Bewegender Abschied von totem Bürgermeister: "Wir vermissen dich so sehr"
Von Stefanie Järkel, Marco Krefting
Gerabronn - Nach dem tödlichen Autounfall von Gerabronns Bürgermeister Christian Mauch (†40) haben Familie, Freunde und Mitarbeiter der Stadt mit zahlreichen Traueranzeigen an den 40-Jährigen erinnert.
"Wir vermissen dich so sehr!", schreibt die engste Familie mit seiner Frau und den vier Kindern. Die Mitarbeiter der Stadt zeigen sich erschüttert: "Ein außergewöhnlicher Mensch und Freund! Ein großartiger Chef! Einfach ein Herzensmensch!"
Auf einem Gruppenbild mit Mauch ist das Rathaus-Team zu sehen - gemeinsam strahlen sie in die Kamera. Die kirchliche Gemeinschaft erinnert an gemeinsames Singen mit "Mauchi". Der Liederkranz trauert um "unseren langjährigen Sänger und Freund". Fast zwei Seiten füllen die Traueranzeigen im "Hohenloher Tageblatt".
Die Beerdigung des Bürgermeisters der 4500-Einwohner-Stadt im Landkreis Schwäbisch Hall soll am Donnerstag stattfinden.
Am Samstag will die Stadt Mauch offiziell gedenken. Geplant sei eine Trauerfeier unter anderem mit Grußworten ab 15 Uhr in der Stadthalle, hatte die erste stellvertretende Bürgermeisterin von Gerabronn, Heidegret Mayer, mitgeteilt.
Keine Hinweise auf Alkoholeinfluss
Vergangene Woche war der 40-Jährige laut Polizei in der Nacht zum Mittwoch mit dem Auto von einer Kreisstraße bei Gerabronn im Landkreis Schwäbisch Hall abgekommen.
Das Auto prallte demnach gegen einen Baum und rutschte 35 Meter einen Abhang herunter. Mauch sei in dem Auto eingeklemmt worden und noch an Ort und Stelle gestorben, hieß es.
Laut Mayer war der parteilose Bürgermeister auf dem Rückweg von einem dienstlichen Termin gewesen, dem Pferdemarkt und Faschingsfeierlichkeiten. Wie ein Polizeisprecher sagte, gibt es keine neuen Erkenntnisse zur Unfallursache.
Hinweise darauf, dass der Bürgermeister unter Alkoholeinfluss gestanden habe, gebe es keine.
Titelfoto: Bildmontage: Marius Bulling/dpa, -/Stadt Gerabronn/dpa
