Mit Salbei und Kirsch-Minze: Sächsischer Obstkelterer erfindet Saft neu

Siebenlehn - Auf fast hundert Jahre Tradition bei der Herstellung von Säften kann der Familienbetrieb Heide zurückschauen - und auf etliche genommene Hürden während dieser Zeit. Auch aktuell lassen sich die Siebenlehner Obstkelterer etwas einfallen, um gesund durch wirtschaftlich schwierige Zeiten zu kommen.

Salbei aus Sachsen verfeinert jetzt auch Säfte.
Salbei aus Sachsen verfeinert jetzt auch Säfte.  © PR

"Hier steckt Geschichte in jeder Ecke", sagt Tino Walcha (52), Urenkel des Firmengründers Richard Heide, der das Geschäft gemeinsam mit seiner Schwester Katrin Eberhardt (53) führt.

In normalen Zeiten nimmt der Inhaber interessierte Kunden bei Führungen gern mit auf Entdeckungstour bis in die uralten Gewölbekeller aus dem 19. Jahrhundert.

Derzeit sind Touren zwar nicht möglich, doch die Kundschaft macht trotzdem so ihre Entdeckungen in Sachen Saft. Walcha:

"Das Thema Gesundheit und Gesunderhaltung ist vielen im Moment sehr wichtig. Da kommen unsere Säfte gemischt mit Kräuter-Extrakten wie Salbeiblüten oder Brennnessel besonders gut an."

Saft-Chef entwickelte fünf neue Sorten

Not macht erfinderisch: Für alkoholfreien Glühwein entwickelte Heide-Chef Tino Walcha (52) neue fruchtige Geschmacksrichtungen.
Not macht erfinderisch: Für alkoholfreien Glühwein entwickelte Heide-Chef Tino Walcha (52) neue fruchtige Geschmacksrichtungen.  © Petra Hornig

Die Mischungen entstehen in einer Zusammenarbeit mit den Bombastus-Werken Freital. Mit Kreativität löste Tino Walcha auch das Glühwein-Problem des Winters: "Wegen abgesagter Weihnachtsmärkte und dem Verbot alkoholischer To-go-Getränke saßen wir über Nacht auf unserer Produktion fest."

Der findige Saft-Chef zauberte über Nacht im Labor fünf neue alkoholfreie Sorten, darunter Kirsch-Minze, Kirsch-Vanille und Orange-Ingwer. "Ohne Corona wären die Sorten nicht entstanden und auch unser neuer Online-Shop nicht."

Den Glühwein mit Alkohol nahm der Einzelhandel ab. "Auf diese Weise sind wir mit 3,3 statt angepeilter vier Millionen Euro Umsatz ganz gut durch das schwierige Jahr gekommen", resümiert Walcha.

Titelfoto: Petra Hornig

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