Sie wollte nur die Geburt ihrer Hamster zeigen, doch dann passierte das!

Unter dem Foto entfachte eine Diskussion über Hamster-Kannibalismus.
Unter dem Foto entfachte eine Diskussion über Hamster-Kannibalismus.

USA - Eigentlich wollte Twitter-Userin "Felicity" aus Buffalo in den USA der Welt nur mitteilen, dass ihr Hamster Nachwuchs bekommen hat. Doch dann entwickelte sich die Konversation in eine komplett andere Richtung.

Die Hamsterbesitzerin war ganz überrascht, denn ihr neues Haustier hatte sie sich erst vor einer Woche angeschafft. Für einen Namen konnte sie sich auch noch nicht entscheiden, und dann passierte es auch schon: Ohne zu wissen, dass ihre neue Mitbewohnerin schwanger war, bekam sie erneuten Hamsterzuwachs.

Auf Twitter ließ sie die Welt an ihrem Glück teilhaben und postete immer wieder Updates zu den Babys. Viele freuten sich mit der jungen Dame, doch dann eröffnete eine Userin ein ganz anderes Thema: Hamster-Kannibalismus.

Denn viele User berichteten auf einmal von ihren eigenen Geschichten. "Ich hatte einen schwangeren Hamster, zwei Wochen war alles gut, aber dann hat sie alle gegessen. Sei nicht schockiert, falls das passiert." Auch einer anderen Userin erging es ähnlich: "Ja, das selbe ist auch mir passiert, nur zwei haben überlebt, und dann hat der große Bruder den kleinen gegessen. Ich war traumatisiert."

Und das waren nicht die einzigen, denen dieses Hamster-Schicksal passierte.

Das sind die Gründe für Hamster-Kannibalismus

Doch warum essen Hamster ihre Verwandten, ungeachtet ob es Kinder, Geschwister oder Partner sind? Das kann natürliche Ursachen haben, aber auch auf schlechte Haltungsbedingungen zurückzuführen sein.

Ein Grund für Hamster-Kannibalismus ist der enge Raum auf dem die Mutter mit ihren Jungen lebt. Das sogenannte "Crowding" (zu deutsch: Gedränge) führt bei den Müttern zu Stress und gelegentlich zum Verzehr ihrer Jungen.

Ein anderer Grund ist, wenn das Weibchen noch sehr jung ist, und somit keine Erfahrungen mit Kindern hat. Durch das junge Alter fehlt es ihnen an Möglichkeiten, ihre Jungen zu versorgen. Weil sie sich nicht anders zu helfen wissen, fressen sie ihre Kinder auf. Auch ein hoher Proteinbedarf der Mütter kann ein Grund für den Kannibalismus sein. Werden die Hamster-Babys tot geboren oder sind zu schwach, um zu überleben, werden sie ebenfalls häufig von ihrer Mutter oder Artgenossen aufgefressen.

Man selbst kann dem Hamster-Kannibalismus bis zu einem gewissen Punkt vorbeugen. Ein für Hamster angemessen großes Gehege verhindert die Überbevölkerung und sorgt für weniger Stress bei den Hamstern. Auch sollte man die Hamster nach der Geburt nicht stören, damit die Hamstermütter nicht vor Nervosität und Angst ihre Kinder auffressen. Indem man außerdem verhindert, dass die Weibchen nicht zu oft und zu schnell hintereinander Jungtiere bekommen, minimiert sich ebenfalls das Risiko von Kannibalismus.

Den Hamstern von Userin Felicity schien es aber gut zu gehen. Immer wieder postete sie neue Fotos von ihrem Nachwuchs. Bleibt zu hoffen, dass es den Kleinen mit ihrer Mutter gut ergangen ist.

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