Polarlichter verschönern den Himmel über Deutschland: Warum war das Phänomen so gut zu sehen?

Von Markus Lenhardt

Offenbach - Über vielen Teilen Deutschlands haben Polarlichter den Himmel erleuchtet. Verantwortlich dafür sei ein sogenannter geomagnetischer Sonnensturm, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit. Wegen der Stärke des Sonnensturms seien die Lichter in der Nacht bis zu den Alpen zu sehen gewesen.

So faszinierend sah der Himmel am Montagabend über Sachsen-Anhalt aus.
So faszinierend sah der Himmel am Montagabend über Sachsen-Anhalt aus.  © Thomas Schulz/dpa

"Wir hatten eine stärkere Eruption der Sonne und die ist jetzt bei uns angekommen", sagte Markus Bayer, Meteorologe beim DWD.

Durch die Eruption flogen Teilchen von der Sonne in Richtung Erde.

Sie werden bei Sonnenstürmen vom Erdmagnetfeld in Richtung Pole gelenkt und dringen in die Erdatmosphäre ein, heißt es auf der Webseite des DWD dazu. "In den oberen Schichten der Atmosphäre treffen die geladenen Teilchen auf Luftmoleküle und regen diese zum Leuchten an."

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Der geomagnetische Sturm erreichte Montagabend die zweithöchste Stufe G4, wie die US-Atmosphärenbehörde Noaa berichtete. Möglich seien bei dieser Stärke unter anderem Auswirkungen auf Satelliten. So könne auch das GPS-System ausfallen.

Auch über dem Ruhrgebiet leuchtete der Himmel grün.
Auch über dem Ruhrgebiet leuchtete der Himmel grün.  © Christoph Reichwein/dpa
Der Norden kam ebenfalls auf seine Kosten. In Flensburg in Schleswig-Holstein konnte man das Himmelsphänomen gut beobachten.
Der Norden kam ebenfalls auf seine Kosten. In Flensburg in Schleswig-Holstein konnte man das Himmelsphänomen gut beobachten.  © Birgitta von Gyldenfeldt/dpa
Auch über Niederbayern ergab sich ein verzückender Anblick aus feiner Schneedecke und Himmelsleuchten.
Auch über Niederbayern ergab sich ein verzückender Anblick aus feiner Schneedecke und Himmelsleuchten.  © Armin Weigel/dpa
Nicht mehr in Deutschland: Auch unsere Schweizer Nachbarn durften sich - wie hier in Davos über geladene Teilchen freuen, die auf Luftmoleküle treffen.
Nicht mehr in Deutschland: Auch unsere Schweizer Nachbarn durften sich - wie hier in Davos über geladene Teilchen freuen, die auf Luftmoleküle treffen.  © Gian Ehrenzeller/KEYSTONE/dpa

Die Eruptionswolke der Sonne habe die Strecke zwischen Sonne und Erde in nur etwa 25 Stunden bewältigt, berichtete die Astronomie-Plattform "Spaceweather".

Das sei extrem schnell. Normalerweise benötige eine solche Wolke für diese Strecke drei bis vier Tage.

Titelfoto: Thomas Schulz/dpa

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