

Doch der junge Mann geriet am Sonntagmittag nach seinem Böller-Einkauf an der Grenze in Zittau in eine Verkehrskontrolle der Polizei.

"Die Beamten fanden in seinem Kofferraum insgesamt 118 Feuerwerkskörper, die allesamt nicht über die CE-Prüfkennzeichnung verfügten und nicht zugelassen sind", so ein Polizeisprecher.

Die Nettoexplosivmasse der Böller habe mehr als ein Kilogramm betragen, heißt es. Somit verstieß der Mann gegen das Sprengstoffgesetz - eine Anzeige folgte.

Doch damit nicht genug! Da der 28-jährige Deutsche extra von Mittweida nach Zittau gefahren war, folgte eine weitere Anzeige wegen des Verstoßes gegen die Corona-Schutzbestimmungen, weil sich der Mann verbotenerweise mehr als 15 Kilometer von seinem Wohnsitz entfernt hatte.

Polizei warnt: Finger weg von Polen- und Tschechenböllern!

In diesem Zusammenhang appelliert die Polizei: Finger weg von Polen- oder Tschechenböllern!

Der in den Böllern verwendete Blitzknallsatz habe eine nicht vorhersehbare höhere Explossivkraft gegenüber den zugelassenen deutschen Böllern mit Schwarzpulver. Mit derartigen Böllern haben sich schon "Viele ihre Finger weggesprengt", warnt die Polizei.

"Außerdem sollten wir in der aktuellen Situation ohnehin die Notärzte und Krankenhäuser durch eventuelle Verletzungen aufgrund Abbrennens von Feuerwerk nicht zusätzlich belasten", heißt es von Seiten der Bundespolizei.

Titelfoto: Bundespolizeiinspektion Ebersbach

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