Rathen - Aller Wahrscheinlichkeit nach löste ein "Downburst" oder auf Deutsch "Fallböe" am Freitag die Unwetter-Katastrophe in der Sächsischen Schweiz aus. Doch was ist das überhaupt?
"Wenn aus einer Gewitterzelle Niederschlag fällt, kann dieser Winde auslösen", erklärt Stefan Hahn (42), Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst.
"Besonders wenn der Niederschlag durch eine trockene Luftschicht fällt, steigt die Anfälligkeit für Böigkeit."
Denn in der trockenen Luft verdunstet ein Teil des Regens.
Das wiederum kühlt die Luft ab, die dadurch sinkt. Resultat ist ein Wind von oben nach unten, der sich beim Auftreten auf den Boden in alle Richtungen ausbreitet.
Trifft eine solche Fallböe jedoch in ein geschlossenes Tal, konzentriert sich die zerstörerische Kraft dort auf noch weniger Raum.
Zehn Minuten reichten am Freitagabend um gegen 18 Uhr ein Leben auszulöschen, dreizehn Menschen zu verletzten und einen riesigen Schaden zu hinterlassen.