Eiskalter Bombenzyklon sorgt für Schnee und kräftige Stürme am ersten Adventswochenende

Deutschland - Der Bombenzyklon Omikron braut sich derzeit über dem Atlantik zusammen. Während er in Island für bis zu 14 Meter hohe Wellen sorgt, beschert er uns in Deutschland vor allem eiskalte Luft.

Auch in Dresden wird es eisig: Die Temperaturen sinken am Wochenende bis auf minus zwei Grad und damit unter den Gefrierpunkt. (Archivbild)
Auch in Dresden wird es eisig: Die Temperaturen sinken am Wochenende bis auf minus zwei Grad und damit unter den Gefrierpunkt. (Archivbild)  © Ove Landgraf

Zunächst einmal vorweg: Bombenzyklone gibt es tatsächlich. Meteorologen sagen dazu "Bombogenese" oder explosive Zyklongenese.

Hinter dem Phänomen steckt ein Sturm, der so bezeichnet wird, wenn innerhalb von "24 Stunden der Luftdruck um mindestens 24 Hektopascal fällt", erklärt "The Weather Channel". Dazu kommt es, wenn kalte arktische und milde Luft aufeinandertreffen.

"Bombenzyklone" treten vor allem in den kühlen Herbst- und Wintermonaten auf. Typisch sind heftige Winde und starke Niederschläge.

Nun hat sich bei Neufundland eine Tiefdruckentwicklung in Gang gesetzt. Bei Omikron könnte der Luftdruck laut "Weather Channel" sogar um bis zu 40 Hektopascal fallen. Das sorgt für Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 km/h.

Noch am Donnerstag trifft Omikron als Orkan mit hohen Wellen auf Island. Weil Hoch "Willy" über der Nordsee liegt und den Weg blockiert, kommt Omikron zum Glück nicht weiter südlich und zieht stattdessen an Grönlands Küste weiter, wahrscheinlich Richtung Nordpol.

Kalte Luft aus Osten

Damit trifft uns Omikron zwar nicht, aber auf seinem Weg nach Norden schnürt er ein Kaltluftpaket über Russland - und das macht sich dann mit dem Ostwind auf den Weg nach Deutschland. Bereits ab dem Wochenende wird es hierzulande kälter. Im Osten Deutschlands könnte es sogar den ersten Schnee geben. Dabei bleibt es aber nicht!

Denn die nächsten kräftigen Stürme folgen Omikron auf seiner vorgelegten Route und bringen Anfang nächster Woche erneut kalte Luft aus Russland und Finnland, die weite Teile Deutschlands erfasst. Es wird echt eisig und ab Mittwoch sind die Aussichten für erste Schneefälle recht gut. Für eine weiße Schneelandschaft reicht es leider noch nicht.

Und für eine zuverlässige Wetterprognose für Weihnachten ist es noch zu früh.

Titelfoto: Montage: Ove Landgraf, Screenshot wetter.de

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