Frost und Glätte in Deutschland: Notaufnahmen durch Unfälle "extrem belastet"

Deutschland - Nachdem sich die Wetterlage im Westen des Landes wieder beruhigt hat, ist vor allem in Teilen Ostdeutschlands noch Vorsicht wegen Glatteis geboten.

Im den rot markierten Bereichen warnt der DWD vor Glatteis.  © Bildmontage: Moritz Frankenberg/dpa, Screenshot/DWD

Besonders im äußersten Osten und Nordosten besteht am frühen Morgen noch markante Glatteisgefahr, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. Allerdings soll sich auch hier die Lage gegen Vormittag entspannen.

Verantwortlich für die Glätte ist Tief "Gunda", das von Westen her zunächst Schnee und später Regen brachte, der bei eisigen Temperaturen in der Luft oder auf dem Boden gefriert.

In den vergangenen Tagen hatte bereits der Wintersturm "Elli" vielerorts für gefährliche Glätte und zahlreiche Unfälle gesorgt. In den Notaufnahmen des Landes war die Belastung entsprechend hoch.

Wetter Deutschland Unwetterwarnung in Sachsen-Anhalt! Kalte Woche, dann kommt die Wendung

TAG24 berichtet im Ticker über die aktuelle Lage.

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13. Januar, 8.27 Uhr: Auto gerät in Gegenverkehr – sieben Verletzte

Bei einem Unfall auf bei Tuntenhausen (Landkreis Rosenheim) sind sieben Menschen verletzt worden. Unter den Verletzten sind sich auch zwei Vierjährige, wie die Polizei mitteilte.

Eines der Kinder und eine erwachsene Person waren den Angaben nach schwer verletzt. Eine 32-Jährige war zuvor mit ihrem Auto in einer Kurve auf die Gegenfahrbahn geraten. Dort krachte sie in den Wagen eines 79-Jährigen. Die Verletzten kamen in Krankenhäuser.

Warum die Frau die Kontrolle über ihren Wagen verlor, war zunächst unklar. Den Aussagen eines Polizeisprechers wird bislang Glätte als Unfallursache vermutet. Die Ermittlungen laufen.

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13. Januar, 8.25 Uhr: In Mecklenburg-Vorpommern bleibt Glatteis eine Gefahr

Für Mecklenburg-Vorpommern gilt am Morgen eine Unwetterwarnung.

Dabei warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) vor allem vor Glatteis auf den Straßen. In der Nacht war Regen auf die eiskalten Böden im Nordosten gestoßen, wodurch es wieder glatt geworden ist.
"Je länger der Tag, desto besser wird es", versichert allerdings eine Meteorologin des DWD.

Der Deutsche Wetterdienst hat für den Nordosten eine Warnung ausgesprochen. Die Kombination aus Regen, schmelzendem Schnee und eiskalten Böden kann gefährlich werden. (Archivbild)  © Bernd Wüstneck/dpa

13. Januar, 7.25 Uhr: Tauwetter sorgt für spiegelglatte Straßen

Durch überfrierenden Regen auf dem eiskalten Boden herrscht seit der Nacht Glatteisgefahr in Berlin und Brandenburg.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt in beiden Ländern bis zum Dienstagmorgen vor hoher Glättegefahr: "Zunächst noch Glatteis. Im Nordosten bis zum Mittag anhaltend. Von Westen Milderung und allmählich beginnende Entspannung der Glättesituation."

Auch von der Verkehrsinformationszentrale in Berlin hieß es: "Bitte bewegt euch vorsichtig, besonders auf den Nebenstraßen und Gehwegen ist es spiegelglatt!"

13. Januar, 7.16 Uhr: Polizei warnt - Tauwetter macht Berlins Eisflächen gefährlich

Angesichts des Tauwetters hat die Berliner Polizei vor Lebensgefahr auf zugefrorenen Seen gewarnt.

"Betreten Sie keine Eisflächen", schrieb die Polizei im Internet. Die gefrorenen Gewässer verlören mit den steigenden Temperaturen rasch ihre Tragfähigkeit. "Was gestern noch sicher wirkte, kann heute schon tückisch und dünn sein."

Besonders im Uferbereich und an Stellen mit Strömungen werde es zuerst kritisch. Kinder sollte man nicht ohne Aufsicht an Gewässern spielen lassen und auch andere Menschen warnen. "Ein Schritt aufs Eis kann einer zu viel sein."

Was gestern noch sicher war, ist heute tückisch: Steigende Temperaturen lassen Berlins Eisflächen gefährlich dünn werden. Eltern sollten besonders aufmerksam sein.  © Ana Fernandez/SOPA Images via ZUMA Press Wire/dpa

13. Januar, 6.45 Uhr: Schulen in Brandenburg ohne Präsenzpflicht

Eltern in Brandenburg steht es frei, ihre Kinder zur Schule zu schicken.

Das Bildungsministerium setzte die sogenannte Präsenzpflicht für heute aus. In Berlin soll der Schulbetrieb laut Bildungsverwaltung dagegen regulär laufen. Schulaufsicht und Schulen sind aber angehalten, die Wetterlage aufmerksam zu beobachten und gegebenenfalls zu reagieren.

13. Januar, 6.39 Uhr: Glätte-Warnung in Thüringen

In Thüringen wird es glatt auf den Straßen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor allem am Morgen vor gefrierendem Regen und Glatteis.

Zunächst fällt örtlich etwas Sprühregen, ab dem späten Nachmittag und am Abend kommt es zeitweise zu leichtem Regen. Im Laufe des Vormittags entspannt sich die Glätte-Situation. Die Höchsttemperaturen liegen bei 3 bis 6 Grad, im Bergland bei etwa 2 Grad.

13. Januar, 6.34 Uhr: Mehrere Glätteunfälle im Süden Schleswig-Holsteins

Im Süden Schleswig-Holsteins ist es in der Nacht zu mehreren Glätteunfällen gekommen.

Nach Angaben der Polizei hatten die Wetterbedingungen seit Montagabend zu zwanzig Verkehrsunfällen geführt, wobei sich drei Personen leicht verletzt haben sollen. In den anderen Teilen Schleswig-Holsteins sei es in der Nacht hingegen ruhig geblieben.

Auf der Autobahn 1 kommen in der Nacht gleich an zwei Stellen mehrere Autos ins Rutschen. Glücklicherweise bleiben die meisten Menschen unverletzt.  © Stefan Puchner/dpa

13. Januar, 6.27 Uhr: Notaufnahmen durch Glätte-Unfälle "extrem belastet"

Viele Glätte-Unfälle haben in den deutschen Notaufnahmen für eine außergewöhnliche Belastung gesorgt.

"Eis und Schnee haben uns in den vergangenen Tagen auch in den Notaufnahmen extrem belastet", sagte Gerald Gaß, Vorsitzender der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), der "Rheinischen Post". "Wir haben eine große Zahl an Fußgängerunfällen gesehen – überwiegend mit kleineren Verletzungen und Brüchen, aber auch mit schweren Verkehrsunfällen durch glatte Straßen."

Das Winterwetter hatte in den vergangenen Tagen vielerorts für gefährliche Glätte und zahlreiche Unfälle gesorgt. Während sich die Lage im Westen Deutschlands weitgehend entspannt hat, müssen sich Menschen im Osten und Südosten weiterhin auf gefährliche Witterungsverhältnisse einstellen.

Glätteunfälle sorgten in deutschen Notaufnahmen für eine außergewöhnliche Belastung. (Archivbild)  © Jan Woitas/dpa

13. Januar, 6.16 Uhr: Unwetterwarnung wegen Glätte in Sachsen

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt in Sachsen am Morgen vor Glätte.

Nach Angaben des DWD kann es vor allem in Ostsachsen und im Erzgebirge durch gefrierenden Regen glatt werden. Im Tagesverlauf wird es trockener, am Abend zieht erneut Regen auf. Die Höchsttemperaturen liegen bei 2 bis 6 Grad. Auf dem Fichtelberg sind Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 65 und 80 Kilometern pro Stunde möglich.

In der Nacht zum Mittwoch und in den Morgenstunden erwartet der Deutsche Wetterdienst Regen. Vor allem am Morgen besteht dadurch erneut Glättegefahr. Die Temperaturen gehen auf etwa ein Grad zurück, im Erzgebirge ist örtlich leichter Frost bis minus ein Grad möglich.

Für Sachsen spricht der Deutsche Wetterdienst eine Unwetterwarnung aus. Vor allem am Morgen ist demnach in den östlichen Teilen des Landes mit Glätte, Regen und stürmischen Böen zu rechnen. (Archivbild)  © Jan Woitas/dpa

13. Januar, 6.11 Uhr: Vereinzelt Glatteis-Gefahr im Osten

Nachdem sich die Wetterlage im Westen des Landes wieder beruhigt hat, ist vor allem in Teilen Ostdeutschlands noch Vorsicht wegen Glatteis geboten.

Besonders im äußersten Osten und Nordosten besteht am frühen Morgen noch markante Glatteisgefahr, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. Allerdings soll sich auch hier die Lage gegen Vormittag entspannen. Zuvor war im Osten und Nordosten im Laufe der Nacht vielfach Regen in gefrierenden Regen übergegangen. Am Abend kam es vor allem im Nordosten Bayerns zu zahlreichen Glätte-Unfällen mit Verletzten.

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