Kein Wunder: "Herzgut"-Molkerei ist Geschichte

Rudolstadt-Schwarza - Das Schicksal der Landmolkerei "Herzgut" in Rudolstadt-Schwarza ist endgültig besiegelt. Das Wunder ist ausgeblieben!

Jetzt soll noch ausproduziert werden, ehe das Kapitel "Herzgut" endgültig beendet ist. (Symbolbild)
Jetzt soll noch ausproduziert werden, ehe das Kapitel "Herzgut" endgültig beendet ist. (Symbolbild)  © 123rf/279photo

Thüringens letzte eigenständige Molkereigenossenschaft wird von der Bildfläche verschwinden. Nach übereinstimmenden Medienberichten erhielten die Beschäftigten am Montag ihre Kündigungen.

Kurz vor Jahresende keimte nochmals Hoffnung auf. Der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) berichtete, dass mit einem potenziellen Investor verhandelt werde, die Mitarbeiter seien doch noch nicht gekündigt.

Nun aber scheint sich auch diese Hoffnung in Luft aufgelöst zu haben. Gegenüber dem MDR soll Insolvenzverwalter Bernd Krumbholz gesagt haben, dass insgesamt 70 Investoren angefragt worden seien, neun hätten ernsthafte Absichten gezeigt.

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"Doch keiner konnte seinen Angaben nach eine Finanzierung auf die Beine stellen. Jetzt werde noch ausproduziert, die Anlagen gesichert und alle Abrechnungen gemacht", heißt es in dem Beitrag weiter.

Gut eine Woche vor Weihnachten war bekannt geworden, dass die Molkerei mit der Insolvenz in Eigenverwaltung gescheitert ist.

Titelfoto: 123rf/279photo

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