Mann jahrelang von Frau misshandelt: "Sie zwang mich, eine große Menge Schlaftabletten zu schlucken"

Stewartby - Der 22-jährige Alex Skeel aus Stewartby scheint auf den ersten Blick ein ganz gewöhnlicher junger Mann zu sein. In seiner Freizeit sieht man ihn eine Kinderfußballmannschaft trainieren. Keiner glaubt, dass dem Briten etwas grauenvolles passiert ist.

Am Anfang schien die Beziehung der Beiden wunderbar zu sein. Doch Jordan entpuppte sich als Albtraum.
Am Anfang schien die Beziehung der Beiden wunderbar zu sein. Doch Jordan entpuppte sich als Albtraum.  © Screenshot Twitter Amor en Movimiento

2017 musste er jedoch gerettet werden, und zwar von seiner Freundin! Skeel war laut eigener Aussage "nur wenige Tage vom Tod entfernt". Zu lange hatte ihn die 22-jährige Jordan Worth misshandelt, wieder und wieder.

In einer Dokumentation, die bei "BBC" ausgestrahlt wurde, spricht der junge Mann nun ganz offen über seine Leidenszeit, auch, um anderen Männern möglicherweise einen Ausweg aufzuzeigen.

Alles begann im Alter von 16 Jahren. Als er Jordan kennen lernte, schien es zunächst die perfekte Beziehung zu sein. Doch aus dem Traum wurde ganz schnell ein Alptraum.

Immer deutlicher fing Jordan an, ihren Freund zu kritisieren. Beispielsweise durfte er keine grauen Klamotten mehr tragen, weil ihr die Farbe nicht gefiel. Auch an den Äußerlichkeiten des 16-Jährigen hatte sie immer etwas auszusetzen - seine Harre musste er so tragen, wie sie es wollte.

Nach einem Streit mit der Familie von Alex und einem katastrophalen Familienausflug trennte er sich schließlich von ihr. Endlich schien er sich von Jordan losreißen zu können, bis sie ihm schließlich eröffnet, dass sie schwanger ist. Von da an wurde das Leben von Alex Skeel zu einer einzigen Tortur.

Jordan Worth misshandelte Alex Skeel immer wieder

Jordan zwang ihn, zwischen ihr und seiner Familie zu entscheiden. Da das Paar bereits ein zweites Kind erwartete, entschied sich Alex für Jordan. Zwei Jahre hatte er keinen Kontakt zu seiner Familie.

"Sie warf meine Brieftasche weg, meine Playstation, zwang mich, meine Telefonnummer zu ändern. Ich durfte nicht Auto fahren. Ich musste meinen Job kündigen und sie täglich zur Uni begleiten", beschreibt Alex die erste Zeit nach der Wiedervereinigung. Doch das war noch gar nichts im Vergleich zu dem, was noch kommen sollte.

"Eines Tages zwang sie mich, eine große Menge Schlaftabletten zu schlucken. Manchmal, wenn ich schlief, schlug sie mir plötzlich mit einem Gegenstand auf den Kopf, bis ich blutete. Ich durfte kaum etwas essen, musste auf dem Fußboden schlafen", erzählt der 22-Jährige im Interview weiter.

Das ging so weit, dass er bereits Angst vor dem Schlafen bekam. Jordan bereitete jede Nacht einen Wasserkocher mit heißem Wasser vor, um ihren Freund damit unvorbereitet zu übergießen. Alex berichtet, dass sie das Wasser, wenn es nachts abgekühlt war, einfach wieder aufsetzte.

"Ich wollte nicht, dass meine Kinder ihre Gewalt zu spüren bekamen und stand deshalb als Jordans Zielscheibe bereit", begründet Alex seine Entscheidung, bei Jordan zu bleiben. "Ich hatte nicht den Mut, zu erzählen, dass sie mich misshandelte."

Ein Polizist kam schließlich hinter die Machenschaften von Jordan, nachdem er Alex bereits mehrmals völlig verstört und mit zahlreichen Verletzungen getroffen hatte. Jordan wurde zu zwei Mal sieben Jahren Haft verurteilt. Und Alex kann endlich ein Leben ohne Angst leben.

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