Hünstetten - Ein schwerer Verkehrsunfall hat am frühen Sonntagmorgen im Rheingau-Taunus-Kreis (Südhessen) für einen Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst gesorgt. Ein Auto wurde bei dem Crash derart zerstört, dass der Motor aus dem Fahrzeug gerissen wurde. Zwei Menschen schwebten anschließend in Lebensgefahr.
Wie die Feuerwehr berichtet, ereignete sich der Unfall kurz vor 4.30 Uhr auf der B417 zwischen Hünstetten-Wallbach und Hünstetten-Bechtheim.
Nach ersten Erkenntnissen war ein in Richtung Limburg fahrender Mercedes nach einem Überholmanöver von der Fahrbahn abgekommen, hatte sich überschlagen und war gegen einen Baum geprallt. Mehrere Insassen wurden dabei im Fahrzeug eingeklemmt.
Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, hatte sich ein Mitfahrer auf der Rückbank bereits mit Unterstützung von Ersthelfern aus dem Wrack befreien können. Er wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht.
Besonders dramatisch war die Lage für Fahrer und Beifahrerin. Beide waren im völlig zerstörten Fahrzeug eingeklemmt.
Die Beifahrerin war bewusstlos, der Fahrer erlitt ebenfalls schwerste Verletzungen. Die Feuerwehr leitete umgehend eine technische Rettung ein und konnte beide Personen innerhalb von rund 20 Minuten aus dem Wrack befreien.
Zwei Insassen in Krankenhäuser verbracht: Polizei hat Ermittlungen aufgenommen
Ein zwischenzeitlich angeforderter Rettungshubschrauber landete ebenfalls an der Unfallstelle. Fahrer und Beifahrerin wurden mit lebensgefährlichen Verletzungen in Krankenhäuser nach Wiesbaden und Mainz gebracht.
Aufgrund der Schwere des Unfalls wurde ein Gutachter hinzugezogen, um die Spuren vor Ort zu sichern. Die B417 blieb deshalb für mehr als drei Stunden gesperrt.
Wie es zu dem Unfall kam und warum der Mercedes von der Fahrbahn abkam, ist derzeit Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen. Die Insassen werden auf ein Alter von etwa Mitte 30 geschätzt.
Neben den Feuerwehren aus Hünstetten waren drei Rettungswagen, zwei Notärzte, ein Rettungshubschrauber, der Einsatzleitwagen Rettungsdienst, ein Leitender Notarzt sowie der Organisatorische Leiter Rettungsdienst im Einsatz. Insgesamt waren rund 50 Einsatzkräfte beteiligt.