Horror-Unfall in Amazon-Lager: Arbeiter von Förderband begraben

Gernsheim - Eine absolute Routinetätigkeit endete in dieser Nacht in einem wahren Horror-Unfall in einem Paketlager des weltweit größten Versandhändlers Amazon, bei dem im Kampf um ein Menschenleben schließlich jede Sekunde zählte.

Beim Kampf um das Leben des Mannes zählte für die Rettungskräfte jede Sekunde.
Beim Kampf um das Leben des Mannes zählte für die Rettungskräfte jede Sekunde.  © KeutzTVNews/Darian Stähler

In der Nacht auf Mittwoch kam es in einem Amazon-Lager in Gernsheim im südhessischen Kreis Groß-Gerau zu einem schrecklichen Zwischenfall, bei dem ein Lagerarbeiter um ein Haar sein Leben verloren hätte.

Ersten Informationen zufolge soll der 42 Jahre alte Mann gegen 0.40 Uhr mit der Wartung eines Paketförderbandes beschäftigt gewesen sein. Wie auch die südhessische Polizei bestätigte, kam es hierbei zu einem tragischen Unglück.

Denn während der 42-Jährige an dem Förderband seiner Arbeit nachging, versagte aus bislang nicht geklärter Ursache ein hydraulischer Stempel, der für die Stabilität des Fließbandes zuständig war und krachte schlussendlich auf den Mann herab.

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Daraufhin ging alles ganz schnell: Für eine entsprechende Reaktion reichte die Zeit nicht mehr, weshalb der 42-Jährige von dem Förderband praktisch lebendig begraben und von Kopf bis Hüfte eingeklemmt wurde.

Umgehend rückte ein Großaufgebot von Feuerwehr und Rettungsdienst an. Den Einsatzkräften gelang es alsbald, den lebensgefährlich verletzten Mann zu bergen, jedoch musste er noch am Unfallort reanimiert werden.

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Zwar wurde auch ein Rettungshubschrauber zum Standort des Zwischenfalls beordert. Da dieser aber zu lange gebraucht hätte, kam der mit dem Tod ringende Mann kurzerhand per Krankenwagen in eine nahegelegene Klinik. Über seinen Gesundheitszustand gab es bislang noch keine weiteren Informationen.

Infolge des schrecklichen Unfalls hat die zuständige Polizeidienststelle weitere Ermittlungen eingeleitet. Denn noch sei völlig unklar, wieso der Hydraulikstempel des Paketförderbandes versagte.

Auch das Amt für Arbeitsschutz schaltete sich diesbezüglich in die Ursachenforschung ein.

Titelfoto: KeutzTVNews/Darian Stähler

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