Irrer Turbinen-Antrieb! Zwickauer geben mit ihrem DeLorean Gas

Zwickau - Ein Stück Film­ge­schich­te auf dem Zwi­ckau­er Haupt­markt: Das neue Start-up "Next­H2O2" aus der Mul­de­stadt prä­sen­tiert Sonntagabend ei­nen De­Lo­re­an-Sport­wa­gen - welt­be­rühmt durch die 80er-Sci­ence-Fic­tion-Rei­he "Zu­rück in die Zu­kunft". Mit dem Kult-Auto ha­ben die Grün­der Max Mi­cha­el (20) und Lu­kas Ba­san (21) gro­ße Plä­ne.

Noch befindet sich in dem Sportwagen ein herkömmlicher Verbrennungsmotor.
Noch befindet sich in dem Sportwagen ein herkömmlicher Verbrennungsmotor.  © Uwe Meinhold

Die bei­den Zwi­ckau­er Stu­den­ten wol­len in das Fahr­zeug ei­nen al­ter­na­ti­ven An­trieb ein­bau­en, der ohne Aus­stoß schäd­li­cher Ab­ga­se aus­kommt.

Da­für ent­wi­ckeln sie als Mo­tor-Er­satz eine mehr­stufi­ge Tur­bi­ne, die mit­hil­fe von Was­ser­stoff­per­oxid (H2O2) in Be­we­gung ge­setzt wird. "Der An­trieb soll prin­zi­pi­ell in je­des Fahr­zeug pas­sen", sagt Max Mi­cha­el.

Vor­tei­le ge­gen­über E-Au­tos sei­en die ho­hen Reich­wei­ten und dass man den flüs­si­gen Kraft­stoff schnell nach­tan­ken kön­ne. Zeit­rei­sen mit dem aus den USA im­por­tier­ten De­Lo­re­an wie in den "Zu­rück in die Zu­kunft"-Film sind aber (noch) nicht mög­lich.

Vermisste Emily (12) aus Zwickau wieder da
Zwickau Vermisste Emily (12) aus Zwickau wieder da

Auf die Idee, ei­nen De­Lo­re­an für ihr Vor­ha­ben zu be­sor­gen, brach­ten Max Mi­cha­el und Lu­kas Ba­san Kol­le­gen an der Uni­kli­nik Leip­zig, mit de­nen sie ver­gan­ge­nes Jahr ge­mein­sam an ei­nem 3-D-ge­druck­ten Co­ro­na-Not­fall­be­at­mungs­sys­tem ar­bei­te­ten. "Zu­nächst hiel­ten wir die­ses Auto nicht für das op­ti­ma­le Ver­suchs­fahr­zeug", so Mi­cha­el. Doch nach kur­zer Be­denk­zeit än­der­te sich die Mei­nung. "Schlie­ß­lich woll­ten wir dann doch kei­nen Stan­dard­wa­gen."

Die Gründer Lukas Basan (21, l.) und Max Michael (20) wollen in diesen DeLorean einen alternativen Antrieb einbauen.
Die Gründer Lukas Basan (21, l.) und Max Michael (20) wollen in diesen DeLorean einen alternativen Antrieb einbauen.  © Uwe Meinhold
Das Auto wurde vom Beverly Hills Car Club aus den USA importiert.
Das Auto wurde vom Beverly Hills Car Club aus den USA importiert.  © Uwe Meinhold

Kom­plett fer­tig sein soll der Pro­to­typ bis zum Herbst 2022. Sonntagabend, 18.30 Uhr, stel­len die bei­den Jung-Un­ter­neh­mer ihr Pro­jekt auf dem Haupt­markt erst­mals nä­her vor. Ma­xi­mal 70 Gäs­te kön­nen sich an­schlie­ßend um 20.30 Uhr auf ei­ner gro­ßen Lein­wand den ers­ten Teil von "Zu­rück in die Zu­kunft" an­schau­en. Ein­tritt frei.

Titelfoto: Uwe Meinhold

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