Frost und Glätte in Deutschland: Notaufnahmen durch Unfälle "extrem belastet"

Deutschland - Nachdem sich die Wetterlage im Westen des Landes wieder beruhigt hat, ist vor allem in Teilen Ostdeutschlands noch Vorsicht wegen Glatteis geboten.

Im den rot markierten Bereichen warnt der DWD vor Glatteis.  © Bildmontage: Moritz Frankenberg/dpa, Screenshot/DWD

Besonders im äußersten Osten und Nordosten besteht am frühen Morgen noch markante Glatteisgefahr, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. Allerdings soll sich auch hier die Lage gegen Vormittag entspannen.

Verantwortlich für die Glätte ist Tief "Gunda", das von Westen her zunächst Schnee und später Regen brachte, der bei eisigen Temperaturen in der Luft oder auf dem Boden gefriert.

In den vergangenen Tagen hatte bereits der Wintersturm "Elli" vielerorts für gefährliche Glätte und zahlreiche Unfälle gesorgt. In den Notaufnahmen des Landes war die Belastung entsprechend hoch.

Wetter Deutschland Unwetter mit Glatteis: So ist die aktuelle Lage auf den NRW-Straßen

TAG24 berichtet im Ticker über die aktuelle Lage.

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13. Januar, 11.35 Uhr: Winterwetter und Infekte lassen Blutspenden einbrechen

Das Winterwetter und die Infektionswelle haben zu einem erheblichen Einbruch bei den Blutspenden in Sachsen sowie in Berlin und Brandenburg geführt.

"Die Situation spitzt sich zu, die Versorgungslage ist auf sehr niedrigem Niveau", sagte Kerstin Schweiger vom DRK-Blutspendedienst Nord-Ost auf Anfrage. Besonders die Konserven aus Blutplättchen sind demnach nur etwa vier Tage haltbar und müssten durchgehend aufgefüllt werden.

Sie appellierte an alle gesunde Menschen, jetzt Blut zu spenden. "Nun ist ein perfekter Zeitpunkt für Erstspender, sich an der lebensrettenden und solidarischen Aktion zu beteiligen", betonte Schweiger.

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13. Januar, 11.31 Uhr: Uniklinik Greifswald behandelt mehr Knochenbrüche

Die Universitätsmedizin Greifswald (UMG) muss infolge von Glatteis mehrere Menschen nach Stürzen behandeln.

Binnen drei Stunden seien heute Vormittag 15 Patienten teils mit Knochenbrüchen in die Notaufnahme gekommen. Es sei zu merken, dass derartige Diagnosen vermehrt auftreten, sagte ein Sprecher der UMG.

13. Januar, 10.47 Uhr: Schneepflug stürzt Hang hinab - Termin für Bergung noch offen

Der im Nordschwarzwald umgestürzte Schneepflug liegt weiterhin an der Unfallstelle und wird voraussichtlich erst in den kommenden Tagen geborgen.

Wie ein Polizeisprecher sagte, ist bislang kein Abschlepptermin bekannt. Das Winterwetter hatte eine Bergung bislang verhindert. Da zudem keine Betriebsstoffe ausliefen, habe die Bergung keine Dringlichkeit.

Der 53 Jahre alte Fahrer des Fahrzeugs habe am frühen Samstagmorgen in Forbach (Kreis Rastatt) die Kontrolle verloren, hatte es zunächst geheißen. Das Fahrzeug überschlug sich und blieb an einer Hauswand liegen. Der Fahrer erlitt dabei leichte Verletzungen, seine 56 Jahre alte Beifahrerin wurde schwer verletzt.

Nach dem Sturz eines Winterdienst-Fahrzeugs im Nordschwarzwald bleibt wegen des Winterwetters weiter ungewiss, wann der Schneepflug geborgen wird.  © Patrick Pleul/dpa

13. Januar, 10.45 Uhr: Glatteis in Berlin - Polizei meldet nur wenige Unfälle

Überfrierender Regen sorgt in Berlin für Glatteisgefahr. Trotzdem sei die Zahl an Unfällen nur "minimal erhöht", wie ein Sprecher der Polizei Berlin mitteilte.

Im Vergleich zu Zahlen aus der Vorwoche habe es vor allem zwischen vier und fünf Uhr ein paar mehr Unfälle gegeben. Insgesamt seien die Zahlen aber auf einem niedrigen Niveau.

13. Januar, 10.44 Uhr: Frost sorgt für Rekordzahl an Pannen-Notrufen in Sachsen

Der strenge Frost hat beim ADAC in Sachsen für eine Rekordzahl an Notrufen gesorgt.

Am Montag wurde mehr als 800 Pannenopfern geholfen, so vielen wie seit 2020 nicht mehr, wie der ADAC mitteilte. Das waren 50 Prozent mehr Aufträge als an einem regulären Montag im Winter.

93 Prozent der Pannenopfer wurde demnach erfolgreich geholfen, vorzugsweise durch eine reine Starthilfe. Die Wartezeiten waren aufgrund des hohen Auftragsvolumens hoch. Nur bei jedem zweiten Pannenopfer war Hilfe innerhalb einer Stunde vor Ort, alle Anderen warteten länger.

Mehr als 800 Pannenopfern half der ADAC in Sachsen am Montag – ein Rekordwert. Strenger Frost und eisige Straßen fordern Geduld bei langen Wartezeiten.  © Robert Michael/dpa

13. Januar, 10.42 Uhr: Viele Einsätze in Braunschweig wegen des Unwetters

Glatteis, Tauwetter und Dachlawinen haben die Einsatzkräfte in Braunschweig am Montag stark gefordert.

Zwar habe es nur wenige Sturzunfälle gegeben, teilte die Feuerwehr mit. Dennoch seien die Einsatzkräfte wegen eines insgesamt erhöhten Einsatzaufkommens sowie längerer Transport- und Einsatzzeiten stark ausgelastet gewesen.

13. Januar, 10.41 Uhr: Zu gefährlich - Friedhöfe in Erfurt geschlossen

Glatteis hat die Wege auf Erfurts Friedhöfen in regelrechte Schlittschuhbahnen verwandelt.

Deshalb bleiben die Stätten heute für Besucher geschlossen. Allerdings habe der Winterdienst bereits damit begonnen, die Wege zu räumen, sagte eine Sprecherin der Stadtverwaltung. Trauerfeiern und Beisetzungen aber sollen wie geplant stattfinden.

13. Januar, 10.36 Uhr: Glatteis bremst Verkehr in Berlin und Brandenburg aus

Glatteis auf den Straßen hat in Berlin und Brandenburg zu Einschränkungen und Unfällen geführt.

In Brandenburg lag die Unfallzahl bis zum Morgen im unteren zweistelligen Bereich, wie der Lagedienst der Polizei mitteilte. Darunter waren zunächst vor allem Blechschäden. In Berlin waren die Unfallzahlen am Morgen nur "minimal erhöht", wie ein Polizeisprecher sagte. Insgesamt seien die Zahlen in der Hauptstadt auf einem niedrigen Niveau.

Laster im Graben, Busverkehr gestoppt: Glatteis sorgt in Berlin und Brandenburg für Einschränkungen. (Archivbild)  © Marijan Murat/dpa

13. Januar, 8.27 Uhr: Auto gerät in Gegenverkehr – sieben Verletzte

Bei einem Unfall auf bei Tuntenhausen (Landkreis Rosenheim) sind sieben Menschen verletzt worden. Unter den Verletzten sind sich auch zwei Vierjährige, wie die Polizei mitteilte.

Eines der Kinder und eine erwachsene Person waren den Angaben nach schwer verletzt. Eine 32-Jährige war zuvor mit ihrem Auto in einer Kurve auf die Gegenfahrbahn geraten. Dort krachte sie in den Wagen eines 79-Jährigen. Die Verletzten kamen in Krankenhäuser.

Warum die Frau die Kontrolle über ihren Wagen verlor, war zunächst unklar. Den Aussagen eines Polizeisprechers wird bislang Glätte als Unfallursache vermutet. Die Ermittlungen laufen.

13. Januar, 8.25 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern bleibt Glatteis eine Gefahr

Für Mecklenburg-Vorpommern gilt am Morgen eine Unwetterwarnung.

Dabei warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) vor allem vor Glatteis auf den Straßen. In der Nacht war Regen auf die eiskalten Böden im Nordosten gestoßen, wodurch es wieder glatt geworden ist.
"Je länger der Tag, desto besser wird es", versichert allerdings eine Meteorologin des DWD.

Der Deutsche Wetterdienst hat für den Nordosten eine Warnung ausgesprochen. Die Kombination aus Regen, schmelzendem Schnee und eiskalten Böden kann gefährlich werden. (Archivbild)  © Bernd Wüstneck/dpa

13. Januar, 7.25 Uhr: Tauwetter sorgt für spiegelglatte Straßen

Durch überfrierenden Regen auf dem eiskalten Boden herrscht seit der Nacht Glatteisgefahr in Berlin und Brandenburg.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt in beiden Ländern bis zum Dienstagmorgen vor hoher Glättegefahr: "Zunächst noch Glatteis. Im Nordosten bis zum Mittag anhaltend. Von Westen Milderung und allmählich beginnende Entspannung der Glättesituation."

Auch von der Verkehrsinformationszentrale in Berlin hieß es: "Bitte bewegt euch vorsichtig, besonders auf den Nebenstraßen und Gehwegen ist es spiegelglatt!"

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