Traurige Folge der Klimakrise: Das große Baumsterben im Muskauer Park

Bad Muskau - Das Klima kennt keine Gnade! Dem Weltkulturerbe "Muskauer Park", im 19. Jahrhundert von Hermann Fürst von Pückler-Muskau (1785-1871) in Bad Muskau angelegt, sterben die Bäume weg. Doch es gibt Hoffnung.

Der Landschaftsgarten, den Fürst von Pückler-Muskau in Bad Muskau schuf, zählt seit 2004 zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Der Landschaftsgarten, den Fürst von Pückler-Muskau in Bad Muskau schuf, zählt seit 2004 zum UNESCO-Weltkulturerbe.  © Robert Michael/dpa

Manches Gehölz im 830 Hektar großen Muskauer Park stammt noch aus Pücklers Zeiten, hat 250 Jahre oder mehr auf dem Buckel.

Die Bäume haben laut Park-Chef Cord Panning (64) noch immer mit den Folgen der Dürrejahre 2018 und 2020 zu kämpfen.

Besonders betroffen sei der Bergpark: "Hier ist der Bestand an großen alten Buchen sichtlich dezimiert." Infolge des Klimawandels könnten Tausende Bäume verloren gehen, meint Panning.

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Dabei soll der Baumbestand im Park eigentlich nicht weniger werden.

In den ausgehöhlten Stämmen dreier Altbuchen wachsen junge Buchen heran.
In den ausgehöhlten Stämmen dreier Altbuchen wachsen junge Buchen heran.  © Robert Michael/dpa
Nahe dem Schloss Muskau sprießt diese Jungbuche in die Höhe - neben einer Blutbuche, die nicht überlebte.
Nahe dem Schloss Muskau sprießt diese Jungbuche in die Höhe - neben einer Blutbuche, die nicht überlebte.  © Robert Michael/dpa

Neue Gehölz-Generation soll dem Klimawandel trotzen

Park-Chef Cord Panning (62).
Park-Chef Cord Panning (62).  © Robert Michael/dpa

So schloss sich die Stiftung "Fürst-Pückler-Park Bad Muskau" einem Forschungsprojekt der Deutschen Bundesstiftung Umwelt für Strategien zur Klimaanpassung in historischen Gärten an. Ziel: grünes Kulturerbe bewahren.

Dafür soll eine neue, resiliente Gehölz-Generation herangezogen werden, mit Sämlingen und Junggehölzen aus eigener Zucht.

Außerdem setzt man in Bad Muskau auf Naturverjüngung: Denn Bäume, die sich selbst im Park aussäen, können durch DNA-Veränderung dafür sorgen, dass die nächste Generation sich besser ans Klima anpasst.

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Cord Panning hoffnungsvoll: "Ja, wir verlieren alte Bäume, aber schaffen es mit einer neuen Generation von Gehölzen, das historische Bild zu erhalten."

Titelfoto: Robert Michael/dpa

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